Finanzen 04.07.2024
Risikotoleranz: Von konservativ bis aggressiv
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Risikotoleranz spielt eine entscheidende Rolle beim Investieren an der Börse und ist ein Schlüsselfaktor für den langfristigen Erfolg eines Anlegers. Es bezieht sich darauf, wie viel Unsicherheit oder Verlust ein Anleger bereit ist, in Kauf zu nehmen, um potenzielle Renditen zu erzielen.
Die Risikotoleranz variiert von Person zu Person und hängt von verschiedenen Faktoren wie finanzieller Situation, Anlagezielen, Alter, persönlicher Einstellung und Erfahrung ab. Es gibt im Allgemeinen drei Einstufungen der Risikotoleranz – mit diversen individuellen Zwischenabstufungen:
- Konservativ: Konservative Anleger bevorzugen Sicherheit und Kapitalerhalt gegenüber höheren Renditen. Sie sind bereit, nur geringe Risiken einzugehen und investieren oft in weniger volatile Anlagen wie Staatsanleihen, hochwertige Unternehmensanleihen oder Blue-Chip-Aktien mit stabilem Ertragspotenzial und Dividendenzahlungen.
- Moderat: Moderat risikobereite Anleger suchen nach einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Risiko und Rendite. Sie sind bereit, moderate Risiken einzugehen, um höhere Renditen zu erzielen, und investieren möglicherweise in eine Mischung aus Aktien, Anleihen und diversifizierten Fonds. Sie streben langfristiges Wachstum an, sind aber auch darauf bedacht, Verluste zu begrenzen.
- Aggressiv: Aggressive Anleger haben eine hohe Risikotoleranz und sind bereit, größere Risiken einzugehen, um potenziell höhere Renditen zu erzielen. Sie investieren hauptsächlich in Aktien und möglicherweise auch in risikoreichere Anlageklassen wie Small-Cap-Aktien, Schwellenländer, spezielle Sektoren oder sogar Derivate. Sie akzeptieren, dass mit höheren Renditechancen auch größere Schwankungen und Verluste verbunden sein können.
Es ist wichtig, dass Anleger ihre eigene Risikotoleranz genau einschätzen und ihre Anlageentscheidungen entsprechend treffen, um ihr individuelles Verhältnis zwischen Risiko und Rendite festzulegen und ihre langfristigen finanziellen Ziele zu erreichen. Ein ausgewogenes Portfolio passend zur eigenen Risikotoleranz sorgt auch für eine gute Nachtruhe.
TIPP: Ihre Risikotoleranz sollte immer im Beratungsgespräch mit Ihrem Finanzexperten ermittelt werden. Es werden darin verschiedene Vorgaben unter anderem zu Einkommen, Vermögensverhältnissen, Kenntnissen, Erfahrungen und Verlusttragfähigkeit abgefragt.
Hinweis: Der Artikel ist keine Anlageberatung.
Dieser Artikel ist in der ZWP Zahnarzt Wirtschaft Praxis erschienen.