Wissenschaft und Forschung 04.05.2026

Zeitnahe Behandlungstermine – Kurze Wartezeiten bei den Zahnärzten

Die Ergebnisse der jüngsten Umfrage (01.12. bis 15.12.2025) zum „Regionalen Strukturplan Gesundheit“ zeichnen ein erfreuliches Bild hinsichtlich der Verfügbarkeit von Zahnärzten.

Zeitnahe Behandlungstermine – Kurze Wartezeiten bei den Zahnärzten

Foto: Sky view – stock.adobe.com

Demnach erhalten Patienten mit akuten Schmerzen in 138 (von 162) Ordinationen am Tag der Anfrage oder spätestens am Folgetag und in 160 (von 162) Ordinationen innerhalb einer Woche einen Behandlungstermin. Bei bestehenden Patienten ohne akute Schmerzen beträgt die Wartezeit auf einen Termin maximal zwei Wochen (in 134 von 162 Ordinationen); neue Patienten dürfen ebenfalls innerhalb von zwei Wochen mit einem Termin rechnen (112 von 162 Ordinationen).

50 von 162 Zahnärzte mit Kassenvertrag nutzen aktuell ein Online-Terminbuchungssystem, dabei ist keinerlei Korrelation zwischen dem Alter der Befragten und der Nutzung auszumachen.

131 der Befragten gaben an, dass die Mehrheit der Patienten aus der näheren Umgebung der Ordination komme. Dennoch ist der Anteil der Patienten, die nicht in Wien wohnhaft sind, relativ hoch. Bei 91 von 162 Befragten stammt mehr als jeder zehnte Patient nicht aus Wien.

Bild von einem Quotenzeichen
„Hier ist eine klare Korrelation zwischen der Zahl der Pendler und diesen Angaben zu erkennen“, erklärt Ozren Marković, Landesfinanzreferent der Landeszahnärztekammer für Wien.

Jobsharing als Zusammenarbeitsform

Jobsharing wird vom Großteil der Befragten als Möglichkeit zur Zusammenarbeit und Arbeitsteilung gesehen. Lediglich bei 29 (von 162) Befragten kam es durch den Jobsharing-Partner zur Steigerung der behandelten Patienten; selbst in Ordinationen mit zwei Jobsharing-Partnern kam es nur bei der Hälfte der Befragten zu einem Anstieg der Behandlungszahlen. 53 aller befragten Zahnärzte mit Kassenvertrag gaben an, einen oder zwei Jobsharing-Partner zu haben, wobei es keine Korrelation zwischen der Größe und dem Behandlungsbedarf des jeweiligen Bezirkes zu geben scheint. Die meisten Jobsharing-Partner arbeiten bei Zahnärzten mit mehr als 15-jähriger Ordinationsinhaberschaft (32 von 53); gefolgt von jenen, die ihre Ordination kürzlich übernommen haben.

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„Der Wunsch gemeinsam zu arbeiten, wird mit diesen Zahlen neuerlich unterstrichen. Ebenso trägt Jobsharing zur Work-Life-Balance, vor allem vor einer Ordinationsübergabe, bei“, so Marković.

Quelle: Österreichische Zahnärztekammer

Dental Tribune Austrian Edition 02/26

Dental Tribune Austrian Edition


Dieser Beitrag ist in der Dental Tribune Austrian Edition erschienen.

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