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Branchenmeldungen 19.09.2016

13. Leipziger Forum für Innovative Zahnmedizin

Katrin Maiterth
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13. Leipziger Forum für Innovative Zahnmedizin

Das Leipziger Forum für Innovative Zahnmedizin hat sich seit Jahren einen festen Platz im Fortbildungskalender erobert. Am 16. und 17. September 2016 bot es den rund 200 Teilnehmern neben den traditionellen Vortragsblöcken zu den Schwerpunktthemen Implantologie und Allgemeine Zahnheilkunde mit dem integrierten Befundsymposium ein besonderes Highlight. Renommierte Experten sprachen hier über Algorithmen der Befunderhebung, -bewertung und -einordnung.

Das Leipziger Forum für Innovative Zahnmedizin gehört seit über einem Jahrzehnt zu den Veranstaltungen auch mit überregionaler Ausstrahlung. In alter Tradition hatten interessierte Teilnehmer am 16. und 17. September wieder die Möglichkeit, sich in den Disziplinen Implantologie und Allgemeine Zahnheilkunde weiterzubilden. Den Auftakt des Forums im pentahotel Leipzig machte Freitagmittag das Pre-Congress Symposium der Firma MIS. Dr. Mathias Plöger referierte hier über die Vorteile der digitalen Planung von augmentativen Maßnahmen bei komplexen Fällen. Im Anschluss daran stellte Christian Hebbecker das MGuide-Verfahren in der dentalen Implantologie vor.

Impressionen vom 13. Leipziger Forum für Innovative Zahnmedizin

In weiteren Seminaren konnten sich die Teilnehmer unter Anleitung von Dr. Theodor Thiele zu „Sinuslifttechniken und Chirurgie in der Kieferhöhle” sowohl theoretisch als auch praktisch weiterbilden. Dr. Tomas Lang führte interessierte Zahnärzte in einem kombinierten Theorie- und Demonstrationskurs in das Fachgebiet der Endodontie ein, während Dr. Dominik Nischwitz in einem Spezialistenkurs theoretisches und praktisches Wissen zur Biologischen Zahnheilkunde vermittelte. Wie ein erfolgreiches Personalmanagement aussehen kann, erfuhren die Seminarteilnehmer bei Prof. Dr. Thomas Sander und Prof. Dr. Leena Pundt. Diese gaben hilfreiche Tipps und Anregungen, wie sich trotz Fachkräftemangel geeignetes Personal finden und führen lasst. Auch ein konstruktives Konfliktmanagement sowie Arbeitgebermarketing waren Themen der Veranstaltung.

Schwerpunkt: Implantologie

Am Samstagvormittag erwartete die Teilnehmer des 13. Leipziger Forums für Innovative Zahnmedizin ein spannendes Vortragsprogramm zu den Schwerpunktthemen Allgemeine Zahnheilkunde und Implantologie. Im implantologischen Programm ging es um Konzepte, die sich im implantologischen Alltag bewährt haben. Prof. Dr. Dr. Ralf Smeets eröffnete das Podium mit seinem Vortrag „Autologer Knochen, allogener Knochen, Knochersatzmaterialien – Was nehmen wir nun beim Sinuslift, bei bukkalen Dehiszenzdefekten oder Kieferkammaugmentationen?“. Anhand klinischer Aufnahmen beschrieb er komplexe Fälle aus der Praxis und untermalte diese mit Ergebnissen aus klinischen Studien. Welche Therapiemöglichkeiten bieten sich bei einer ungünstigen implantologischen Ausgangssituation? Dieser Frage widmete sich Prof. Dr. Georg-H. Nentwig. Mithilfe visueller Befunde demonstrierte er ambulante Lösungsmöglichkeiten schwieriger Fälle.

Nach einer kurzen Pause referierte Dr. Kai Zwanzig unter der Fragestellung „Ist Allogen das neue Autolog?“ über die Anwendung und Risiken allogener Zell- und Gewebetransplantationen. Im Anschluss daran beschrieb Dr. Mathias Plöger in seinem Vortrag „Allogene Knochenblockaugmentationen bei Parodontitispatienten“ die Schwierigkeiten und die klinische Vorgehensweise bei dreidimensionalen Blockaugmentationen. Welche Anwendung der Laser in der Implantologie findet, wurde von Matthias Mergner, M.sc. veranschaulicht. Dabei lag der Fokus auf der antimikriobiellen Photodynamischen Therapie (aPDT), die sich zur Infektkontrolle in der Knochen- und Geweberegeneration bewährt hat.

Den Abschluss des implantologischen Programms machte Dr. Dominik Nischwitz. In seinem Vortrag führte er die Teilnehmer in sein selbst entwickeltes Bone Healing Protokoll ein. Hier referierte er über die intelligente Nährstoffversorgung zur optimalen Unterstützung der Knochenregeneration.

Schwerpunkt: Allgemeine Zahnheilkunde

Das Podium „Allgemeine Zahnheilkunde“ beschäftigte sich demgegenüber mit aktuellen Fragestellungen u.a. aus Parodontologie, Endodontie, Ästhetik sowie Praxismanagement und bot den Teilnehmern damit ein sehr abwechslungsreiches Programm. Die Vormittagssession wurde eröffnet von Prof. Dr. Georg Gaßmann mit einem disziplinübergreifend relevanten Thema, nämlich der Assoziation zwischen systemischen Erkrankungen und Parodontitis. Denn nicht nur die Haut ist ein Spiegel der Gesundheit, sondern auch die Mundhöhle: So gebe es Verbindungen u.a. zwischen einer chronischen Parodontitis und dem Risiko von Frühgeburten oder einem zu niedrigen Geburtsgewicht. Auch Osteoporose, Diabetes, rheumatoide Arthritis, Herz-Kreislauf- sowie pulmonale Erkrankungen seien mit einer Parodontitis assoziiert. Die Aufgabe des Zahnarztes sei es deshalb auch, seine Patienten auf mögliche Assoziationen aufmerksam zu machen – ohne dabei Angst zu verbreiten – und diese an entsprechende Fachärzte weiter zu „überweisen“.

Einem ganz anderen Thema widmete sich Prof. Dr. Thomas Sander. In seinem Vortrag demonstrierte er eindrücklich, wie erfolgreiche Zahnarztkollegen werben. Ob mit einem riesigen Plakat auf dem Supermarktparkplatz oder der Werbung auf dem Einkaufswagen: Erlaubt sei fast alles, wenn es darum gehe, die 10 Prozent wechselwilligen Patienten für sich zu begeistern. Vom Praxismarketing ging es wieder zurück an den Behandlungsstuhl: Was macht eine erfolgreiche Endo aus? Diese Frage wusste Prof. Dr. Christian Gernhardt zu beantworten. Nicht nur eine saubere Aufbereitung des Wurzelkanals sei wichtig. Mindestens genauso entscheidend für einen langfristigen Erhalt endodontisch behandelter Zähne sei die koronale Versorgung. Ein gut versorgter avitaler Zahn könne noch viele Jahre stabil im Gebiss seine Funktion erfüllen. Welche Möglichkeiten es gibt, einem Zahn – ob vital oder avital – relativ schnell und kostengünstig zu schöner Form und Farbe zu verhelfen, erklärte Dr. Jens Voss. Dabei sollte nicht das Hollywood-Lächeln angestrebt werden, sondern Verbesserungen am Gebiss sollten vor allem zum individuellen Gesicht passen.

Den Abschluss des Vormittagsprogramms machte Prof. Dr. Dr. Knut A. Grötz mit einem Vortrag zum Thema medizinische Leitlinien. Dass diese nicht nur richtig, sondern auch wichtig sind, wird deutlich, wenn man sich die vielen unterschiedlichen Meinungen und Herangehensweisen – oft auch veraltet – zu bestimmten Fragestellungen anschaut. Leitlinien beruhten demgegenüber auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, Studienergebnissen und in der Praxis bewährten Verfahren mit einer hohen Allgemeingültigkeit und seien deshalb gute Handlungsempfehlungen, wenn es um die Anwendung in der Praxis ginge. Am Beispiel der Weisheitszahnentfernung demonstrierte Grötz auf eindrückliche Art und Weise den Entstehungs- und Veränderungsprozess einer Leitlinie.

Neu: Von der Blickdiagnose zum komplizierten Fall

Als besonderes Highlight fand am Samstagnachmittag unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Theodor Thiele, M.Sc., erstmals das „Befundsymposium“ statt. Damit fand der bereits Anfang Juni in Warnemünde im Rahmen des Ostseekongresses angebotene Befundworkshop seine Fortsetzung. Im  Leipziger Symposium sollten die Algorithmen der Befunderhebung, -bewertung und -einordnung an ausgewählten Beispielen und für verschiedene Fachgebiete vorgestellt, für den klinischen Alltag nutzbar gemacht sowie die zentrale Rolle des Zahnarztes herausgearbeitet, verdeutlicht und vor allem diskutiert werden.

Die spannenden Vorträge am Samstag wurden durch ein begleitendes Kursprogramm zu den Themen Endodontie und Biologische Zahnheilkunde abgerundet. Parallel zu den Workshops und Vorträgen fand zudem ein zweitägiges Seminar zur Weiterbildung und Qualifizierung zur Hygienebeauftragen für die Zahnarztpraxis statt. Das erfolgreiche Kursformat von Iris Wälter-Bergob wurde 2016 komplett überarbeitet und neu aufgestellt. Denn viele kassenzahnärztliche Vereinigungen fordern mittlerweile einen 20-Stunden-Kurs mit einem praktischen Anteil, um den Anforderungen für den Sachkundenachweis auf dem Gebiet der Praxishygiene gerecht zu werden. Iris Wälter-Bergob gab den Kursteilnehmern einen idealen Zugang zum neuesten Stand von Wissen und Technik auf dem Gebiet der Praxishygiene. Besonderes Highlight war der Einsatz des DIOS HygieneMobils, wodurch eine besonders praxisnahe Ausbildung ermöglicht wurde.

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