Personalmanagement 19.07.2021

New Skills: Auf welche Fähigkeiten Arbeitnehmer:innen künftig setzen

New Skills: Auf welche Fähigkeiten Arbeitnehmer:innen künftig setzen

Foto: photobyphotoboy – stock.adobe.com

XING, das führende berufliche Netzwerk im deutschsprachigen Raum, hat Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland befragt, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten ihrer Einschätzung nach in der Arbeitswelt von morgen gefragt sind. An erster Stelle rangiert dabei die Fähigkeit, Neues zu lernen, gefolgt von Kommunikationsfähigkeit und Leistungsbereitschaft. Am wenigsten wichtig ist den Deutschen dagegen die Fähigkeit, sich selbst zu managen. Der Großteil schätzt es demnach weiterhin, von Vorgesetzten geführt zu werden.

Die Fähigkeit, Neues zu lernen, ist für Deutsche wichtigste Zukunftskompetenz

Gut die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass in der Arbeitswelt von morgen Fachwissen und soziale Fähigkeiten bei der Jobsuche gleich wichtig sein werden. Männer setzten dabei nach wie vor stärker auf die sogenannten „Hard Skills“, also fachliche Qualifikationen, als Frauen.

Trotz viel Zeit im Homeoffice und neuer Arbeitskulturen wird Führen ohne Vorgesetztenfunktion (laterale Führung) von den deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern als am wenigsten wichtig eingeschätzt – und bildet damit das Schlusslicht des Rankings. Dies zeigt, dass die deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch in Zukunft bevorzugt direkt von Vorgesetzten geführt werden wollen, statt ohne Hierarchie zu arbeiten.

Die Top 10 Zukunftskompetenzen im Überblick:

  1. Bereitschaft, Neues zu lernen
  2. Kommunikationsfähigkeit
  3. Leistungsbereitschaft
  4. Fähigkeit, mit unterschiedlichen Menschen zusammenarbeiten zu können
  5. Anpassungsfähigkeit
  6. Fairness
  7. Kritikfähigkeit
  8. Veränderungsbereitschaft/mentale Flexibilität
  9. Konfliktfähigkeit
  10. Selbstmanagement

Unternehmen sind nicht auf den Wandel in der Arbeitswelt vorbereitet

In Summe fühlen sich die deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf die Schlüsselkompetenzen der Zukunft gut vorbereitet. Ein schlechteres Zeugnis stellen die Deutschen allerdings ihren eigenen Unternehmen aus. Mehr als 50 Prozent der Befragten sind der Meinung, ihr Unternehmen sei nur teilweise oder schlecht auf den Wandel in der Arbeitswelt vorbereitet.

„Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen eine DNA aufbauen, in der Veränderungen nicht nur Platz haben, sondern selbstverständlich sind. Dazu müssen auch die Mitarbeitenden befähigt werden. Die Arbeitswelt ist bereits mitten in einem Wandel, bei dem es nicht nur um Tools oder Homeoffice, sondern um kontinuierliches Lernen und Anpassungsfähigkeit geht“, so Sabrina Zeplin, Geschäftsführerin von XING.

Weiterbildungskosten: rund die Hälfte würde Trainings nicht selbst bezahlen

Während knapp die Hälfte der Befragten mit den Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Unternehmen zufrieden ist, gibt es auch einen hohen Anteil – etwa ein Viertel – von Unzufriedenen. Zudem ist rund die Hälfte der befragten Erwerbstätigen (51%) nicht bereit, selbst Kosten für Weiterbildungen zu übernehmen. 49 Prozent der Befragten würden Trainings zumindest teilweise oder sogar komplett selbst bezahlen. Insbesondere in der jüngeren Altersgruppe der 18-29-Jährigen zeigt sich eine hohe Zahlungsbereitschaft, jede/jeder Dritte wäre bereit, eine Weiterbildung selbst zu finanzieren.

Trotz der Digitalisierung präferiert knapp jede/jeder Dritte (31%) ein Präsenztraining zu fixen Zeiten unter der Woche, dennoch wünschen sich 27% der Befragten beim Thema Weiterbildung ein digitales und zeitunabhängiges Angebot, während jede/r Fünfte eine Verknüpfung aus analoger und digitaler Weiterbildung bevorzugt. Rund 10 Prozent wollen sich im Job zudem nicht weiterbilden.

„Es ist essenziell, dass sowohl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch Unternehmen die enorme Wichtigkeit neuer Kompetenzen und Weiterbildungen erkennen. Nur so können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Potenziale voll entfalten. So bleiben Unternehmen zukunftsfähig und halten mit den konstanten Veränderungen der Arbeitswelt Schritt“, sagt Sabrina Zeplin.

Quelle: XING

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