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Statements 03.11.2011

Die zahnärztliche Patientenberatung – mit Kompetenz und Verantwortung für unsere Patienten

Dr. Udo Lenke
Dr. Udo Lenke
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Die zahnärztliche Patientenberatung – mit Kompetenz und Verantwortung für unsere Patienten

Statement von Dr. Udo Lenke, Kammerpräsident der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg

 

Auf Basis der deutschen Heilberufe-Kammergesetze der Länder besteht eine Aufgabe der Heilberufekammern darin, bei der Förderung und dem Schutz der (Mund-)Gesundheit der Bevölkerung mitzuwirken. Vor diesem Hintergrund haben die zahnärztlichen Körperschaften bundesweit seit den 1990er-Jahren ein flächendeckendes Netz von zahnärztlichen Patientenberatungsstellen aufgebaut. Hier erhalten bei Bedarf alle Patientinnen und Patienten in den Patientenberatungsstellen kostenfreie Informationen zu allen Fragen der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, eine unabhängige zahnärztliche Zweitmeinung sowie eine individuelle Beratung. Die aufgrund des zahnmedizinischen Sachverstands erbrachten Leistungen durch geschulte Beratungszahnärzte sind in dieser Form in Deutschland einmalig.

Allerdings ist der bundesweite gesellschaftliche Trend zu mehr Verbraucherschutz und auch Patientenschutz ungebrochen und in den Fokus der Politik gerückt. Von der Regierungskoalition wurden dazu bereits Eckpunkte für ein Patientenrechtegesetz auf den Weg gebracht, das demnächst im Bundestag verabschiedet werden soll. Vor diesem Hintergrund hat sich auch das Umfeld Patientenberatung in Deutschland stark verändert. So bietet zum Beispiel die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) seit Januar 2011 ein kostenfreies Informations- und Beratungsangebot für die Bevölkerung an.

Die deutsche Zahnärzteschaft ist gefordert, sich dem veränderten Umfeld anzupassen. Das seit Jahren erfolgreiche Angebot zahnärztlicher Patientenberatung als ein Teil unseres gesellschaftspolitischen Engagements muss in der deutschen Bevölkerung mehr wahrgenommen werden! Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, gilt es zu handeln. Wir müssen den Bekanntheitsgrad und die Leistungen unseres umfangreichen Netzwerkes an neutraler Patienteninformation, Patientenberatung, zahnärztlicher Zweitmeinung, Gutachterwesen und Schlichtungsstellen der Zahnärzteschaft in Deutschland stärker ausbauen und publik machen.

Die baden-württembergische Zahnärzteschaft ist in Sachen Patientenberatung bereits gut aufgestellt. Die intensive Zusammenarbeit mit dem Beratungsteam der UPD Stuttgart in Form eines Kooperationsvertrages sieht beispielsweise vor, dass Patienten mit zahnärztlichen Fragen von der UPD an die Patientenberatungsstellen der Zahnärzteschaft verwiesen werden. Zudem ist die Erweiterung der für die Patienten kostenlosen Patientenberatung im Land geplant. So wird sukzessive das zweistufige Beratungsmodell mit derzeit rund 70 Beratungszahnärztinnen und -zahnärzten mit zusätzlichen Beraterschulungen ausgebaut und die Erreichbarkeit der telefonischen Hotline für alle vier Zahnärztehäuser im Land verbessert. Derzeit wird dazu vom Informationszentrum Zahngesundheit Baden-Württemberg im Auftrag von Kammer und Kassenzahnärztlicher Vereinigung ein Konzept erarbeitet, das auch zusätzliche Marketingmaßnahmen vorsieht. Geplant sind neben neuen Radiospots die Schaltung von Anzeigen und Auftritte bei Facebook und Twitter mit konkreten Hinweisen auf das zahnärztliche Beratungsangebot. All diese Maßnahmen führen zu einer nachhaltigen zahnärztlichen Patientenberatung als Ausdruck eines verantwortungsvollen gesellschaftlichen Engagements des zahnärztlichen Berufsstandes.


Foto: © Privat
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