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Foto: proDente

Branchenmeldungen 03.07.2012

Anzahl angestellter Zahnärzte steigt

Die Anzahl in Praxen angestellter Zahnärztinnen geht deutlich nach oben. Einerseits mag dies mit einer geplanten Familiengründung zusammenhängen, andererseits aber auch mit der bei Zahnärztinnen offenbar favorisierten längeren „Trainingsphase“ im Angestelltenstatus vor der eigenen Niederlassung.

Und manche sehen diese Phase gar nicht als Übergangszeit, sondern sehen sich in ihrem Berufsleben auf der Seite der angestellten Mitarbeiter in einem Team. Und so verwundert es nicht, dass die Anzahl der angestellten Zahnärztinnen zwischen 2002 und 2010 von 3399 auf 6514 anstieg. Allerdings: Auch die Anzahl der angestellten Zahnärzte/männlich ist in diesem Zeitraum nach oben geklettert: von 2791 (2002) auf nun 3777 (2010).
 
25 % aller Zahnärztinnen in Praxistätigkeit angestellt – und 10 % der Zahnärzte

Der Anteil der angestellten Zahnärzte/männlich an der Gesamtzahl der in der Praxis tätigen männlichen Zahnärzte hat sich von 7,2 % im Jahr 2002 auf 9,8 % im Jahr 2010 erhöht, während die Gesamtzahl aller Zahnärzte/männlich im gleichen Zeitraum dagegen leicht gefallen ist. Die Vergleichszahlen zu den angestellten Zahnärztinnen: Ihr Anteil an der Gesamtzahl der in der Praxis tätigen Zahnärztinnen ist von 15,1 % (Jahr 2002) auf 24,5 % (Jahr 2010) gestiegen, ebenso gestiegen ist die Gesamtzahl der Zahnärztinnen. Rund 10 % aller in einer Praxis tätigen Zahnärzte/männlich sind derzeit Angestellte, mit steigender Entwicklung, bei den Zahnärztinnen sind es rund 25 %. Dies macht deutlich, so der Dentista Club, dass Konzepte rund um Work-Life-Balance nicht nur als Thema für Zahnärztinnen, sondern mindestens auch für die nachwachsende Generation an jungen Zahnärzten Sinn macht. Die Zahnärztinnen haben gewissermaßen eine „Lokomotiven-Funktion“ im Berufsstand und gestalten seine Zukunft entscheidend mit. Nicht zuletzt die Entwicklungen im Bereich Berufsausübung und Angestellten-Tätigkeitkeit untermauern den Sinn der Zusammenarbeit des Dentista Clubs mit der Bundeszahnärztekammer zur Entwicklung sinnvoller Rahmenbedingungen.
 
Hintergrund:

* Zahnärzte/männlich: Während sich in den Jahren 2002 bis 2006 die Anzahl der angestellten Zahnärzte/männlich eher leicht reduzierte, steigt sie seither sprunghaft nach oben – von 2532 (Jahr 2006) auf 3775 (Jahr 2010) und damit um immerhin 49 %. Allein zwischen 2007 und 2010 stieg die Anzahl der angestellten männlichen Zahnärzte um rund 1000 (von 2776 auf 3775).
* Zahnärztinnen: Seit 2002 wuchs die Zahl der Anstellungen langsam, aber stetig. Auch hier gibt es aufgrund der neuen Gesetzeslage einen Sprung ab 2006: Die Zahl der Anstellungen stieg von damals 3850 auf 6514 (Jahr 2010) und damit um 69 %.
 
Das steigende Interesse der Zahnärzte/männlich an einer Angestelltentätigkeit wird auch im Hinblick auf die Entwicklung im Bereich Niedergelassene gesehen werden müssen: Im Zeitraum 2002 bis 2010 ging die Anzahl der männlichen niedergelassenen Zahnärzte zurück – von damals 35.800 auf 34.595, damit waren 1205 Zahnärzte weniger in Niederlassung als im Jahr 2002. Die Entwicklung bei den Zahnärztinnen im Vergleichszeitraum: Zwischen 2002 und 2010 stieg die Zahl der niedergelassenen Zahnärztinnen von 19060 auf 20088 – damit gab es 1028 niedergelassene Zahnärztinnen mehr als im Jahr 2002.

Quelle: Statistisches Jahrbuch der Bundeszahnärztekammer 2010/2011, Dentista Club

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