Prophylaxe 25.04.2011

Die Heilinjektion in der Zahnarztpraxis

Jana Brandt
Jana Brandt
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Die Heilinjektion in der Zahnarztpraxis

Vielen Patienten kann mit einer Heilinjektion geholfen werden. Die Beschwerden sind ganz unterschiedlich und der Leidensweg unter Umständen entsprechend lang. Für die Patienten kann je nach Indikation eine sogenannte Heilinjektion die Beschwerden lindern oder sogar ganz auslöschen. In der Zahnarztpraxis wird diese Möglichkeit immer häufiger angeboten und erbracht.

Wichtig ist hierbei, dass man die Schmerzen, Beschwerden oder Äußerungen des Patienten ernst nimmt und offen darüber spricht. Oft sind diese Patienten froh, wenn sie hier auf ein offenes Ohr stoßen. Schmerzen bedeuten eine Einschränkung der Lebensqualität oder sogar Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit. Gemeinsam mit dem Behandler/-in kann hier vielleicht über die Möglichkeit einer Heilinjektion gesprochen werden. Grundlage ist die Bereitschaft der Assistenz zuzuhören und diese Beschwerden des Patienten richtig einzuordnen. Für das Leistungsspektrum der Praxis bedeutet dies ein Zugewinn, für die Patienten kann es zu einer Erleichterung der Leiden kommen.

Es lohnt sich also über die Heilinjektion in der Zahnarztpraxis nachzudenken und die Möglichkeiten der Umsetzung mit dem Praxisinhaber/ -in zu besprechen.

Beachten Sie für die Umsetzung folgende wichtige Punkte:

  • Die Heilinjektion ist eine private Leistung für GKV – Patienten, hierfür ist eine vorherige Aufklärung und eine Vertragsgestaltung gemäß BMV-Z § 4 Abs.5 /EKVZ § 7 Abs. 7 nötig.
  • Der Patient muss über alle Informationen verfügen, die im Zusammenhang mit der Heilinjektion stehen (Risiken, Maßgaben und Anordnungen).
  • Eine schriftliche Einverständniserklärung des Patienten ist dringend anzuraten.
  • Der Patient erhält ein Privatrezept mit der Angabe des Medikamentes und dem Zusatz „ad manus medici“ (zu Händen des Arztes).
  • In der Karteikarte müssen Medikament, Zusammensetzung/Potenz und Menge genau dokumentiert werden unter Angabe der Region.

Die Abrechnung dieser Leistung erfolgt mit der GOÄ – PKV Ä 267.

Sie können mit dieser außervertraglichen Leistung die Angebote Ihrer Praxis im Bereich Privatleistungen erweitern. Wichtig ist, dass Sie die vertraglichen Grundlagen berücksichtigen und eine schriftliche Vereinbarung treffen. Ich wünsche Ihnen und Ihren Patienten alles Gute.

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