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Lifestyle 14.11.2017

Zwischen Europa und Asien

Sandra Eder
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Zwischen Europa und Asien

Es ist die Liebe zur Beobachtung, die fasziniert. – Es ist das Genaue, aber auch das Unkonkrete, das fordert. – Es ist die Vielfalt der Farben, die befl ügelt. – Es ist die Unendlichkeit der Darstellungen, die nicht ruhen lassen. – Es ist das Schaffen, das Glück und Zweifel miteinander verbindet. – Es ist die Inspiration, die bestätigt. – Es ist die Leidenschaft, die zur Auseinandersetzung treibt.

So beschreibt Sandra Eder, Künstlerin aus München, ihre Auseinandersetzung mit der Malerei selbst. Das großzügige Atelier in der Nähe des Starnberger Sees gibt ihrer Kreativität den passend Rahmen, um ihre Ideen in Szene zu setzen, meist in großformatigen Arbeiten. Die Schülerin des Münchner Malers Klaus Soppe, einem Meisterschüler von Robin Page, vervollständigte ihr technisches Können weiter bei Professor Markus Lüpertz und gab ihrem Talent in einem dritten Studiengang bei Rosa Loy, die der Leipziger Schule zugeschrieben wird, mehr Nahrung und den letzten Schliff. In ihren Bildern betont die Malerin einen eigenwilligen Blick auf ihre Welt. Sie lässt Landschaften in großer Opulenz und leuchtender Strahlkraft aufscheinen.

Die Arbeiten Eders stehen unmittelbar für Poesie und beschäftigen sich mit dem Mysterium des Lebens in der Malerei selbst. Man könnte ihre Werke gerne auch der Neoromantik zuschreiben. Eder schöpft dabei aus ihrem großen Fundus an Spontanität, genauester Naturbeobachtung und lässt so Kompositionen entstehen, die in ihren Tiefen und Höhen von Raum und Licht einen spannungsreichen Bogen beschreiben, von gegenständlicher Malerei bis hin zur völligen Abstraktion. Unverkennbar ist das sehr eigene und experimentelle Kolorit in allen Malereien, wobei es der Künstlerin in jedem Sujet gelingt, mit der farblichen Balance zu spielen.

Beim ersten Blick auf ihre Bilder spürt der Betrachter sofort den asiatischen Einfluss. Das liegt daran, dass sich in der Persönlichkeit Eders, die Tochter einer gebürtigen Münchnerin und eines Indonesiers ist, zwei Kulturen harmonisch miteinander vereinen. Sie ist eine Eurasierin im besten und kreativen Sinne, und dies tritt auch in ihrer Malerei, für den europäischen Geschmack auffallend, ansprechend hervor.

Die in München geborene und aufgewachsene Künstlerin spürt dies als Information, die tief in ihren Wurzeln verankert liegt. So sind auch das von Eder geschaffene Triptychon mit dem Titel „Glück“ oder das Werk „Fang des Tages“ jene Exponate, die eine südostasiatische Anmutung erkennen lassen. Das Triptychon „Glück“ hat zudem die beachtliche Größe von 330 cm Länge und 135 cm Höhe, die dem Inhalt so auch im Format gerecht werden. Darauf ist ein halbwüchsiges Mädchen zu sehen, das sich mit dem Kescher ihre Goldfische aus der Luft angelt.

Als Mitglied des Münchner Künstlerhauses, deren Initiatoren damals u. a. Franz von Lenbach und Fritz August von Kaulbach waren, fanden Eders Arbeiten nun den passenden Rahmen für eine ansprechende Präsentation. In der Einzelausstellung im Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz, die bis Ende Oktober zu sehen war, fand der Kunstinteressierte und -sammler neue Arbeiten der Malerin. Kurator der Einzelausstellung war Matthias Gangkofner, der 1. Vorsitzende des Münchner Künstlerhaus-Vereins. Zudem gab die Kunstexpertin Dr. Bettina Krogemann eine Einführung in die Werke.

Sandra Eder ist zudem international tätig. Ihre Exponate wurden u. a. über Galerievertretungen in New York City, Manhattan, Soho oder auch auf der Kunstmesse in Peking, der Art Beijing, ausgestellt.

Der Artikel ist in der Cosmetic Dentistry 3/2017 erschienen.

Foto: Autorin
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