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Cosmetic Dentistry 08.08.2011

Farbsichere und wirkungsvolle Restaurationen

Farbsichere und wirkungsvolle Restaurationen

Die Entwicklung eines einzigartigen durchgängigen keramischen Systems (Ceramco® iC, Dentsply Hanau) ermöglicht die Verwendung einer einzigen Keramiklinie zur Herstellung von metallkeramischen, Press-to-Metal und vollkeramischen Restaurationen. So können Sie prothetische Versorgungen in Form von geschichteter Metallkeramik, in gepresster Vollkeramik und in der Überpresstechnik auf Metall mit nur einem einzigen Keramikmaterial realisieren. Ceramco iC unterstützt Sie somit, Ihre Fertigungskapazitäten im Labor maximal zu erweitern sowie Effizienz und Flexibilität zu erhöhen. Ceramco iC, das integrierte Keramiksystem, erfüllt die Anforderungen von Flexibilität, Wirtschaftlichkeit, Verlässlichkeit und Ästhetik mit Leichtigkeit.

Selbst herausfordernde Fälle wie zentrale Frontzahnrestaurationen im Oberkiefer lassen sich damit ästhetisch ansprechend lösen, wie der vorliegende Fall einer natürlich wirkenden Restauration durch Verwendung von Ceramco iC bei individueller Überschichtung vollkeramischer Presskappen zeigt.

Behandlungsplan


Die Patientin, eine achtundzwanzigjährige Frau, wurde nach einer dreijährigen kieferorthopädischen Behandlung vorgestellt. Ihr hauptsächliches Problem war die mangelhafte Ästhetik der Oberkieferzähne (12-22) und ihr Anliegen war eine Verbesserung dieser Situation. Die Anamnese war unauffällig und es lagen keine Kontraindikationen für eine Zahnbehandlung vor. Wie Abbildung 1 zeigt, waren diese Zähne metallkeramisch restauriert worden. Hierin lag das Bemühen, ein besonders natürliches Aussehen zu erzielen. Durch einen zwischenzeitlichen Rückgang der Gingiva zeigten die Restaurationen jedoch einen übermäßig exponierten Kronenrand. Berücksichtigt werden sollte zudem das Erscheinungsbild des Diastemas zwischen den Einsern und der dazugehörigen Papille. Ein Behandlungsplan sollte so ausgelegt werden, dass er diesen Problemen Abhilfe schafft.

Die Behandlungsmöglichkeiten wurden mit dem Zahnarzt, der Patientin und dem Dentallabor besprochen. Wir entschieden uns dafür, die vorhandenen Metallkeramikkronen durch metallfreie, leucitverstärkte Vollkeramikrestaurationen zu ersetzen, da diese für eine solche Versorgung indiziert sind. Die Planung mit konventionellen Acrylzähnen (Abb. 2, Candulor AG, Wangen, Schweiz) half bei der Orientierung, welche Form der Restauration zielführend sei. Der endgültige Farbton jedoch müsste heller sein, aber trotzdem natürlich aussehen. Nach den Besprechungen zwischen der Patientin, dem behandelten Zahnarzt und mir selbst entschieden wir uns, vollkeramische Presskronen anzufertigen, die über den gepressten Dentinkern individuell geschichtet werden sollten, um eine optimale  Ästhetik zu erreichen. Für diesen Fall wurde das Ceramco iC System ausgewählt. Diese Wahl wurde getroffen, da es sich um ein integriertes System handelt, das eine ausgezeichnete Ästhetik und Farbwiedergabe in komplexen Kombinationsfällen aufweist. Die Transluzenz der vollkeramischen Rohlinge sowie die Dentin- und Glasurkomponenten der Veneerkeramik bieten ein weites Spektrum der Farbwiedergabe. Darüber hinaus ist das System für das Labor effizient einsetzbar.

Anfertigung der Restauration


Die vorhandenen Kronen wurden entfernt. In Anlehnung an die Farbauswahl wurde eine Zusammenstellung von Presskeramikrohlingen in der Farbe B1 ausgewählt sowie das dazugehörige Dentin- und Schmelzfarbensystem. Die Rohlinge wurden gepresst und mit unterschiedlichen Opalschneiden individuell geschichtet. Opaleszenz ist eine wünschenswerte Eigenschaft, mit der die Ästhetik von zahntechnischen Restaurationen verbessert wird. Eine zusätzliche Charakterisierung im Bereich der Mamelons und Inzisalkanten wurde durch Verwendung der natürlich durchscheinenden und weißen Glasuren erreicht. Die daraus resultierende Ästhetik war sehr zufriedenstellend. Bei dem Mal- und Glanzbrand wurden feine Haarrisse eingelegt, um die natürliche, ästhetische Erscheinung zu verbessern (Abb. 3).

Das Glasur-Malverfahren findet im System von Ceramco iC in einem Vorgang statt und ist dadurch sehr anwenderfreundlich. Erst wird eine hauchdünne Glasurschicht appliziert, in welche dann Malfarbe eingeschichtet wird. Durch die feinen Leucit-Kristalle in der Glasurmasse wird die Malfarbe gebunden und somit die Einschichtung erleichtert. Effekte, wie in diesem Fall beispielsweise die inzisalen Sprünge, die sonst aufwendig in die Schneide geschichtet werden müssen, können mühelos eingemalt werden. Anschließend wird in einer Brandführung der finale Oberflächenglanz erzeugt. Die Glasurmasse diffundiert zusammen mit der Malfarbe in die oberste Schicht der aufgetragenen Keramik. Nach dem Brand kann mit rotierenden Instrumenten aus Ziegenhaarbürstchen poliert werden. Dadurch ist die Gefahr des Auftretens von unterschiedlichen Oberflächen gebannt. Im Mund der Patientin erscheinen Oberfläche und eingebrachte ästhetische Charakteristika in der natürlichen Umgebung der Nachbarzähne und im Lippenbild sehr harmonisch. Durch die adhäsive Verklebung verschmelzen die Vollkeramikkronen mit ihrer natürlichen Umgebung.

Ästhetisches Ergebnis und Eingliederung


Die vollkeramischen Restaurationen wurden mit einem Adhesive Resin Cement System (RelyXTM ARC, 3M ESPE, Seefeld, DE) eingegliedert. Abbildung 4 zeigt die Restaurationen eine Woche nach der Eingliederung. Die Probleme mit den Randspalten und dem Erscheinungsbild des Diastemas wurden behoben. Die Ästhetik des abgeschlossenen Falls wird weiter in den Abbildungen 5 bis 8 gezeigt. Es ist uns gelungen, das äußere Erscheinungsbild der Zähne 12 bis 22 sehr gut zu gestalten, was sich in der Zufriedenheit der Patientin äußerte. Die sehr gute Zahnfleischverträglichkeit, die durch die Wahl von Ceramco iC erreicht wurde, ermöglichte sowohl den zufriedenstellenden Abschluss des Falles als auch ein unbeschwertes Lächeln. Bei entspannter Lippe wirken die vollkeramischen Schichtkronen aus unterschiedlichen Betrachtungspositionen in voller Schönheit. Darüber hinaus ist es uns gelungen, das Diastema auf Wunsch der Patientin zu schließen. Die Patientin war vom ersten Moment an von ihren „neuen Zähnen“ begeistert (Abb. 9). Nach den Erfahrungen des Verfassers bietet das Ceramco iC System im Dreieck von Patient, Zahnarzt und Dentaltechnik ein ausgezeichnetes Lösungspotenzial auf dem Gebiet der metallfreien Zahnersatzsysteme. Es liegt im Trend der momentanen Entwicklung von ästhetischen, keramisch hochwertigen Varianten und bietet Patienten, Zahnärzten und Zahntechnik eine verbesserte intraorale Funktion, Farbsicherheit mit maximal ästhetischer Wirkung. 

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