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Digitale Zahnmedizin 13.06.2018

DVT-Diagnostik zur OP-Planung bei Zahntransplantation

DVT-Diagnostik zur OP-Planung bei Zahntransplantation

Häufig ist die Röntgendiagnostik anhand von zweidimensionalen Bildern schwierig und unzureichend, was zu einer weder für den Behandler noch für den Patienten zufriedenstellenden Diagnostik führt. Digitale Volumentomografie-(DVT-)Aufnahmen von geeigneten qualitativ hochwertigen DVT-Geräten können in solchen Fällen mit geringer Strahlenbelastung und höchster Präzision wertvolle und essenzielle Details liefern, die die Therapie deutlich sicherer und erfolgreicher machen. Der folgende Patientenfall zeigt, wie mithilfe von 3D-Aufnahmen eine schonende Transplantation eines retinierten Zahnes erfolgen kann.

Die kompetenten Mitarbeiter des Cranium Instituts stehen Zahnärzten persönlich und hilfreich zur Seite – für mehr zufriedene und begeisterte Patienten, die ihren Zahnarzt gerne weiterempfehlen.

Patientenfall

Die Zahntransplantation stellt bei korrekter operativer Technik eine sichere Möglichkeit zum Ersatz verlorengegangener oder nicht angelegter Zähne dar. Allerdings sind bei der Indikationsstellung einige wichtige patientenspezifische Faktoren und vor allem die Anatomie des zu transplantierenden Zahnes entscheidend für den Erfolg.

Im hier vorgestellten Fall stellte sich die damals 9-jährige Patientin erstmals 2005 mit der Bitte des Kieferorthopäden zur Lagebestimmung des retinierten Zahnes 13 vor. Damals war die Standarddiagnostik zur Darstellung der zweiten Ebene in der ZHK noch die Oberkieferaufbißaufnahme, welche meist unzureichende Informationen lieferte (Bild 1). DVT-Geräte mit einer vertretbaren Strahlenbelastung waren auch in städtischen Ballungszentren noch nicht flächendeckend vorhanden.

Nach kieferorthopädischer Vorbehandlung wurde uns die Patientin im Jahr 2011 erneut vom Kieferorthopäden zugewiesen mit der Bitte um operative Freilegung oder Entfernung des Zahnes 13 und ggf. Transplantation in die originäre Position (Bild 2: OPG von 2011). Die Experten des Cranium Instituts erstellten ein DVT (3D-Accuitomo, Fa. Morita), um den genauen Entwicklungsstand des Zahnes, seine Lage und seine genaue Größe einschätzen zu können und damit eine zuverlässige Prognoseeinschätzung für eine Transposition von 13 abgeben zu können. Der Zahn wies eine ausgesprochen komplizierte Verlagerung zwischen medialer Kieferhöhlenwand, unterem Nasenboden und Gaumendach auf und wäre durch ein konventionelles kieferorthopädisch-chirurgisches Vorgehen nicht einzuordnen gewesen!

In Absprache mit den Eltern der Patientin und dem Kieferorthopäden wurde nach KFO-Feinkorrektur der Zahn 53 im Januar 2012 in Intubationsnarkose extrahiert und der Zahn 13 an seine Stelle transpositioniert, wobei aufgrund des nicht abgeschlossenen Wurzelwachstums auf eine endodontische Behandlung bewußt verzichtet wurde (Bilder 3 und 4). Der Eingriff konnte durch die aus dem DVT resultierenden hervorragenden Kenntnisse der individuellen Anatomie schonend und vorhersagbar durchgeführt werden!

Die Kontrollaufnahmen nach drei und zehn Monaten (Bilder 5, 6 und 7) und nach vier Jahren (Bilder 8 und 9) bestätigen den dauerhaften Erfolg der Therapie! Ohne die genaue Kenntnis der anatomischen Gegebenheiten durch das DVT wäre der Erfolg hier nicht mit vertretbarer Sicherheit erreichbar gewesen!

Autor: Dr. Markus Blume

Foto: Zahnchirurgie im Franziskanerhof, Brühl
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