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Branchenmeldungen 30.11.2017

Zahnklinik Innsbruck: Lange Warteliste für OPs unter Narkose

Zahnklinik Innsbruck: Lange Warteliste für OPs unter Narkose

Wenn es einem Patienten nicht möglich ist, längere Zeit ruhig auf dem Behandlungsstuhl zu sitzen, kann er an eine Zahnklinik überwiesen werden, die die nötigen Eingriffe unter Narkose vornimmt.

Die häufigsten Patienten sind Kinder zwischen sechs und acht Jahren und Menschen mit Beeinträchtigungen. „Wir haben Wartezeiten von über einem Jahr“, sagte Herbert Dumfahrt, stellvertretender Direktor der Innsbrucker Zahnklinik, der Tiroler Tageszeitung. Bis zu 300 Patienten pro Jahr, circa sechs pro Woche, würden in der Klinik behandelt. Weil die Narkose nicht ungefährlich für Kinder ist, werden alle geschädigten Zähne auf einmal saniert – im Durchschnitt zehn, aber auch mehr sind möglich. Deshalb wären auch nur zwei oder drei Behandlungen pro Tag zu schaffen.

Vor einiger Zeit führten die Ärzte Narkosebehandlungen nur einmal wöchentlich aus. Damals lag die Wartezeit noch bei zwei bis vier Monaten. Nach der Ausweitung des Angebots auf drei Tage pro Woche stieg trotzdem auch die Wartezeit gleichsam mit an. Herbert Dumfahrt hält es gegenüber der Tiroler Tageszeitung für möglich, dass das „Angebot zu einer erhöhten Nachfrage führt“.

Da die Patienten zwar allen Schichten angehören, zuletzt aber vermehrt auch Personen mit Migrationshintergrund darunter waren, wagt er die These, dass bei dieser Personengruppe noch Nachholbedarf in Sachen Mundgesundheit bestehen könnte.

Foto: Robert Przybysz – stock.adobe.com
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