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Lifestyle 20.08.2018

Gentleman Driver beim legendären Monaco Grand Prix Historique

Gentleman Driver beim legendären Monaco Grand Prix Historique

Norman Graham Hill, der fünfmalige Sieger in Monte-Carlo, erhob Mitte der sechziger Jahre das Rennen auf öffentlicher Straße zu einer ewigen Legende, welches ihm den Namen „Mr. Monaco“ einbrachte. 1950 wurden die ersten Formel-1-Rennen in dem kleinen Fürstentum an der französischen Riviera ausgetragen, einer Grand Prix-Tradition folgend, die am 14. April 1929 begann. Heute gehen Gentleman Driver aus aller Welt, vor allem Sammler aus den USA und Europa, alle zwei Jahre mit ihren wertvollen Boliden an den Start, um dem Spirit von Maurice Trintignant, Stirling Moss, Jack Brabham, Bruce McLaren, Jackie Stewart oder Niki Lauda nachzueifern. Ein Wochenende so lässig wie die Playboys von damals.

Wer in Monaco beim Grand Prix Historique an den Start geht, ist so cool, dass das Blut in den Adern eigentlich gefrieren müsste. Der 3,337 Kilometer lange Kurs bietet keine Auslaufzone und zählt, trotz des im Vergleich zu anderen Rennstrecken eher geringen Durchschnittstempos, zu den gefährlichsten der Welt. Zur absoluten Königsklasse zählen hier die „Herrenfahrer“, die ihr Fahrzeug möglichst selber warten, um dann als Rennfahrer im eigenen Fahrzeug als Amateur anzutreten. Jungen, die mit ihren Träumen älter geworden und deren Spielzeugautos zu ernsthaften Rennwagen gewachsen sind. Zwischendurch blitzen die Namen von echten Haudegen in der Starterliste auf, wie der des texanischen Geschäftsmannes und Geschwindigkeitsweltrekordhalter Charles Nearburg, der es im Jahr 2010 auf dem Salzsee von Utah auf 666 km/h brachte.

Drei Tage lang bringen die wertvollen Meisterstücke der Mechanik mit legendären Namen wie Bugatti, Ferrari, Maserati, Alfa Romeo oder Lotus das kleine Fürstentum zum Beben. In diesem Jahr wurde in sieben Rennen mit 180 Fahrzeugen Rennhistorie aus den Jahren 1925 bis 1980 zelebriert, die das Gestern zum Heute werden ließen. Bei den historischen Rennen gibt es keine Boxenstopps und schnelle Reifenwechsel. Die Taktik: „Wenn Du keinen einzigen Fehler machst und anständig fährst, hast Du eine gute Chance, das Rennen zu gewinnen.“ Das wusste vor allem Norman Graham Hill, der schon Mitte der 1960er Jahre seinem jungen Teamkollegen Jackie Stewart aus dem BRM-Team diesen entscheidenden Tipp gab. Heute stehen Rennfahrerlegenden wie Derek Bell kurz vor dem Start an den historischen Rennfahrzeugen und geben ihre langjährige Erfahrung an den befreundeten Gentleman Driver weiter. Eine Unachtsamkeit genügt und aus wertvollem Blech wird Schrott. Was für die Zuschauer eine Extraportion Spannung bietet, kann für die Besitzer zu einem Albtraum werden. Auf den engen, kurvigen Straßen von Monaco wird mit dem Fuß auf dem Gaspedal und dem Feuer in der Rennfahrerseele gespielt.

Während im Paddock geschraubt, optimiert, ausgebessert und poliert wird, werden andernorts die Sammler mit Champagner empfangen, die nur zu Besuch und mit viel „Spielgeld“ in das Fürstentum gekommen sind. Im Osten thront die Villa La Vigie strahlend weiß und erhaben in der mediterranen Sonne über Monaco. Bonhams versteigert hier die großen Automobilmarken für Millionen an Liebhaber und Händler. Highlight in diesem Jahr war der McLaren-Ford MP4/8A Formula 1 Racing Single-Seater, mit dem Ayrton Senna 1993 den Grand Prix in Monaco zum sechsten Mal gewann und damit einen neuen Rekord aufstellte. Der noch völlig im Originalzustand befindliche Wagen wechselte für knapp 4,2 Millionen Euro den Besitzer. Es bleibt abzuwarten, wann das Fahrzeug alt genug ist, um bei dem historischen Formel-1-Rennen in Monaco eines Tages wieder an den Start zu gehen. Auf den Schultern dieses Gentleman Drivers werden Bürde und Ehre bei diesem legendären Straßenrennen zugleich liegen.

The Private Collectors Club

„The Sound of Engines“ – Einblicke in das Clubleben

Anlässlich des Grand Prix Historique de Monaco hat der Private Collectors Club ein Haus mit Pool und Blick über das Fürstentum für seine Mitglieder gemietet. Der Club, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Sammler aus aller Welt miteinander zu vereinen und außergewöhnliche Momente und verborgene Einblicke gemeinsam zu erleben, hat drei Gentleman Drivern aus Frankreich, den Niederlanden und Deutschland und ihren kleinen Teams, bestehend aus ihren Söhnen und befreundeten Mechanikern, Raum während der Vorbereitungs- und Renntage geboten. Unter dem Motto „The Sound of Engines“ gemeinsam erleben, machte die Reise nach Monte-Carlo in familiärer Atmosphäre und unter absolut Gleichgesinnten viel mehr Spaß. Wer selber ins Renngeschehen eingebunden war, folgte einem eigenen Zeitrhythmus, spürte das Adrenalin in den Adern, hörte den Widerhall der Motoren an den steinigen Hängen der Riviera im V6- oder V8-Takt. Der Austausch über die Schikanen der Rennstrecke, Wetterbedingungen, die technischen Probleme und auch den Ärger um die hart eingeforderten HTP-Papiere, all das ließ sich in der Gemeinschaft viel besser erleben. Nicht der glamouröse Luxus bewegte die Herren dazu, einiges an Aufwand zu betreiben, um mit ihren fast 100 beziehungsweise 60 Jahre alten PS-Kisten an den Start zu gehen. Es ist die Faszination dieser legendären Rennstrecke, die Enge des Kleinstaates, die großen Namen der siegreichen Vorgänger, die lockten und dieses Wochenende unter Freunden zu einem ganz besonderen werden ließen.

Der Club hatte in diesen spannenden Tagen für optimale Rahmenbedingungen und das Wohlergehen aller Gäste gesorgt. Der gemeinsame Grillabend am Pool, das „White Dinner“ an einer sehr langen Tafel mit Fernblick auf den Hafen und das Paddock, zu dem weitere Freunde des Clubs aus Deutschland und England geladen waren, war einer der Höhepunkte dieser schönen Gemeinschaft. Mit Champagner, Steak, Musik und Fachsimpelei konnte sich jeder gut auf das Qualifying einstimmen und ein Stück des monegassischen Lebensgefühls von damals verspüren.

Willkommen im Club

Der Private Collectors Club ist ein zurückgezogener Zusammenschluss von Oldtimerenthusiasten, privaten Sammlern, interessanten Persönlichkeiten und Adel aus aller Welt. Der Club bietet seinen Mitgliedern außergewöhnliche Erlebnisse und einzigartige Einblicke in Privatsammlungen historischer Automobile, Kunst, Wein und sonstigen Pretiosen. Die Anzahl der Mitglieder ist limitiert und erfolgt ausschließlich auf Bewerbung, persönliche Empfehlung oder Touranmeldungen. Im Mittelpunkt des Clubs stehen die Menschen, individuelle Erfahrungen, Lebensfreude, Genuss und kleine Abenteuer.

Der Wächterlöwe

Der Wächterlöwe ist das Schlüsselsymbol des Clubs in seiner Funktion als Türklopfer. Er beschützt nicht nur die privaten Mitglieder, sondern auch die Geheimnisse und Sammlungen hinter verschlossenen Türen. Der Wächterlöse ist in vielen Kulturen ein altes Symbol mit Bedeutung. Ursprünglich stand er vor Palästen, Gräbern von Herrschern, Tempeln und den Häusern der Wohlhabenden, da man ihm mystische,schützende Kräfte zusprach.

Kontakt

Frauke Feess
The Private Collectors Club
Dominikanerstraße 4 40545 Düsseldorf
ff@private-collectors.club

Foto: © Frauke Feess
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