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Branchenmeldungen 19.09.2016

1. Befundsymposium in Leipzig erfolgreich gestartet

Katja Scheibe
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„Mein Leipzig lob’ ich mir! Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute.“ Getreu dem Motto von Goethes Faust lockte die Messestadt am 17. September 2016 im Rahmen des 13. Leipziger Forums für Innovative Zahnmedizin (FIZ) zum 1. Befundsymposium unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Theodor Thiele, M.Sc. Nach der Auftaktveranstaltung des 1. Befundworkshops Zahnmedizin im Juni 2016 zum Ostseekongress/9. Norddeutsche Implantologietage in Warnemünde erfolgte nun mit dem Befundsymposium die erfolgreiche Fortsetzung in Leipzig.

Das 1. Befundsymposium beschäftigte sich am Wochenende intensiv mit den Algorithmen der Befunderhebung, -bewertung und -einordnung für die zahnmedizinischen Fachgebiete Implantologie, Oralchirurgie sowie Parodontologie. Ziel dieser Veranstaltung war es, die Intuition der Teilnehmer für die klinische Befunderhebung und -bewertung zu schärfen. Anhand von ausgewählten Beispielen wurde die zentrale Rolle des Zahnarztes herausgearbeitet, verdeutlicht und vor allem diskutiert.

 

Das Befundsymposium als Highlight beim 13. Leipziger Forum für Innovative Zahnmedizin

In Vertretung von Prof. Dr. Hans Behrbohm eröffnete Dr. Theodor Thiele, Fachzahnarzt für Oralchirurgie aus Berlin, mit einer einleitenden Frage „Visuelle Organbefunde – essenziell oder verzichtbar?“ das Symposium. „Der visuelle Organbefund steht am Anfang jeder Behandlung. Je mehr Befunde der Arzt kennt, desto größer ist seine klinische Erfahrung und desto schärfer ist sein diagnostischer Blick“, so Thiele. Auf der Basis visueller Befunde im Zuge der klinischen Untersuchung lassen sich durch den Behandler aufgrund seiner Erfahrungen typische Symptome herausfinden, aus denen sich die Diagnose erschließt. In Behrbohms Ausführungen ging er auf pathogene sowie typische Befunde ein und beschrieb die Verdachtsdiagnostik als entscheidend.

Die Befunderhebung aus chirurgischer Sicht wurde anschließend von Prof. Dr. Dr. Knut A. Grötz, Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden, dargestellt. Sein Fokus lag dabei auf der systematischen Diagnostik, denn „typische Symptome weisen auf eine Vielfalt unterschiedlicher möglicher Erkrankungen hin“, erläuterte Grötz. Wichtig sei eine detaillierte Befunderhebung „vom Physiologischen zum Pathologischen, d. h. das Normale kennen, um das Krankhafte zu erkennen“. Je mehr Indizien vorhanden sind, desto spezifischer wird die Evaluation aus chirurgischer Sicht, betonte Grötz.

Dr. Theodor Thiele thematisierte in seinem Vortrag „Seltene Erkrankungen? Oder der visuelle Organbefund!“ die Befunderhebung und -bewertung aus implantologischer Sicht. Große Relevanz nahm in seinen Ausführungen der Gesichtseindruck (Mund, Augen etc.) des Patienten ein. Anhand von aussagekräftigem Bildmaterial beschrieb er die visuellen Merkmale von ausgewählten Grunderkrankungen. Ebenso ging er auf die Problematik der zeitlichen Veränderungen ein: „Befunde, die früher häufig waren, z. B. Tuberkulose, Syphilis und Lues, sind heute selten, treten aber zunehmend wieder in Erscheinung.“ Eine besondere Herausforderung auf diesem Gebiet stelle aktuell die Migration von Flüchtlingen dar, erläutert Thiele. Seinen Vortrag schloss er mit einem Quiz zur Vertiefung der erworbenen Kenntnisse.

Nach einer kurzen Pause und dem Besuch der Industrieausstellung stand der Vortrag von Prof. Dr. Georg Gaßmann, Studiengangsleiter Dentalhygiene und Präventionsmanagement der praxisHochschule, auf der Agenda. Er beleuchtete die Befunderhebung und -bewertung aus parodontaler Sicht. Besonderes Augenmerk lag in der Interdisziplinarität von Parodontitis und der Allgemeingesundheit. Er stellte Zusammenhänge dar und verwies in seinen Ausführungen auf praxisrelevante Fälle. Gaßmann wies darauf hin, dass besonders in der Blickdiagnostik darauf zu achten sei, welcher Zahnfleischtypus vorliegt. Weiterhin sei die Schaffung einer dreidimensionalen Vorstellung des Defektes durch Sondierung unerlässlich. Eine spannende Podiumsdiskussion mit den Referenten rundete das Symposium ab. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, eigene Praxisfälle vorzustellen, um gemeinsam mit den Referenten nach einem Lösungsansatz zu suchen bzw. die eigene Vorgehensweise zu erläutern.

Fazit dieser Veranstaltung: Der berühmte Blick über den Tellerrand nimmt in der zahnmedizinischen Befunderhebung, -bewertung und -einordnung eine wichtige Rolle ein. Das geschulte Auge und ein umfangreiches Fachwissen bilden eine solide Grundlage für eine erfolgreiche Therapie.

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