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Branchenmeldungen 17.01.2020

Darum sagen Patienten „Nein“ zu Behandlungen

Darum sagen Patienten „Nein“ zu Behandlungen

Patienten, die der Behandlungsempfehlung ihres Zahnarztes nicht nachkommen, kennt sicher jede Praxis. Auch wenn am naheliegendsten, wird die Entscheidung nicht immer aufgrund zu hoher Kosten gefällt. Wer die Gründe versteht, kann gegensteuern und Patienten zu einem „Ja“ bewegen.

Die Basis einer funktionierenden Zahnarzt-Patient-Beziehung ist Vertrauen. Patienten wollen sich sicher fühlen und keinen Zweifel daran haben, dass es dem Zahnarzt um ihr Wohl geht und nicht um einen möglichst vollen Geldbeutel. Das Vertrauen des Patienten zu gewinnen, ist demnach Grundvoraussetzung für Behandlungserfolge. Dies herzustellen, gelingt mit Feingefühl, Offenheit und Zeit. Zeit für Aufklärung, Beratung und Gespräche, in denen auf Ängste und Wünsche des Patienten eingegangen wird.

Ein zweiter wichtiger Faktor ist das richtige Timing. Den Patienten vor vollendete Tatsachen stellen, den Behandlungsplan zwischen Tür und Angel präsentieren und ihn damit überrollen, ist tabu. Auch mal innehalten und den Patienten nach seiner Meinung fragen, kann bei der Entscheidungsfindung helfen.

Womit schon der nächste Punkt angerissen ist: Woher die Zeit nehmen? Stapeln sich die Patienten im Wartezimmer, fehlt natürlich die Ruhe. Daher kann es sinnvoll sein, einen sogenannten „Behandlungskoordinator“ zu ernennen, wie dentistry.co.uk empfiehlt. Diese Person könnte das vorgeschlagene Behandlungskonzept aufgreifen, in Ruhe erläutern, Fragen beantworten, die Terminierung übernehmen und mögliche Zahlungsoptionen besprechen.

Letztgenanntes sollten Zahnarztpraxen ohnehin anbieten. Nur Wenige sind in der Lage, drei- bis vierstellige Beträge aus dem Ärmel zu schütteln. Wird die Behandlung durch beispielsweise Ratenzahlung für den Patienten erschwinglich, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass er der Behandlung zustimmt.

Patienten, die sich nicht unmittelbar für die Behandlung entscheiden konnten, weil sie sich z.B. noch mit ihrem Partner beraten wollen, dürfen am Ende nicht vergessen werden. Ein Anruf-Reminder kann hier hilfreich sein.

Foto: Elnur – stock.adobe.com

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