Recht 24.04.2026
Wegen gefälschter Zahnbürstenköpfe: Amazon und Philips reichen Klage ein
Dem Beklagten wird vorgeworfen, gefälschte Philips-Zahnbürstenköpfe verkauft zu haben. Die Klage zielt auf Schadensersatz für Philips sowie eine Unterlassungsverfügung ab. Amazon und Philips halten diese Maßnahmen für notwendig, um rechtmäßige Verkäufer, Markeninhaber, Kundinnen und Kunden und den Amazon Store zu schützen.
Die von Amazons Counterfeit Crimes Unit (CCU) in Zusammenarbeit mit Philips durchgeführte Untersuchung umfasste mehrere Testkäufe, die die Fälschung der vom Beklagten über Amazon verkauften Produkte aufdeckten. Die gefälschten Zahnbürstenköpfe wiesen sichtbare Qualitätsmängel auf, bestanden aus minderwertigen Materialien und verfügten nicht über die innovative Technologie, die in echten Philips-Produkten enthalten ist. Dadurch wurden sowohl die Funktionalität als auch die klinischen Ergebnisse und die Kompatibilität mit Philips-Zahnbürsten beeinträchtigt.
Die Untersuchung warf Zweifel an der Echtheit und Richtigkeit bestimmter Rechnungen auf, die Amazon zur Überprüfung der Produktechtheit vorgelegt worden waren. Als Amazon den vermeintlichen Lieferanten direkt kontaktierte, bestätigte dieser, dass die Rechnungen anhand der Rechnungsnummern in seinem System nicht verifiziert werden konnten.
Amazon sperrte das Verkäuferkonto des Beklagten, nachdem sich der Verdacht von Fälschungsaktivitäten verdichtet hatte, entfernte die entsprechenden Angebote aus dem Store und kontaktierte proaktiv die betroffenen Kundinnen und Kunden, um ihnen den Kaufpreis vollständig zu erstatten, ohne dass die Kundinnen und Kunden selbst etwas unternehmen mussten. Amazon und Philips gehen nun gemeinsam rechtlich gegen den mutmaßlichen Täter vor, um diesen zur Verantwortung zu ziehen.
„Amazon verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber gefälschten Produkten in unserem Store. Sobald wir den mutmaßlichen Täter identifiziert hatten, der gefälschte Zahnbürstenköpfe verkaufte, ergriffen wir Maßnahmen zum Schutz unserer Kundinnen und Kunden“, sagte Kebharu Smith, Leiter von Amazons Counterfeit Crimes Unit. „Diese Durchsetzungsmaßnahme sendet eine klare Botschaft: Wenn jemand versucht, Fälschungen in unserem Store zu verkaufen, werden wir ihn finden, stoppen und mit allen verfügbaren rechtlichen Mitteln zur Rechenschaft ziehen, einschließlich Schadensersatzforderungen und strafrechtlicher Verfolgung.“
Fortlaufende Investitionen in den Schutz geistigen Eigentums im Vorfeld des World IP Days
Dieser Fall ist der jüngste in der laufenden Zusammenarbeit von Amazon mit führenden Marken, um rechtliche Schritte gegen Fälscher einzuleiten. Im Vorfeld des Welttags des geistigen Eigentums (World IP Day) am Sonntag, dem 26. April, bekräftigt Amazon sein anhaltendes Engagement für den Schutz geistigen Eigentums und die Bekämpfung von Fälschungen. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat Amazons Counterfeit Crimes Unit mehr als 32.000 Akteure mit schlechten Absichten durch Klagen und strafrechtliche Verweisungen an Strafverfolgungsbehörden in 14 Ländern verfolgt.
Proaktive Kontrollen
Amazon verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber gefälschten Produkten. Wir ergreifen proaktive Maßnahmen, um zu verhindern, dass gefälschte Produkte im Store gelistet werden, und überwachen unseren Store kontinuierlich. Wenn wir ein Problem feststellen, handeln wir umgehend, um Kundinnen und Kunden und Marken zu schützen, unter anderem durch die Entfernung gefälschter Angebote und die Sperrung von Konten. Wir werden weiterhin mit Marken und den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten, um unsere Kundinnen und Kunden vor Akteuren mit schlechten Absichten zu schützen, die es auf den Missbrauch unseres Stores abgesehen haben.
Quelle: Amazon Deutschland Services GmbH