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Branchenmeldungen 07.09.2018

DEDICAM® schließt die Lücke

DEDICAM® schließt die Lücke

Digitale Prozesse in Praxis und Labor sind mehr als nur Fertigung von Datensätzen. Worauf es ankommt und welche Rolle die DEDICAM®-Sparte Implantat-Planungsservice zur Erzielung einer langzeitstabilen Restauration spielt, erklärt Martin Steiner, Bereichsleiter DEDICAM® bei CAMLOG.

CAMLOG, der Spezialist für Implantatsysteme, hat mit der Marke DEDICAM® bedeutende Marktanteile erzielt. Worin ist Ihr Erfolg begründet?

Wir sind überzeugt, dass wir mit der Strategie, DEDICAM® als offene Plattform anzubieten, genau richtig liegen. Die Anwender können aus einem großen Produktportfolio wählen, dabei jedoch ihre eigene CAD-Software anwenden. Sie entscheiden selbst, wann und auf welche DEDICAM®-Leistungen sie in ihrem Arbeitsablauf zurückgreifen möchten. Wir sind Dienstleister und sehen uns als „verlängerte Werkbank“ im digitalen Arbeitsablauf. Durch die offenen Schnittstellen sind unsere Kunden unabhängig von der Hard- und Software. Sie nutzen ihre bestehenden Systeme und müssen keine weiteren Investitionen tätigen. Mit DEDICAM® bietet CAMLOG das Know-how, die digitale Prozesskette im Bereich der dentalen Implantologie sowie im interdisziplinären Netzwerk des Behandlungsteams zu gestalten. Mit dem neuen Implantat-Planungsservice, dem Scan & Design Service sowie der Fertigungsdienstleistung, bleibt kaum ein Wunsch offen, den wir mit DEDICAM® nicht erfüllen können.

Am Markt bieten unzählige Fertigungszentren ihre Leistungen an. Jedoch nicht alle mit gleicher Qualität. Worauf sollte ein interessierter Kunde achten, wenn er sich einen Servicepartner für die dezentrale Fertigung sucht?

Der technische Fortschritt im spannenden Bereich der Digitalisierung ist enorm schnelllebig. Deshalb ist es wichtig, beim Equipment und den Fertigungseinheiten auf ein hohes Qualitätsniveau zu achten. Die in der computergestützten Fertigung eingesetzten Maschinen und Softwares ermöglichen einerseits eine effiziente Arbeitsweise, andererseits unterscheiden sie sich auch in ihrer technischen Ausprägung und darin, wie sie bedient werden. Um unseren Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, arbeiten in unseren Service-Centern Zahntechniker und Meister mit langjähriger Expertise im Handwerk der Zahntechnik. Daher können auch Kunden, die keine eigene oder geeignete CAD-Infrastruktur haben, ihre individuelle Prothetik erstellen lassen und von unserer hohen Fertigungsqualität profitieren. Und das ganz einfach, indem sie ihre Modelle über den DEDICAM® Scan & Design Service digitalisieren und die Restauration designen lassen. Nach der kundenseitigen Freigabe werden die Designs in die Produktion eingesteuert. Scandaten der gängigen CAD-Softwares können – als Alternative zum Modellversand – übertragen und über unseren Scan & Design Service weiterverarbeitet werden.

Ein besonderes Highlight und die „Königsdisziplin“ bei großen herausnehmbaren Konstruktionen ist die Mesostruktur auf Stegen, auch Überwurf genannt. Die besondere Herausforderung sind exakt korrespondierende Halteelemente in Steg und Überwurf. Dennoch ist es eine logische Konsequenz, Stege bei Elemente miteinander anzubieten. Über den DEDICAM Scan & Design Service bieten wir zwei Verfahrenswege an, um Ihnen diese elegante Versorgungsart zu ermöglichen.

Seit Anfang des Jahres haben Sie das DEDICAM®-Leistungsspektrum um den Implantat-Planungsservice erweitert. In welcher Weise unterstützen Sie Ihre Kunden und wo liegen die Vorteile?

Prozessoptimierungen beeinflussen zahnmedizinische und -technische Abläufe zunehmend. Hier ist die digitale Planung von Implantatpositionen, -längen und -durchmessern anhand eines DVTs und der Visualisierung der Restauration eine Unterstützung für den chirurgisch tätigen Zahnarzt. Eine exakte Planung und die Umsetzung in eine Guide-Schablone bieten chirurgische Sicherheit mit dem Fokus auf ein langzeitstabiles Ergebnis. Zu Beginn des Planungsprozesses – vom Einlesen der Röntgendaten, über die Planungsunterstützung bis zum Design der Bohrschablone – werden unsere Kunden vom DEDICAM®-Team „Guide“ um Bereichsleiter Ulf Neveling betreut. Ulf Neveling ist ausgebildeter Zahntechniker und hat sich vor 15  Jahren der digitalen Implantologie verschrieben. Zusammen mit seinem Team hat er in der Zeit über 20.000 Fälle begleitet und hält weltweit Vorträge zum Thema der „digitalen Implantologie“. Die digitale Implantatplanung und die Erstellung einer Guide-Schablone sind zeitsparend und daher der perfekte Einstieg in die digitale Prozesskette der Zahnmedizin. Besonders hervorzuheben ist, dass sowohl das Design der Bohrschablone als auch die temporäre Prothetik oder der individuelle Gingivaformer in einem Planungsschritt erfolgen und zum OP-Termin angeliefert werden können. Die große Chance von schablonengeführter Implantologie liegt nicht nur im vorweggenommenen prothetischen Ergebnis, sondern auch in einem effektiven Therapieablauf, der kürzere Sitzungen in geringerer Anzahl mit sich bringt.

CAD/CAM suggeriert, dass alles ganz einfach und reproduzierbar ist. Woran kann das liegen?

Die Erfahrung, das Wissen und vor allem auch die Kreativität des einzelnen Zahntechnikers können und wollen wir nicht einfach ersetzen. Wir erstellen Halbzeuge, die vom Zahntechniker in gewohnter Weise veredelt werden. Auch ergibt nicht alles, was auf den ersten Blick technisch umsetzbar erscheint, mechanisch oder physiologisch tatsächlich Sinn. Wir bei DEDICAM® stellen Medizinprodukte zur optimalen Patientenversorgung als Sonderanfertigung her. Unsere Dienstleistungen und Services ermöglichen moderne Versorgungen mit einem hohen Maß an Materialflexibilität, die im Labor zu rationalisierten Produktionsprozessen führen. Daraus resultiert eine höhere Wirtschaftlichkeit.

Welche Leistungen umfasst das DEDICAM®-Portfolio?

Neben den Rekonstruktionen für die Implantatsysteme von CAMLOG umfasst unser Leistungsspektrum auch Systeme weiterer führender Hersteller – egal, ob individuelle Abutments und Gingivaformer aus Titanlegierung oder Hybridabutments und Hybridabutmentkronen auf Titanbasen CAD/CAM. Das Konstruieren von direkt im Implantat verschraubten Brücken und Stegen ist ebenso möglich wie auf den Stegaufbauten des COMFOUR® Systems. Für die Konstruktion der prothetischen Komponenten sind die entsprechenden CAD-Bibliotheken von 3Shape® exocad® und Dental Wings® für unsere Kunden kostenlos verfügbar. Selbstverständlich bieten wir systeminhärente eigene Scankörper an. Mit den gängigsten CAD-Softwares können Abutments mit Gerüsten oder vollanatomischen Kronen mittels „File Splitting“ in einem Arbeitsschritt konstruiert werden.

Neben den Bohrschablonen bieten wir auch individuell gedruckte 3-D-Modelle an. Speziell dafür wurden Analoge gefertigt, die entweder gesteckt oder von der Modellbasis her verschraubt werden. In Kooperation mit Henry Schein® ConnectDental® als offenes Komplettkonzept für digitale Lösungen bieten wir Laboren und Zahnärzten zusätzlich die Möglichkeit, sich für den volldigitalen Arbeitsablauf aufzurüsten. Dabei ist DEDICAM® für die CAD/CAM-Prothetik und die Versorgungskonzepte verantwortlich, während ConnectDental® die Bereitstellung und technische Integration der Infrastruktur übernimmt.

Können CEREC-Anwender die Leistungen von DEDICAM® ebenfalls nutzen?

Seit Kurzem bieten wir die Verarbeitung von Sirona CEREC®-Scandaten an und ermöglichen den Anwendern damit eine noch bessere Kommunikation untereinander. Dabei werden die Scandatensätze in STL-Daten konvertiert, sodass die DEDICAM®-Kunden mit ihrer CAD-Software von 3Shape®, exocad® oder Dental Wings® die prothetische Restauration designen können. In diesem Jahr planen wir die Einführung weiterer Zirkonmaterialien, etwa das Zirlux® 16+ von Henry Schein sowie das IPS e.max® ZirCAD von Ivoclar Vivadent®. Um unseren Kunden einen maximalen Komfort zu bieten, ist für 2018 ein neues DEDICAM®Auftragsportal angedacht, das schrittweise in den CAMLOG eShop integriert werden soll. Für uns ist es sehr wichtig, ein wertvoller Partner für unsere Kunden zu sein und unser Portfolio in ihrem Sinne auszubauen. Dies gilt übrigens auch für das hochwertige CAMLOG Fortbildungsprogramm. Auf diese Weise möchten wir unseren Teil zum Therapieerfolg beitragen.

CAMLOG bietet als einer der ersten Hersteller für das zweiteilige Keramikimplantat CERALOG® Hexalobe ein individuelles vollkeramisches Abutment an. Was sind die Hintergründe und die Herausforderungen?

Individuelle Patientenlösungen auf CERALOG werden immer häufiger nachgefragt. Um ein passgenaues individuelles Abutment aus Zirkon herstellen zu können, ist ein außergewöhnlich hohes Materialwissen notwendig. So sind die Fräsradien zu berücksichtigen und präzise durchdachte Sinterstrategien zu fahren. Mit unserer Implantatkompetenz und dem Material-Know-how der Ivoclar Vivadent AG gingen wir 2016 mit großem Enthusiasmus an die Umsetzung der Anforderung für CAD/CAM-gefertigte Zirkoniumdioxidaufbauten für unser Keramikimplantat und haben dieses Projekt sehr erfolgreich abgeschlossen, indem wir unseren Kunden innovative Versorgungsalternativen für die besonderen Bedürfnisse ihrer Patienten bieten.

Welchem Ziel haben Sie sich als Spezialist für die CAD/CAM-Fertigung und den Komplettservice rund um die Digitalisierung verschrieben?

Wir sehen, dass computergestützte Verfahren im Praxis- und Laboralltag immer bedeutender werden. Für uns als etablierten Implantatanbieter war es nur eine logische Konsequenz, auf die Bedürfnisse unserer Kunden einzugehen. Mit DEDICAM® bieten wir unseren Kunden digitale Versorgungsmöglichkeiten an, die sie im täglichen Arbeitsablauf unterstützen und ihnen eine moderne prothetische Rekonstruktion im Sinne ihrer Patienten ermöglichen. Unser Ziel ist es, als vertrauter Berater alles aus einer Hand anzubieten und unseren Kunden individuelle Lösungen und ein großes Netzwerk von Spezialisten zu offerieren. Somit können sie ihre Praxis oder ihr Labor effizienter und zum Wohl des Patienten führen.

Vielen Dank für Ihre Antworten und das freundliche Gespräch.

Foto: CAMLOG
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