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Branchenmeldungen 22.03.2017

Amann Girrbach entwickelt dentale DNA konsequent weiter

Amann Girrbach entwickelt dentale DNA konsequent weiter

Foto: OEMUS MEDIA AG

Im Rahmen der Internationalen Dental-Schau 2017 stellte der österreichische CAD/CAM-Spezialist Amann Girrbach während der Fachpressekonferenz am Mittwochvormittag das Redesign des Ceramill Systems sowie neue Technologien der Amann Girrbach-DNA vor. Oliver Amann, CTO/Member of the Board, eröffnete die diesjährige Pressekonferenz der Amann Girrbach AG im Congress Center der Koelnmesse und formulierte das aktuelle Motto des CAD/CAM-Spezialisten kurzerhand zu „More dental than ever“ um. Denn Amann Girrbach weist inzwischen eine beispielslose Fertigungstiefe nicht nur bei den eigens entwickelten Laborgeräten und CAD/CAM-Maschinen auf sondern auch bei dem umfangreichen Materialportfolio.

CAD/CAM denkt jetzt schneller

Das umfassende Redesign der Ceramill-Reihe stellte Christian Ermer, Head of Product Management. Die beeindruckende Schnelligkeit sowie der neue Bearbeitungsmodus „Carving“ sind zwei der bedeutenden Neuerungen des CAD/CAM-Systems. Die Nass- bzw. Hybrideinheiten Ceramill Mikro IC und Ceramill Motion 2 der neuen Maschinenlinie „DNA-Generation“ sind mit einer sehr leistungsstarken wie laufruhigen Schnellfrequenz-Spindel ausgestattet und ermöglichen somit ein Maximum an Produktivität und Genauigkeit. Mit einer Leistung von 750W steuert sie auch schwer bearbeitbare Werkstoffe wie Hybridkeramiken oder Lithiumdisilikat mit bis zu 100.000 Umdrehungen pro Minute an und gehört damit zu den kraftvollsten Spindeln, die für dentale Fräsmaschinen eingesetzt werden können.

Unter diesen Voraussetzungen ist es Amann Girrbach gelungen, eine neue Bearbeitungsstrategie zu realisieren, welche die Schleifzeiten von schwer bearbeitbaren Werkstoffen (Hybridkeramik, etc.) um bis zu 60 % reduziert. Im so genannten „Carving Mode“ führt das Werkzeug keine lineare, konstante Vorschubbewegung aus, sondern bewegt sich auf kurvenförmigen Bahnen. Auf diese Weise wird das überschüssige Material im Ganzen abgetrennt und ein Herunterschleifen des Blocks auf die eigentliche Geometrie umgangen. Geringe Zerspankräfte und ihre gleichmäßige Verteilung auf die gesamte Werkzeuglänge ermöglichen höhere Bearbeitungsgeschwindigkeiten und führen zu deutlich verkürzten Fertigungszeiten bei gleichzeitig gesteigerter Standzeit und Bauteilqualität. Das in der dentalen CAD/CAM-Technik bisher einmalige Verfahren resultiert in einer massiven Zeitersparnis bei der Herstellung von Einzelindikationen aus Hybrid- oder Glaskeramik und entspricht den Bearbeitungszeiten von Systemen mit zwei Spindeln (ca. 15min/Krone). Im „Carving Mode“ schleift die 4-Achs Nasseinheit Ceramill Mikro IC sowie zukünftig auch die 5-Achs Hybridanlage Ceramill Motion 2.

Super-hochtransluzentes Zirkonoxid für Premium-Ästhetik

Dipl.-Ing. Falko Noack, Head of Application and F&D, demonstrierte, welche Kompetenz Amann Girrbach nicht nur auf dem Gebiet Hard- und Software besitzt, sondern auch in punkto CAD/CAM-Materialien.  

10 Jahre Erfahrung in der Eigenfertigung von Zirkonoxidrohlingen und eine umfassende Qualitätskontrolle jedes einzelnen Rohlings gewährleisten eine konstant hohe Materialgüte mit exzellenten Verarbeitungseigenschaften. Sie sind eingebunden in ein durchdachtes Gesamtkonzept in dem Rohlinge, Einfärbelösungen sowie Konstruktions- und Frässtrategien perfekt aufeinander abgestimmt sind. Ihre lückenlose Verzahnung resultiert in einem effizienten und prozessicheren Workflow mit passgenauen Endergebnissen. Für maximale Individualität können Anwender auf ein breites Sortiment an Ceramill Liquid Färbelösungen und entsprechende Verarbeitungstechniken zugrückgreifen. Erweitert wurde das Angebot an Ceramill Zirconia jüngst durch das super-hochtransluzente, polychrom eingefärbte Ceramill Zolid FX Multilayer und dem hochtransluzenten Ceramill Zolid HT+. Es weist eine Lichtdurchlässigkeit auf, die super-hochtransluzenten Zirkonoxiden sehr nahe kommt, aber über eine Festigkeit verfügt, welche die Herstellung von großspannigen Restaurationen zulässt.

Dentustry One – Intelligent Dental Manufactoring

Um auch für die Zukunft optimal gerüstet zu sein, investierte Amann Girrbach in den vergangenen Monaten zudem in eine räumliche Expansion. Dominik Battlog, MBA, Head of Operations, zeigte dem anwesenden Fachpressepublikum die neue Produktionshalle, die sich unweit des Koblacher Headquarters befindet. Amann Girrbach setzt mit dieser richtungsweisenden Investition bewusst auf den Produktionsstandort Europa.

Quelle: Amann Girrbach AG

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