Branchenmeldungen 08.02.2010

Cosmetic Dentistry im Wind of Change

Cosmetic Dentistry im Wind of Change

Foto: © DGKZ

Statement von DGKZ Präsident Prof. Dr. Martin Jörgens

Cosmetic Dentistry bedeutet nicht nur die intensive Auseinandersetzung und Feinplanung aller ästhetischen Aspekte um Zahnfarben und Minimalkorrekturen der Zahnformen. Wurde die Fachrichtung in Deutschland von klassischen, rein funktionsorientierten Zahnärzten oft als nicht notwendig betrachtet, so bekommt die Cosmetic Dentistry spätestens mit Einführung des GBAS – Give Back a Smile Programms ein neues Image auf Basis eines sozialen und humanitären Engagements.

Das Programm wurde von der American Academy of Cosmetic Dentistry (AACD) als Sozialprogramm entwickelt, um Opfern häuslicher Gewalt ein neues Leben mit wiederhergestellten Gesichtsstrukturen zu ermöglichen. Der Charity-Gedanke steht hier über allem und wird von honorarfrei tätigen Zahnärzten und Zahntechnikern getragen. Ebenso engagieren sich Ästhetische Chirurgen und Zulieferfirmen der Dentalbranche mit der kostenfreien Bereitstellung von Implantaten und weiteren notwendigen Medizinprodukten.

Die DGKZ – Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin kann durch die Assoziierung mit der AACD dieses sinnvolle GBAS-Programm auf dem deutschen Markt etablieren. Die Mitglieder der DGKZ haben die Möglichkeit, ihr soziales Engagement nach außen zu kommunizieren und für eine andere Wahrnehmung der Cosmetic Dentistry zu sorgen. Durch gezielte Charity-Behandlungen kann sich jeder Einzelne innerhalb seiner Praxis und seines Umfelds für die Betroffenen einsetzen – ob in Form der Betreuung eines Frauenhauses oder einzelner Opfer.

Die Fälle sind nach strengen Charity-Richtlinien zu dokumentieren und dürfen durch das festgeschriebene Einverständnis des Patienten auch veröffentlicht werden.  Ein Lächeln mit neuen schönen Zähnen und wiederhergestellten Gesichtsstrukturen ist die menschliche Basis, neu anzufangen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Das GBAS-Programm wird damit die oft totgeschwiegene Diskussion um das Thema „Häusliche Gewalt“ neu entfachen und für einen zeitgemäßen Umgang mit dem Thema sorgen. Die Zeit ist reif den Worten von Kennedy zu folgen: „Denken Sie nicht darüber nach, was Ihr Land für Sie tun kann. Denken Sie darüber nach, was Sie für Ihr Land tun können.“


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