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Branchenmeldungen 02.11.2015

Aus der Praxis für die Praxis: Implantologieforum Berlin 2015

Aus der Praxis für die Praxis: Implantologieforum Berlin 2015

„Aus der Praxis für die Praxis“ lautete das diesjährige Motto des Berliner Implantologieforums. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Theodor Thiele, M.Sc., und Dr. Guido Sterzenbach wurde den Teilnehmern am 6. und 7. November praktisches und theoretisches implantologisches Spezialisten-Wissen vermittelt.

Den Auftakt der Veranstaltung bildeten am Freitagnachmittag Live-OP´s mit Priv.-Doz. Dr. Dr. Steffen G. Köhler und Dr. Thiele in der Klinik am Garbátyplatz, bei der verschiedene OP-Techniken (z. B. externer Sinuslift) anhand von DENTSPLY Implants Implantaten (ASTRA EV und ANKYLOS) demonstriert wurden.

Impressionen des Implantologieforums Berlin 2015

Rund 80 Teilnehmer nutzten am Samstag die Gelegenheit, sich breit gefächert aus kompetenter Quelle über aktuelle Trends und Herausforderungen in der oralen Implantologie zu informieren, sowie konkrete Behandlungskonzepte direkt mit den Referenten zu diskutieren. Die Zahl der Vorträge und Hauptreferenten war zugunsten der Table Clinics (Tischdemonstrationen), die den eigentlichen Kern des Implantologieforums bilden, limitiert. Hier hatten die teilnehmenden Zahnärzte u. a. auch die Möglichkeit, eigene Fälle anhand von Röntgenbildern und Modellen zur Diskussion zu stellen.

Tagungsleiter Dr. Guido Sterzenbach/Berlin begrüßte eingangs die Teilnehmer, die hauptsächlich aus Berlin und Umgebung angereist waren. Im sich daran anschließenden gemeinsamen Vortrag von Dr. Sterzenbach und Dr. Thiele ging es auch gleich um eines der Kernthemen der Tagung. In einem dentalen „Battle“, Implantologe vs. Prothetiker, wurden Unterschiede und Schnittstellen in der Herangehensweise beider Fachgebiete aufgezeigt.

Prof. Dr. Thomas Weischer sprach im Anschluss über die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Implantologie. Zahnärzte sollten sich darauf vorbereiten und diese bei der Behandlung beachten. Ferner müsse die individuelle Anatomie des Patienten berücksichtigt werden, so Weischer. Er resümierte, dass bei alternden Menschen alles möglich sei, solange die gewählte Behandlungsmethode an Multimorbidität, funktionelle Kapazitäten sowie individuelle physische und psychische Möglichkeiten des Patienten angepasst sei.

In den anschließenden Table Clinics konnten sich die Besucher über mehrere Themen detailliert informieren und sich intensiv mit den Referenten austauschen.

Prof. Dr. Georg-H. Nentwig widmete sich dem Thema: Subkrestale Implantation als Beitrag zur Gewebestabilität. Vorteile seien laut Nentwig die Kompensation des periostalen Knochenverlustes, eine bessere Unterstützung des periimplantären Weichgewebes, eine einfache Handhabung sowie mehr Spielraum zur Entwicklung des Emergenzprofils.

Dr. Henrik-Christian Hollay gab in seinen Table Clinics eine Übersicht verschiedener Operationstechniken mit in situ aushärtenden Knochenersatzmaterialien. Er betonte dabei die Rolle eines stabilen Augmentats als Grundlage für den implantologischen Erfolg.

Der frage, welche Rolle Barrieremembranen auch heute noch in der implantologischen Therapie spielen, widmete sich Dr. Dr. Thomas Ziebart und stellte das konventionelle Membranverständnis einem modernen Membrankonzept gegenüber. Als Beispiel diente hier u.a. die Guided Bone Regeneration mittels quervernetzter Kollagenmembran.

Wie bereits im letzten Jahr waren auch diesmal die Table Clinics der wissenschaftlichen Leiter Dr. Sterzenbach und Dr. Thiele sowie von Prof. Dr. Weischer als einem der Hauptreferenten ein besonderes Highlight. Während Prof. Dr. Weischer das Thema seines vorangegangenen Vortrags im Hauptpodium erneut aufgriff, sprach Dr. Sterzenbach über vollkeramische implantat-prothetische Versorgungskonzepte und stellte die Überlebens- und Komplikationsraten keramischer und metallischer Abutments gegenüber.

Dr. Thiele widmete sich beim Thema „Weichgewebsmanagement Prä-, Intra- und Postimplantationen“ der Vermeidung möglicher Fehler, wie etwa die Missachtung des Schleimhauttyps oder die Fehlpositionierung der Implantate.

Nach einer Pause und dem Besuch der Industrieausstellung fanden sich die Teilnehmer zur Abschlussrunde der wissenschaftlichen Vorträge ein. Prof. Dr. Nentwig griff in seinem Vortrag erneut das Thema „Subkrestale Implantation und Gewebestabilität“ auf. Seine Empfehlung: „... enossale Implantate nicht unterhalb des Knochenniveaus setzen, um im Bereich der Fügezone keine Kontamination zu riskieren, welche zu einem zervikalen Knochenverlust führt.“ In diesem Zusammenhang hob er die Vorzüge konischer gegenüber parallelwandiger Implantatverbindungen hervor.

Im abschließenden Vortrag beschäftigte sich Priv.-Doz. Dr. Jan-Frederik Güth zunächst aus wissenschaftlicher Sicht mit der Frage nach der Genauigkeit digitaler Abläufe und verglich in diesem Kontext verschiedene auf dem Markt erhältliche intraorale Scansysteme sowohl im Hinblick auf den Scan einzelner Zähne als auch bei Quadranten sowie dem gesamten Kiefer. In lockerer Atmosphäre und anhand von Fallbeispielen wurden dem Auditorium die Vorteile des Intraoralscanners, wie höhere Vorhersagbarkeit, Real-Time-Kontrolle, Feedback, Korrektur und die Verknüpfung mit anderen Technologien, nahegebracht.

Insgesamt war auch das Implantologieforum 2015 wieder eine gelungene Veranstaltung mit hohem wissenschaftlichen Anspruch und praktischem Bezug.

Jetzt schon vormerken: Das nächste Implantologieforum Berlin findet am 4. und 5. November 2016 statt.

Programm als ePaper

Mehr Informationen:

OEMUS MEDIA AG
Tel.: 0341 48474-308
Fax: 0341 48474-390
event@oemus-media.de
www.implantologieforum.berlin
www.oemus.com

Foto: © OEMUS MEDIA AG

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