Anzeige
Branchenmeldungen 25.03.2014

Die Wurzel allen Übels?

Die Wurzel allen Übels?

Wurzelkanalbehandelte Zähne sind maßgeblich an der Entstehung chronischer Krankheiten beteiligt

Wurzelbehandelte Zähne sind ein Störfaktor im menschlichen Körper. Viele Patienten leiden jahrelang unter den verschiedensten Symptomen, um dann, nach dem Entfernen eines wurzelbehandelten Zahnes, plötzlich eine gesundheitliche Verbesserung zu erleben. Um den wurzelbehandelten Zahn zu ersetzen, haben sich Zirkonoxid-Implantate als optimale Lösung erwiesen.

Wurzelkanalbehandelte Zähne sind tote Zähne. Auch die beste Mikro-Endodontie kann eine komplett bakteriendicht abgeschlossene Wurzel nur schwer realisieren. Akzessorische Seitenkanäle und die Endo-Paro-Verbindung über die Dentintubuli bleiben bestehen. Der abgestorbene Zahn verbleibt als toter Pfeiler in der Mundhöhle – er wird durch unterschiedliche, teils unbekannte Spezies anaerober, pathogener Bakterien besiedelt, die das verbleibende organische Gewebe zersetzen und schädliche Stoffwechselprodukte (Toxine) absondern. Diese Toxine können durch irreversible Hemmung am aktiven Zentrum vieler lebenswichtiger, körpereigener Enzyme zur Ursache vielfältiger System- und Organ-Erkrankungen werden. In einer Studie von Siqueira et al. waren in allen endodontisch behandelten Zähnen mit apikaler Entzündung Mikroorganismen nachweisbar. Dies legt den Verdacht einer chronischen Infektion nahe.

Mittlerweile gilt es als erwiesen, dass sich die Symptome von Patienten, deren wurzelbehandelte Zähne entfernt wurden, deutlich verbessern, wenn die Störfelder im Mund verschwunden sind. Obwohl pro Jahr zirka 8 Millionen Wurzelbehandlungen durchgeführt werden, ist die einzige Möglichkeit der chronischen Intoxikation zu entgehen, die toten Zähne chirurgisch zu entfernen. Dabei muss auch das umliegende entzündete oder zystische Gewebe vollständig beseitigt werden.

Ob ein wurzelbehandelter Zahn tatsächlich der Auslöser für die Störung eines bestimmten Organes ist, kann vor der Extraktion durch einen speziellen Test simuliert werden. Häufig tritt während dieser Simulation eine spontane Besserung auf, deren Effekt etwa acht Stunden anhält. Der betroffene Zahn kann so eindeutig als Störfeld diagnostiziert werden und der Patient ist extrem motiviert, auf diesen toten Zahn zu verzichten.

Nach der chirurgischen Beseitigung des Endo-Zahns und des umliegenden, entzündeten Gewebes, besteht die Notwendigkeit einer Implantatversorgung. Da das Immunsystem der betroffenen Patienten durch den wurzelbehandelten Zahn geschwächt ist, wodurch eine höhere Bereitschaft für Titanunverträglichkeit vorliegt, verlangt diese Patientengruppe nach Keramikimplantaten. Bei Keramikimplantaten aus Zirkonoxid, handelt es sich um eine elektrisch neutrale biokompatible Keramik ohne jeglichen Störfeldcharakter. Im Gegensatz zu Titan ist Zirkonoxid 100 Prozent metallfrei und dadurch extrem biokompatibel. Bei einwurzligen Zähnen hat sich in der Praxis die Sofortimplantation mit einteiligen Zirkonoxid-Implantaten als optimale Lösung herauskristallisiert. Noch immer schlummern Millionen von Endo-Zähnen in den Patienten, die mit Keramikimplantaten besser versorgt wären, da viele Beschwerden nicht auftreten beziehungsweise wieder verschwinden würden. Die Therapie mit Zirkonoxid-Implantaten ist deutlich schneller und schmerzfreier als eine Wurzelbehandlung. Hinzu kommt, dass die Prognose von Implantaten deutlich höher ist, als die von wurzelbehandelten Zähnen.

Für weitere Informationen lesen Sie hier den zugehörigen Fachbeitrag von Dr. Dominik Nischwitz.

www.dnaesthetics.de

Foto: © milosljubicic - Fotolia.com
Mehr
Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige