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Recht 14.05.2014

Diensthandy gestohlen: Arbeitnehmer muss meist nicht haften

Diensthandy gestohlen: Arbeitnehmer muss meist nicht haften

Wird Arbeitnehmern ihr Dienstlaptop oder -handy gestohlen, haften sie dafür in der Regel nicht. Denn diese Gegenstände sind Eigentum des Arbeitgebers, der meist gegen mögliche Schäden oder Verluste versichert ist.

Zahlt die Versicherung nicht, kann der Arbeitgeber in manchen Fällen den Beschäftigten in Regress nehmen. Entscheidend sei dabei die Frage, ob und in welchem Maße der Arbeitnehmer fahrlässig gehandelt habe, erklärt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht. „Ist mir der Laptop beispielsweise während einer Zugfahrt gestohlen worden, auf der ich drei Stunden nicht an meinem Platz war, ist das grob fahrlässig.“

Wird das Diensthandy dagegen aus der Jackentasche gestohlen, kommt allenfalls leichte Fahrlässigkeit in Betracht. Wie viel Arbeitnehmer gegebenenfalls ihrem Chef ersetzen müssen, hängt also immer davon ab, wie schwer ihr fahrlässiges Verhalten wiegt. Grundsätzlich gilt: Je wertvoller die vom Arbeitgeber ausgeliehenen Gegenstände sind, umso sorgsamer muss der Beschäftigte mit ihnen umgehen.

Quelle: dpa

Foto: © Kautz15 - Fotolia.com
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