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Branchenmeldungen 02.03.2020

3D-Planung und digitaler Workflow: präzise und einfach!

3D-Planung und digitaler Workflow: präzise und einfach!

Die Digitalisierung in der Medizin und Zahnmedizin schreitet unaufhaltsam voran. Der vollständig digitale Workflow ist schon lange keine Fiction mehr. Dennoch, durchsetzen wird sich die Digitalisierung aber erst dann und dort, wo sie zum einen reibungslos funktioniert, wirtschaftlich und für alle Beteiligten von Vorteil ist.

Im Interview mit dem Implantologie Journal stellt Dipl.-Ing. Dipl.-Inform. Frank Hornung ein neuartiges 3D-Planungs- und Fertigungsverfahren (CranioPlan®) vor, welches die Bestimmung der patientenindividuellen Okklusionsebenen sowie der Zahnpositionen beim teilbezahnten und zahnlosen Patienten anhand anatomischer Bezugspunkte auf Basis fusionierter digitaler Daten erlaubt und so die Fertigung von Zahnersatz revolutionieren kann.

Wodurch zeichnet sich ihr 3D-Planungs- und Fertigungsverfahren CranioPlan® aus und wo liegen die Einsatzgebiete?

Anhand einer CT- oder DVT-Aufnahme (Volumentomografie) werden beim CranioPlan®-Verfahren eindeutig definierte Bezugspunkte, Achsen und Ebenen im Schädel bestimmt. Erstmalig liefert die Analyse somit dreidimensionale Referenzen für den Behandler. Die Bezugspunkte, Achsen und Ebenen sind: Zentrum rechtes und linkes Gleichgewichtsorgan, Gleichgewichtslinie (Gleichgewicht-Achse), Zentrum rechte und linke Pupille, Bipupillarlinie (Bipupillar-Achse), CranioPlan®-Ebene (Cranial-Ebene zwischen Gleichgewicht-Achse und Bipupilar-Achse) sowie die Sagittal-Median-Ebene, Okklusionsebene und der Inzisalpunkt. Das Verfahren hat ein breites Indikationsspektrum und eignet sich für die Funktions- oder CMD-Analyse, die Schienentherapie bis hin zur kieferorthopädischen Umstellung.

Dann ist es natürlich ideal für die implantologische Planung, die Prothetik/Implantatprothetik oder auch für die Dysgnathiechirurgie und die ästhetisch/funktionale Zahnheilkunde. Sie sehen, es gibt also sehr viele Optionen für den Behandler.

Welche Vorteile bietet das Verfahren gegenüber herkömmlichen Diagnostik- und Planungsverfahren?

Zunächst einmal, wird dadurch die Planung von Zahnersatz (Prothetik) präzise, einfach, schnell und reproduzierbar. So können z. B. Interimsversorgungen (Proofs) und der fertige Zahnersatz digital geplant und über Rapid Prototyping- und CAM-Verfahren produziert werden. Darüber hinaus sind eine eindeutig reproduzierbare Bestimmung der idealen Kieferrelation und Okklusionsebene und damit die Vermittlung zwischen Funktion und Ästhetik ebenso möglich, wie die zielgerichtete Planung der Bisslagenumstellung, Zahnrekonstruktion und -restauration. Es gibt eine klare, stressfreie Schnittstelle zwischen Zahnarzt und Zahntechniker, und der analoge und digitale Workflow wird einfach und eindeutig.

Welche Voraussetzungen brauche ich als Zahnarzt, um CranioPlan® zu nutzen (DVT, Scan, Modell, Software, Hardware)?

Das ist das Entscheidende! Sie benötigen lediglich eine interne oder externe DVT-Aufnahme (Low-Dose, FOV mind. 16 x 9) und eine analoge oder digitale Abformung des Oberkiefers, Unterkiefers und vom Schlussbiss (Abformlöffel, Gipsmodell, Intraoralscan, Bissregistrat, Vestibulärscan). Mehr nicht!

Muss ich meinen Zahnersatz zwingend über das mit Ihnen kooperierende Fräszentrum abwickeln?

Die Fertigung der Therapiehilfsmittel, der Interimsversorgungen oder des finalen Zahnersatzes kann in einem CranioPlan®-Fräszentrum oder in einem zertifizierten Partnerlabor erfolgen. Das Partnerlabor kann auch das Labor des Behandlers sein, soweit die dort vorhandene Infrastruktur geeignet ist. Geliefert werden bei Kooperation mit dem Partnerlabor: Halbfertigprodukte oder digitale Planungen, welche dann vor Ort produziert werden können. Produziert wird auf 5-Achs-Fräsmaschinen und über 3D-Druckverfahren.

Zum Einsatz kommen zertifizierte gängige Materialien aus der dentalen Frästechnik und Klasse IIa-Druckmaterialien.

Mal unabhängig von den technologischen Vorteilen. Was bietet die Nutzung des CranioPlan®-Verfahrens mir als Behandler, aber noch viel wichtiger, meinen Patienten für Vorteile? Wie erfolgt die Abrechnung?

Das Behandlungsziel V.T.O. (visualized treatment objective) ist ein sichtbares Behandlungsziel. CranioPlan® unterstützt diese Methode eindeutig durch dreidimensionale Vorausschau auf die Kauebene und Zahnbögen. Die therapeutischen und prothetischen Möglichkeiten können ideal abgeschätzt werden und mit dem Patienten vor der Behandlung besprochen werden. Die Abrechnung erfolgt beim Zahnarzt über Kassen- und Privatleistungen. Die Laborkosten werden über das CranioPlan®-Labor dem Zahnarzt oder dem Partnerlabor in Rechnung gestellt.

Vielen Dank für das Interview.

Quelle: HD Medical Solutions GmbH

Foto Teaserbild: OEMUS Media AG

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