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Branchenmeldungen 07.12.2017

Die Ablehnung von (Neu-)Patienten ist zulässig

Die Ablehnung von (Neu-)Patienten ist zulässig

Die Ärztekammer für Wien informiert

Die Ärztekammer für Wien möchte aus aktuellem Anlass darüber informieren, dass die Ablehnung von (Neu-)Patienten, entgegen der Ansicht der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), rechtlich zulässig ist. Laut geltendem Gesamtvertrag ist der Vertragsarzt berechtigt, in begründeten Fällen die Behandlung eines Anspruchsberechtigten abzulehnen. Auf Verlangen der Krankenkasse hat der Vertragsarzt dieser den Grund der Ablehnung mitzuteilen.

Es gilt daher weiterhin, dass Ärzte einzig im Falle von drohender Lebensgefahr jedenfalls verpflichtet sind, Erste Hilfe anzubieten. Ansonsten ist bei Vorliegen eines Grundes (z. B. überfüllte Wartezimmer, aggressives Verhalten des Patienten oder seiner Begleitpersonen, wobei hier auch das Verhalten gegenüber den Ordinationsmitarbeitern gilt, mangelnde Kooperationsbereitschaft oder eine bestehende Ordinationsüberlastung) die Ablehnung eines (Neu-)Patienten zulässig.

In allen Fällen empfiehlt sich daher eine lückenlose Dokumentation über die Umstände und Gründe vorzunehmen, die zu einer Ablehnung der Behandlung des Patienten im Einzelfall geführt haben. 

Quelle: Ärztekammer für Wien

Foto: Brian Jackson – stock.adobe.com
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