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Branchenmeldungen 07.02.2012

DDT 2012 glänzt in Hagen

Georg Isbaner
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DDT 2012 glänzt in Hagen

Die erfolgreiche fünfte Auflage der DDT – Digitale Dentale Technologien in Hagen unter der Leitung von ZTM Jürgen Sieger brachte über 220 Teilnehmer auf den aktuellsten Stand der digitalen Zahnmedizin und -technik.

 Die acht Workshops am Freitag, dem 3. Februar 2012 ermöglichten es den Hagener Teilnehmern, sich direkt und ausführlich bei den Ausstellerfirmen zu informieren. Das Programm am Samstag, dem 4. Februar 2012 bestand aus elf Vorträgen mit hochkarätigen Referenten. Das Symposium wurde in gewohnter Weise von einer Industrieausstellung begleitet.

Wieder ist ein Jahr vergangen, in dem die digitalen Technologien in Zahnmedizin und Zahntechnik weiterentwickelt wurden. Und so trugen renommierte Experten wie Dr. Peter Gerke und ZTM Roland Binder ihre Erfahrungen in der navigierten Implantologie vor. ZTM Jörg Bressem und Antonius Köster erklärten, wie anhand individueller Patientendaten eine digitale Kauflächengestaltung vorgenommen werden kann.

Dass in die Welt der virtuellen Konstruktion der digitale Artikulator Einzug gehalten hat, belegten die Vorträge von ZTM Benjamin Votteler (Einklang von Ästhetik und Funktion bei der digital unterstützten Zahngestaltung), Funktionsexperte Dr. Jürgen Reiz (Wie viel Funktion braucht die Praxis? – Der Weg zur sicheren Prothetik.) und Dr. Dr. Stephan Weihe (Kiefergelenksdiagnostik und Berücksichtigung der dynamischen Okklusion durch Fusion von DVT-, Zahnscan und Bewegungsdaten). In deren Beiträgen wurde deutlich, dass es mit zum Teil geringem zusätzlichen Aufwand möglich ist, die Funktionen des konventionellen Artikulators auch virtuell zu nutzen. Mit digitalen Vermessungssystemen werden am Patienten Daten erhoben, die die Grenzen von HKN, Bennetwinkel und Standardkurvaturen sprengen und als Grundlage für die Kauflächen und Schienengestaltung herangezogen werden können.

Die CAI-Technik (computer added impressioning), also die Erhebung von Daten direkt im Mund (Intraoralscanner), erfährt eine immer größere Verbreitung, wie zum Beispiel Prof. Dr. Daniel Edelhoff in seinem Beitrag „Innovative Behandlungskonzepte unter Einsatz der digitalen Abformung und neuer Restaurationsmaterialien“ verdeutlichte. Enrico Steger unterhielt das Publikum gewohnt kurzweilig und fachmännisch über die Vorteile computergestützten Designs von implantatgetragenen Vollprothesen aus Zirkon. Prof. Dr. Albert Mehl äußerte sich zum virtuellen FGP und dessen Anwendungen. ZTM German Bär demonstrierte die rationelle aber hochästhetische Fertigung von Vollkeramikkronen unter Zuhilfenahme von Kronenrohlingen. Markus Schütz (Simeda) unterstrich die Vorteile eines durchgängigen digitalen Workflows mit offenem System. Zum Abschluss wagte Dipl. Phys. Joachim Nebel einen Blick in die Zukunft der Dentaltechnik mit seinem Vortrag zu „Genaues materialschonendes Abtragen aller Werkstoffe mit Ultrakurzpulslasern“.

An alle Teilnehmer wurde die pünktlich zur Veranstaltung fertiggestellte überarbeitete und erweiterte dritte Auflage des Jahrbuchs Digitale Dentale Technologien 2012 mit umfangreichen Marktübersichten und Fachbeiträgen rund um das Thema digitale Zahnmedizin und -technik ausgehändigt.

Foto: © Oemus Media AG
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