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Businessnews 15.06.2018

Mit Produktlösungen von 3Shape auf dem Weg zum Erfolg

Mit Produktlösungen von 3Shape auf dem Weg zum Erfolg

Das Interesse an digitalen bildgebenden Verfahren ist ungebrochen groß und steigt auch hierzulande immer weiter an. Seit nunmehr zehn Jahren ist das dänische Unternehmen 3Shape mit speziellen Software-Lösungen für die Kieferorthopädie am Markt präsent und bietet mit dem TRIOS eines der aktuell erfolgreichsten Intraoralscansysteme an. Die Redaktion der KN sprach mit Dr. Sylvia Rossi, Geschäftsführerin, und Oliver Semmler, Zahntechniker und 3Shape Application Specialist Ortho, 3Shape Germany GmbH.

Ihr Unternehmen wurde 2000 in Kopenhagen gegründet, beschäftigt heute mehr als 1.200 Mitarbeiter und wächst immer weiter. Was ist das Erfolgsgeheimnis der Firma 3Shape?

Rossi: Seit der Gründung von 3Shape haben wir unseren Fokus auf Innovation und Weiterentwicklung gelegt. Mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei uns in der Entwicklung beschäftigt und arbeiten täglich daran, unsere Produkte kontinuierlich zu verbessern, um die bestmögliche Patientenversorgung zu erreichen. Der enge Kontakt zu unseren Vertriebspartnern sowie zu Zahnärzten, Kieferorthopäden und Zahntechnikern ermöglicht es uns, aktuelle Marktbedürfnisse besser zu erkennen. Trotz der wachsenden Mitarbeiterzahl können wir als inhabergeführtes Unternehmen kurzfristig Entscheidungen treffen, um schnell auf Kundenbedürfnisse zu reagieren.

Welche bedeutenden Wegmarken kennzeichnen die Firmengeschichte von ihren Anfängen bis heute?

Rossi: Im Jahr 2000 hatten die beiden Hochschulabsolventen Tais Clausen und Nikolaj Deichmann eine bahnbrechende 3D-Technologie entwickelt und das Unternehmen 3Shape in Kopenhagen gegründet. Ein Jahr später stellten sie den ersten 3D-Scanner und Software für die Hörgeräteindustrie vor. Innerhalb kurzer Zeit belieferte 3Shape die Mehrzahl aller Hörgerätehersteller mit ihren Produktlösungen. Nur vier Jahre später verlagerte 3Shape seine primäre Ausrichtung auf die Dentalbranche. Am Anfang stand die Entwicklung von Scan- und Designsysteme für zahntechnische Labore. Spezielle Software-Lösungen für die Kieferorthopädie gehören seit 2008 zum Produktportfolio. 2011 wurde der TRIOS-Intraoralscanner auf der IDS das erste Mal vorgestellt. Mittlerweile ist die dritte Generation verfügbar.

Auf welche Produktlösungen Ihres Hauses können Kieferorthopäden heute alles zugreifen?

Semmler: Der Einsatz eines Intraoralscanners zur digitalen Abdrucknahme und der Erstellung digitaler Modelle ist der erste Schritt in Richtung digitale Kieferorthopädie. Die Notwendigkeit, Gipsmodelle herzustellen und zu lagern, entfällt. Wir sehen seit Längerem eine steigende Nachfrage nach dem 3Shape TRIOS-Intraoralscanner, insbesondere durch Kieferorthopäden.

3Shape bietet unterschiedliche TRIOS-Modelle an: Während TRIOS 3 Mono als Einstiegsmodell nur Schwarz-Weiß-Texturen scannen kann, erstellen alle anderen Modelle digitale Sans in naturgetreuen Farben. Mit dem TRIOS 3 Wireless hat 3Shape 2017 den ersten kabellosen Intraoralscanner eingeführt (Abb.1).

Neben einer hohen Präzision und Scangeschwindigkeit ermöglicht TRIOS als offene Lösung einen Datenexport im offenen STL-Format sowie unbeschränkte Fertigungsmöglichkeiten für eine Vielzahl kieferorthopädischer Indikationen. Die Integration von mehr als 25 Bracket- sowie Aligner-anbietern in unserer Software vereinfacht den Bestellprozess. So können digitale TRIOS-Scans und Auftragsdaten direkt per Mausklick an den bevorzugten Partner über die cloudbasierte 3Shape Communicate Plattform gesendet werden.

3Shape bietet darüber hinaus eine Software-Lösung an, die Anwender dabei unterstützt, kieferorthopädische Arbeitsabläufe digital darzustellen. Die Software unterstützt bei der Erstellung digitaler Situationsmodelle und bietet vielfältige Analysemöglichkeiten wie beispielsweise Bolton, Moyers und KIG bzw. PAR (KIG: Kieferorthopädische Identifikationsgruppen in Deutschland; PAR: überwiegend in Österreich).

Im Bereich der Diagnose können 2D- und 3D-Bilder überlagert, Overjet und Overbite bestimmt (Abb. 2) sowie die Zahnbogenanalyse durchgeführt werden. Die digitale Behandlungsplanung beinhaltet u. a. das Erstellen eines virtuellen Set-ups zur Herstellung von Alignern sowie zur Positionierung von Brackets für indirektes Kleben (Abb. 3). Hier kann der Anwender in der Software aus über 250 Bracketanbietern wählen. Anschließend unterstützt das Programm bei der Konstruktion und Fertigung individueller Apparaturen, z. B. von gedruckten Bracketübertragungstrays und Retainern.

Was werden Ihre nächsten Schritte im Bereich der digitalen Abdrucktechnologie sein, insbesondere auch im Rahmen kieferorthopädischer Behandlungslösungen? Wo geht die Reise hin?

Semmler: Die Entwicklung neuer und innovativer Software-Lösungen wird immer wichtiger. Mit der Entwicklung weiterer TRIOS-Apps können wir den Nutzen weit über die optische Abdrucknahme hinaus steigern. Dabei reicht das Spektrum vom CAD-Design über die Implantologie bis zur Kieferorthopädie.

Mit der neuen App zum digitalen Patientenmonitoring wird es Zahnärzten ermöglicht, Veränderungen im Zeitverlauf durch das Vergleichen intraoraler Scans präzise zu messen.

Eine weitere Neuentwicklung ist der TRIOS Treatment Simulator. Mithilfe dieser App können Kieferorthopäden den jetzigen Zahnzustand aufgrund eines Intraoralscans mit der geplanten simulierten kieferorthopädischen Behandlung vergleichen (Abb. 4).

Die Simulation von Behandlungen wird für junge Patienten mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit. Unsere Software-Lösungen sollen den Dialog verbessern und Patienten mehr in die Behandlung einbinden.

Nach Niederlassungen in Großbritannien, Polen und den USA wurde im Herbst 2017 auch eine Zweigstelle in Düsseldorf eröffnet, die mittlerweile 19. weltweit. Warum erfolgte dieser Schritt, was sind Ihre Ziele für den deutschen Markt?

Rossi: Als einer der größten Märkte in Europa ist Deutschland für 3Shape sehr wichtig. Seit der IDS in 2017, auf der wir spannende neue Produkte vorgestellt haben, sehen wir insbesondere in Deutschland einen hohen Anstieg des Interesses an digitalen bildgebenden Verfahren. Mit dem Aufbau der deutschen Niederlassung in Düsseldorf, die neben Deutschland auch Österreich, die Schweiz und Liechtenstein betreut, möchten wir näher bei unseren Kunden sein. Mehrere Tausend zahntechnische Labore und Praxen verwenden bereits täglich Lösungen von 3Shape, da wir unsere Produkte seit vielen Jahren über unsere Handelspartner vertreiben. Mit unserem lokalen Team möchten wir unsere Vertriebspartner noch besser bei der Betreuung der gemeinsamen Kunden – den Anwendern unserer Produkte – unterstützen. Hierbei ist auch besonderes Fachwissen erforderlich. So haben wir unser Team um spezialisierte Anwendungsberater für die Kieferorthopädie erweitert.

Foto: 3Shape
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