Praxismanagement 25.05.2012

Existenzgründung: Durchstarten ohne Bauchschmerzen

Existenzgründung: Durchstarten ohne Bauchschmerzen

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Aller Anfang ist schwer, aber gleichzeitig auch die einmalige Gelegenheit, eine Existenzgrundlage zu schaffen, die als Basis für ganz persönliche Zukunftsvisionen dient. Denn auch wenn ein junger Zahnarzt keine einschlägigen Erfahrungen als Selbstständiger hat – wenn er von Beginn an Fehler vermeidet, kann er die eigene Praxis genau nach seinen Vorstellungen aufbauen: Ökonomisch sinnvoll, mit einem Team, das ihn unterstützt, und mit einer ausgewogenen Work-Live-Balance.

Wer seine Praxis professionell führen will, erhält möglichweise neue Impulse, wenn er sein Konzept von einem unabhängigen Fachmann beurteilen lässt und ein Feedback einholt. Insbesondere weil der Staat solche Leistungen fördert, selbst wenn der Antragsteller unter einem Jahr selbstständig arbeitet. So haben Existenzgründer die Gelegenheit, von Anfang an das betriebswirtschaftliche Fundament zu gießen, die strukturelle Weichenstellung zielorientiert auszurichten und gleich den korrekten Umgang mit dem Personal zu erlernen. Grundsätzlich ist es einfacher und kostengünstiger, neue Strukturen zu bilden, als bereits etablierte Verhaltensmuster aufzubrechen, um sie anschließend neu zu definieren. Die Zuschüsse sind durchaus beachtenswert. Existenzgründer aus den „alten“ Bundesländern haben einen Anspruch von 50 Prozent Förderung auf eine Beratungsleistung, während ihre Kollegen aus Ostdeutschland sogar 75 Prozent Förderung auf eine Beratungsleistung geltend machen können. Das Beraterhonorar muss allerdings in beiden Fällen unter 6.000 Euro liegen. Dies ist in der Regel der Fall. Auch dürfen Praxisgründer nicht schon andere staatliche Fördermittel erhalten haben.

Wirtschaftlich gesund von Anfang an
Liquiditätsengpässe sind typisch für die ersten Jahre der Selbstständigkeit und bringen den Prozess der Praxisgründung nicht selten ins Stocken. Regel Nummer eins lautet deshalb: Die meist knappen finanziellen Ressourcen möglichst effektiv einzusetzen, um ökonomische „Kinderkrankheiten“ gar nicht erst aufkommen zu lassen. Eine zweite Meinung oder ein externer Einblick als Hilfeleistung für den Existenzgründer beinhaltet deshalb auch einen prüfenden Blick auf die finanzielle Ausgangsbasis. Dazu gehört nicht nur eine gründliche Analyse der betriebswirtschaftlichen Lage und wichtiger Kennzahlen, sondern auch die Entwicklung effektiver organisatorischer Strukturen. Denn Auflagen und Anforderungen des Gesetzgebers haben den Alltag in deutschen Zahnarztpraxen komplizierter gemacht. Eine vorausschauende Terminbuchplanung und ein aussagekräftiges Qualitätsmanagement fördern einen reibungslosen Ablauf.

Auch unter Druck Mensch bleiben
Was viele Praxisgründer unterschätzen, sind die Anforderungen, die als Chef im weißen Kittel auf sie zukommen. Personalführung steht an der Universität nicht auf dem Studienplan und auf Erfahrungswerte können wohl nur die wenigsten zurückgreifen. Dabei gibt es erlernbare Mechanismen und Verhaltensweisen, die jeden Zahnarzt in die Lage versetzen, aus Mitarbeitern ein motiviertes Team zu formen. Gerade in der stressigen Gründungsphase ist ein selbstständig arbeitender Zahnarzt auf Personal angewiesen, das seine Pläne mitträgt und nicht nur Dienst nach Vorschrift verrichtet. Entsprechende Schulungen eröffnen Existenzgründern Expertenwissen, das sich auszahlt. Denn Fehler bei der Personalwahl kosten nicht nur Nerven, sondern bares Geld. Wer seinen Mitarbeitern Wertschätzung entgegenbringt und bereit ist, außergewöhnliche Leistungen zu belohnen, tut damit letztendlich vor allen Dingen sich selbst einen Gefallen. Zahnärzte gehören zu  den Berufsgruppen, die oft erst zu spät merken, dass sie physischen und psychischen Schaden nehmen, wenn sie sich selbst vernachlässigen. Ein ausgeglichenes Verhältnis der Beziehungen zwischen Zahnarzt, Personal, Patienten und Familie ist das beste Mittel, um gesund zu bleiben – und damit auch fit für den Weg bis zur eigenen Praxis.

Kontakt

OPTI Zahnarztberatung GmbH
Christian Henrici
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Tel.: 04352 956795
E-Mail: info@opti-zahnarztberatung.de
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