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Branchenmeldungen 24.09.2020

Komfortabel und effizient: Brackets mit digitaler Präzision platzieren

Komfortabel und effizient: Brackets mit digitaler Präzision platzieren

Die Integration von digitalen Prozessen und Behandlungsoptionen in kieferorthopädische Praxen führt zu mehr Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Diese bieten eine höhere Präzision bei der Behandlungsplanung und Herstellung von Apparaturen. Die Simulation des Behandlungsergebnis mit Brackets kann zu einer verkürzten Stuhlzeit und einer Maximierung der Behandlungsqualität führen. Aufgrund dieser Planungsmethode können sich Praxen von Wettbewerbern differenzieren und besser positionieren. „Es ist komfortabler für Patienten, und ich muss die Brackets während der Behandlung weitaus seltener neu positionieren. Das kommt mir bei der Fertigstellung zugute und bedeutet normalerweise auch, dass die Gesamtbehandlungszeit kürzer ist“, so Lars Christensen.

Indirektes Kleben beschreibt das Übertragen der mit verschiedenen Techniken am Modell geplanten Bracketpositionen auf den Patienten.  Die digitale Umsetzung setzt einen Intraoralscanner (3Shape TRIOS 3 oder 4), eine Planungssoftware (3Shape Indirect Bonding Studio), einen 3D-Drucker und optional ein Tiefziehgerät voraus.

1. Intraorales Scannen

Der erste Arbeitsschritt erfolgt mit der Erhebung der Scandaten des Patienten. Die Aufnahme des Ober- und Unterkiefers sowie die Bissregistrierung dauern nicht länger als drei Minuten. Der Datensatz kann anschließend per Netzwerk oder Cloudlösung direkt an die Indirect Bonding Software übermittelt werden.

2. Virtuelle Behandlungsplanung

Mit dem Indirect Bonding Studio kann die Bracketposition mit digitaler Präzision geplant werden. Im ersten Arbeitsschritt wird im Ortho Analyzer™ die Okklusions- und Sagittalebene definiert und das Modell gesockelt. Für die Bracketplatzierung gibt es einen intuitiv und visuell geführten Workflow mit vollständiger Benutzersteuerung für Präzision und Vorhersagbarkeit. Dieser beginnt mit dem Festlegen der Standardebenen, der Segmentierung der Ober- und Unterkieferzähne und der Definition der FA-Punkte. Anschließend erfolgt die Platzierung der Bögen im Ober- und Unterkiefer mit der Auswahl der Bracketbibliothek und -werte. Das Programm verfügt aktuell über +700 Bracketbibliotheken und eine geringere Anzahl an Bögen, die individuell angelegt werden können. Die Bracketbibliotheken und Bogenformen können im internen Downloadcenter heruntergeladen werden.

Nach der Auswahl erfolgt ein automatischer Behandlungsvorschlag der Software. Dieser kann in einer Doppelansicht entweder durch individuelles Ausrichten der Brackets oder das Verändern des idealen Setups verändert werden (siehe Abbildung 1). Die Software nimmt automatisch entsprechende Anpassungen an der Bracketplatzierung oder dem idealen Setup vor. Die Malokklusion und die Endposition können in der Ansicht auch übereinandergelegt werden. Ist die virtuelle Planung der Brackets abgeschlossen, erfolgt als letzter Schritt im Ortho Analyzer™ die Validierung der Bracketplatzierung. Dieser Workflow benötigt je nach Fall und Anwendungserfahrung fünfzehn bis dreißig Minuten.

Abbildung 1:  Bracketplatzierung – Positionierung der Brackets und Zähne.

3. Konstruktion der Brackettransferschiene

Die Brackettransferschiene „Bonding Tray“ bietet zwei unterschiedliche Optionen in der Herstellung. Auch hier ist ein Workflow für die Konstruktion der Appliance hinterlegt. Der erste Arbeitsschritt ist das Erstellen eines Meistermodelles für die Übertragung der Brackets. Auf diesem Modell kann anschließend das Bonding Tray geplant werden (siehe Abbildung 2). Soll die Übertragungsschiene jedoch mittels Tiefziehverfahren hergestellt werden, kann das Meistermodell auch hohl gelegt und gedruckt werden. Die Passung der Transferschiene kann durch individuelle Einstellungen von Parametern vorgenommen werden. Das Modell oder die Konstruktion können noch zusätzlich beschriftet und anschließend als STL-Datei exportiert werden. Das Konstruieren und Exportieren benötigt bei eingestellten Designparametern fünf bis sieben Minuten.

Abbildung 2: Konstruktion Brackettransferschiene.

In einen spannenden Web-Seminar stellte Dr. Florian Boldt aus der Praxis Dr. Florian Boldt & Kollegen seine digitale Praxiserfahrung vor. In einer Live-Demo wurde der Indirect Bonding Workflow der Software und die Einbindung in den digitalen Praxisworkflow erklärt. Zu sehen waren zwei Fälle. Der erste Fall zeigte das Herstellen einer Transferschiene mit dem Tiefziehgerät in der Praxis, der zweite Fall das Kleben der Brackets mit einem extern gedruckten Bonding Tray. Für beide Techniken wird der zeitliche Bedarf, das klinische Vorgehen, die Abrechnungsmöglichkeiten und die Besonderheiten bei der Bracketplatzierung aufgezeigt.

Schauen Sie sich das archivierte Web-Seminar mit Dr. Florian Boldt an, dieses finden Sie auf unserem Online Learning Hub – Indirektes Kleben-„Schneller, präziser, effizienter?“

https://www.3shape.com/de/academy/online-learning-hub

Quelle: 3Shape

Foto Teaserbild: 3Shape

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