Anzeige
Praxishygiene 07.12.2011

Morita: Lösungen zur Hygiene in der Zahnarztpraxis

Morita: Lösungen zur Hygiene in der Zahnarztpraxis

Die Einhaltung von Hygienestandards in der zahnärztlichen Praxis ist eine Selbstverständlichkeit. Doch nicht zuletzt die Änderung der RKI-Richtlinien im April 2006 hat die formalen Anforderungen für Praxisinhaber noch einmal deutlich verschärft. Auch mit der verpflichtenden Einführung eines Qualitätsmanagementsystems (QM) werden die Prozessanforderungen an die Hygiene und die Dokumentation sämtlicher Maßnahmen weiter steigen.

Umso wichtiger ist daher für die Zahnärzte, bereits bei der Einrichtung der Räume und bei Planung ihrer Investitionen darauf zu achten, dass sämtliche Vorgaben nicht nur eingehalten werden, sondern auch einfach in den Praxisalltag integrierbar sind. Bei Behandlungseinheiten bietet Morita daher intelligente Konzepte für die Wasserentkeimung und die automatische Selbstreinigung auf Knopfdruck. 

Nachvollziehbar, einfach und dokumentiert sollten die Reinigungs-, Sterilisations- und Desinfektionsprozesse in der zahnärztlichen Praxis sein; und das nicht erst nach der Umkehr der Beweislast im Klagefall. Dies alles sind zusätzliche Aufgaben für das zahnärztliche Team, die ebenso gewissenhaft erledigt werden müssen, wie die eigentliche Behandlung. Das japanische Traditionsunternehmen Morita hat deshalb bei der Konzeption seiner Behandlungseinheiten stets den Nutzen der Geräte sowohl für Anwender als auch für Patienten im Blick. Daher sind es vor allem die für eine effiziente Praxisführung praktikablen Lösungen sowie das intelligente Hygiene- und Qualitätsmanagement, die aus dem Hause des innovativen Dentalanbieters reüssieren. Oberflächen, Schläuche und Instrumente sind dabei so gestaltet, dass der Anwender sie ohne Probleme reinigen, sterilisieren oder autoklavieren kann . Die neue Premium-Behandlungseinheit Soaric , zum Beispiel beinhaltet das sogenannte „open door“-Prinzip. Dies erlaubt einen guten Zugang zu allen Elementen, die sowohl zur Reinigung der Einheit als auch zur technischen Wartung notwendig sind.

 

Keimbelastung

Strenge Maßgaben bestehen seit jeher für die wasserführenden Systeme in zahnärztlichen Praxen. Doch schon für die Wasseranschlüsse in der Praxis gelten andere Standards als bei normalen Gewerbebetrieben. Die maximale Belastung von 100 sogenannten Keimbildenden Einheiten (KBE) pro Milliliter Wasser an den jeweiligen Ausgabestellen, wie den normalen Wasserhähnen, aber zum Beispiel auch den Sprühwassersystemen an den Instrumenten der Behandlungseinheit, ist eine strenge Vorgabe. So sollte jede mögliche Verkeimungsquelle regelmäßig überprüft und im Idealfall dauerhaft ausgeschaltet werden. In einer Zahnarztpraxis nimmt das Wasser aus der Hausleitung, bis es als Sprühwasser aus der Dentaleinheit kommt, einen weiten Weg. Durch den Wasserlauf über die Leitungen hin zu den wasserverbrauchenden Instrumenten besteht eine erhöhte Kontaminationsgefahr; diese wird dadurch verstärkt, dass die Behandlungseinheit eine warme Umgebung und dadurch ein ideales Umfeld für Keime liefert. Während die meisten modernen Behandlungseinheiten bereits über eine leistungsfähige, zumeist integrierte Entkeimungsanlage verfügen, bietet diese allein keine Gewähr dafür, dass der Grenzwert für die Keimbelastung am Wasseraustritt eingehalten wird. Wasserinstallationen mit nicht oder nur selten genutzten Leitungen sowie abgestellte, „tote“ Leitungen können besondere Herde für einen Befall darstellen. Aus diesem Grunde sind regelmäßige Vorsichts- und Kontrollmaßnahmen unbedingt erforderlich. Hierbei steht am Anfang die mindestens einmal jährlich durchzuführende Überprüfung des Betriebswassers: In regelmäßigem Abstand sollte fachgerecht Wasser an unterschiedlichen Stellen – am Hauseingang, an der Etagenwasseruhr, an einem Waschbecken in der Behandlungsetage und an jedem Wasserauslass der Dentaleinheiten – entnommen werden, um es von einem fachkundigen Labor auf die Keimbelastung hin untersuchen zu lassen.

Die Behandlungseinheit Soaric von Morita hat insbesondere deshalb einen Vorteil, weil sie  eine permanente Entkeimung der wasserführenden Leitungen erlaubt.. Zusätzlich unterstützt Soaric durch die speziell ausgewählten Materialien und ihre Oberflächenbeschaffenheit eine effiziente Hygiene. Viele Formteile sind sogar mit Silberionen imprägniert, um antibakterielle Oberflächen zu erhalten. Darüber hinaus lassen sich bei Soaric beispielsweise sowohl die Stellfläche für den Mundspülbecher als auch das Mundspülbecken für die tägliche Reinigung abnehmen. Unkompliziert und ohne zusätzliches Werkzeug sind auch die Griffe der OP-Leuchte und der Arztelemente sowie die Assistenzinstrumente abnehmbar und zu säubern. So kann der Zahnarzt sicher und den strengen Hygienebestimmungen entsprechend arbeiten und das aufgrund der Zeitersparnis durch die einfachen Prozesse trotz allem wirtschaftlich.

 

Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität

Doch was, wenn bereits das zugeführte Leitungswasser nicht für eine Nutzung in der Behandlungseinheit geeignet ist? Hier haben sich die sogenannten Bottle-Care-Systeme bewährt. Dabei wird das Netzwasser von den schlauchgebundenen Instrumenten abgeschaltet und die Dentaleinheit aus Wasserflaschen versorgt. Eine weitere Möglichkeit der Wasserentkeimung besteht in der UV-Intensivbestrahlung. Aufgrund der vergleichsweise geringen Wasserverbrauchsmenge in zahnärztlichen Praxen und der langen Standzeiten, stellt dieses Verfahren aber eher die Ausnahme dar. Ein weiterer Lösungsansatz sind mechanische Wasserfeinfilter, die in den Wasserzufluß eingebracht werden. Durch einen sogenannten Vorfilter (100 Mikrometer) und einen Nachfilter (500 Mikrometer) werden sowohl Schwebeteile als auch Keime wirksam gestoppt. Zum Erhalt der Betriebssicherheit hat das japanische Traditionsunternehmen diese Filtersysteme in seinen sämtlichen Behandlungseinheiten integriert.

Eine weitere bewährte Maßnahme zum Schutz vor Keimbildung ist die sogenannte Beimpfung der integrierten Wasserbehälter mit Flüssigkonzentrat. Führende Gerätehersteller im Dentalbereich erreichen so seit rund zwei Jahrzehnten, dass das durchströmende Betriebswasser aus dem Behälter „geimpft“ wird. Die Keimneubildung kann so verhindert und eine erhebliche Keimreduzierung erreicht werden.

Neben der Kontamination durch den Wasserzulauf stellt auch die retrograde Keimbewanderung eine große Herausforderung dar. Hierbei kommt es zumeist durch den Rücklauf von Flüssigkeit aus Hand- und Winkelstücken und über Turbinen zur Verschmutzung der Saugschläuche. Morita hat insbesondere bei Soaric mit dem Rücksaugstopp und dem integrierten Schlauchspülsystem (Flushing) Standards für die einfache Einhaltung von Hygienerichtlinien gesetzt. Daneben zeichnen sich die Turbinen von Morita durch den einzigartigen sogenannten „Null-Rücksaugeffekt“ aus. Hierbei wird innerhalb der Rotorkapsel Luftdruck aufgebaut, der verhindert, dass kontaminierte Flüssigkeit zurückfließt – eine doppelte Sicherheit also für den Patienten.

 

Informationskästen:

Hygienisch und keimfrei von Anfang an: Tipp für die Planung und Umsetzung

Bereits bei der Planung einer neuen Praxis, aber auch bei Modernisierungs- und Umbauarbeiten sollten sämtliche Hygieneanforderungen besondere Beachtung werden. Ein wichtiger Partner, der sich mit den Vorgaben auskennt, ist der Fachhandel. Sowohl in der laufenden Praxis als auch gerade bei Praxisneuplanungen, Modernisierung und Umbauten kann dieser eine kompetente Praxisinstallationsplanung bieten. Ausgestattet mit Routine und Fachwissen ist er es, der dem Architekten oder Installateur Maßnahmen ins Pflichtenheft schreiben kann.

Wie auch bei jeder Tätigkeit am Patienten gilt: Durchführungsplan erarbeiten, aufschreiben, umsetzen und in regelmäßigen Abständen überprüfen. Gerade die dabei festgestellten Abweichungen sollten dokumentiert werden und können hilfreiche Anhaltspunkte geben, um den Ablauf weiter zu verbessern.

 

Studie der TU Dresden zur Aufbereitung von Übertragungsinstrumenten

Eine wissenschaftliche Untersuchung der TU Dresden beschreibt die Wirksamkeit der manuellen, händischen Wiederaufbereitung der Turbinen des japanischen Traditionsunternehmens. Die Studie kann bei Morita angefordert werden (info@morita.de).

 

Entkeimung für Betreiber älterer Behandlungseinheiten - Anodische Oxidation

Seit etwa 2002 hat sich die Anodische Oxidation bewährt. Bei diesem Verfahren wird in einer sogenannten Reaktoreinheit durch elektrische Energie (Annode/Kathode) aus dem Natrium des normalen Hauswassers Chlor erzeugt. Der danach erzielte Chloranteil des Wassers liegt innerhalb der Lebensmittelnorm und ist geschmacks-, sicht- sowie geruchsneutral. Es konnte wissenschaftlich bewiesen werden, dass – selbst bei nachträglicher Integration – ein vorhandener Biofilm ausgewaschen, inaktiviert und dessen Neubildung dauerhaft verhindert wurde.

Zur Integration der Anodischen Oxidation wird eine Ringwasserleitung gelegt. Der im Wasser erzeugte Chlorgehalt neutralisiert sich nach vier bis fünf Stunden und die Wirkung verfällt. Damit eine Verkeimung konstant verhindert werden kann, gibt es über Druckluft die Möglichkeit, eine automatische Pumpe einzubauen. Diese wälzt stündlich jeweils etwa zehn Minuten lang das Wasser aus dem Vorratsbehälter um und frischt es so auf. Das Verfahren ist umweltschonend, da Chlor ohne Chemikalien abgebaut wird und kein entsorgungspflichtiger Abfall entsteht. Dieses Verfahren hat zudem den Vorteil, Schwebeteile im Wasser für eine gewisse Zeit nicht anlagerungsfähig zu machen. Das schützt die Lumen und Ventile vor technischen Defekten. Darüber hinaus ist die Freie Fallstrecke (EN 1717) für die Gesamtheit der angeschlossenen zahnärztlichen Behandlungsplätze bereits integriert. Informationen: www.dwt-gmbh.com.

 

 

Weiterführenden Informationen:

Informationen über Wasserenthärtungsanlage gibt es zum Beispiel bei der Firma Grünbeck (www.gruenbeck.de), umfangreiche Daten zu Sanitärinstallationen bietet die Firma Viega – Wassertechnik/Attendorn (www.viega.de).

Autor: Horst Willeweit/J. Morita Europe GmbH

Foto: © J. Morita Europe GmbH
Mehr News aus Praxishygiene

ePaper

Anzeige