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Cosmetic Dentistry 15.03.2016

Maximaler Zahnerhalt und Ästhetik mit Minimal-Prep-Teilveneer

Maximaler Zahnerhalt und Ästhetik mit Minimal-Prep-Teilveneer

In weiten Teilen der heutigen Gesellschaft besteht ein ausgeprägter Wunsch nach möglichst hellen, perfekt geformten Zähnen. Laut einer Studie des King’s College London symbolisieren schöne Zähne nicht nur Gesundheit, sondern erhöhen auch maßgeblich die beruflichen Aufstiegschancen. So fordern immer mehr Patienten zahnhartsubstanzschonende Verfahren, die gleichzeitig ein hohes Maß an ästhetischer Wertigkeit erfüllen. Minimal-Prep-Teilveneers stellen ein substanzschonendes Verfahren zur Korrektur der Zahnform und -farbe dar bei gleichzeitig maximaler adhäsiver Haftkraft durch die auf den Schmelz begrenzte Präparationsform.

Ein 20-jähriger Patient stellt sich in der Praxis mit dem Wunsch der ästhetischen Verbesserung seiner seitlichen Schneidezähne vor. Er empfindet die zapfenförmigen seitlichen Schneidzähne als nicht harmonisch und nicht im Einklang mit seiner sonst stattlichen männlichen Statur.  Zudem möchte er die Lücken zwischen den mittleren und seitlichen Schneidezähnen geschlossen haben. Die mittleren Inzisivi, welche bereits mit Compositefüllungen versorgt sind, möchte er so belassen.

Zahnmedizinisches Vorgehen

Initial wurde die Zahnfarbe mit dem VITA-Farbring (VITA Zahnfabrik) vom Zahntechnikermeister bestimmt. Von äußerster Wichtigkeit ist hierbei, dass dies vor der Präparation des Zahnes geschieht. Um eine optimale keramische Versorgung zu gewährleisten, wurden die Kanten des Zahnes abgerundet und minimalinvasiv supragingival präpariert. Eine ausführliche Foto- dokumentation mit Profil und intraoralen Bildern ist hierbei unverzichtbar, um eine zuverlässige Kommunikation zwischen Patient, Zahnarzt und Labor zu gewährleisten.

Zahntechnisches Vorgehen

Im Labor wurde ein Sägeschnittmodell mit dem Zeisersystem hergestellt. Auf dem Sägeschnittmodell wurde die gefaltete Platinfolie (Jensen Dental) nun mit einer Achatspatel auf dem Gipsstumpf adaptiert und anschließend die Keramik (GC Initial MC) auf die Platinfolie geschichtet.

Einsetzen

Das hauchdünne Teilveneer ist ohne adhäsiven Verbund mit der Zahnhartsubstanz sehr bruchanfällig und muss deshalb sehr sorgsam behandelt werden. Seine endgültige Festigkeit erhält das Teilveneer mit dem maximalen, auf den Schmelz begrenzten, adhäsiven Haftverbund. Nicht zu vernachlässigen ist die finale Kontrolle und das Entfernen von Kleberesten, um eine reizlose Gingiva zu gewährleisten.

Der Patient war mit dem Ergebnis sehr zufrieden: Auf minimalinvasivem Weg wurden die Lücken zwischen den mittleren und seitlichen Schneidezähnen geschlossen und die Zapfenform der seit- lichen Schneidezähne korrigiert.

Fazit

Auch bei Stellungs- und Formkorrekturen der Frontzähne ist es nicht immer notwendig, die komplette Front in die Restauration mit einzubeziehen. Im vorliegenden Patientenfall konnte durch das Kleben von Teil-Prep-Veneers ausschließlich auf die seitlichen Schneidezähne ein ansprechendes ästhetisches Ergebnis erzielt werden.

Foto: © Autoren
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