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Branchenmeldungen 10.02.2021

Dienstverhinderung durch Schnee: Das müssen Arbeitnehmer wissen

Dienstverhinderung durch Schnee: Das müssen Arbeitnehmer wissen

Foto: claudettethebat – stock.adobe.com

Wird vom Arbeitnehmer alles Zumutbare unternommen, um zur Arbeit zu kommen, sind arbeitsrechtliche Konsequenzen wie eine Entlassung ausgeschlossen. Bei Fragen helfen die Arbeitsrechtsexperten der AK Tirol unter Tel. 0800/22 55 22 – 1414.

Gesperrte Straßen und Bahnverbindungen, Lawinengefahr und umgestürzte Bäume: Der Wintereinbruch hat seit Donnerstag auch Auswirkungen auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Denn für viele Betroffene war bzw. ist es schwierig oder sogar unmöglich, rechtzeitig zum Arbeitsplatz zu kommen.

„Arbeitsrechtliche Konsequenzen sind jedoch ausgeschlossen, sofern der Arbeitnehmer alles Zumutbare unternimmt, um zur Arbeit zu kommen“, informieren die Arbeitsrechtsexperten der AK Tirol.

Dienstverhinderung

Was ist „zumutbar“? Arbeitgeber sofort informieren Kein Urlaub, keine Gleitzeit Kein Grund zur Entlassung Weniger Geld wegen Dienstverhinderung? Dienstverhinderung „Wenn extreme Wetterbedingungen herrschen und Sie deshalb Ihre Arbeit nicht oder nicht pünktlich antreten können, liegt ein Dienstverhinderungsgrund vor“, erklären die AK Arbeitsrechtsexperten. Das heißt, ein Fernbleiben oder eine Verspätung ist entschuldigt, wenn von den Beschäftigten vorher alles Zumutbare unternommen wird, um es trotz Schnee und Eis (pünktlich) zur Arbeit zu schaffen.

Was ist „zumutbar“?

Sie müssen deshalb beispielsweise früher als sonst aufbrechen, wenn der Wetterbericht schon am Vorabend das Schneechaos vorhersagt. Oder vom Auto auf Öffis umsteigen, falls das eine gangbare Option ist. Was letztendlich zumutbar ist, hängt immer vom Einzelfall ab.

Arbeitgeber sofort informieren

Außerdem sind Arbeitnehmer dazu verpflichtet, dem Arbeitgeber umgehend zu melden, dass man nicht rechtzeitig zur Arbeit erscheinen kann.

Kein Urlaub, keine Gleitzeit

Wer wetterbedingt nicht oder zu spät am Arbeitsplatz erscheint, muss keinen Urlaubstag nehmen und sich auch keinen Zeitausgleich verrechnen lassen. Bei Gleitzeit gelten Dienstverhinderungen in der fiktiven Normalarbeitszeit als entgeltpflichtige Arbeitszeit.

Kein Grund zur Entlassung

Sollte Sie Ihr Arbeitgeber entlassen, weil Sie wegen Schnee und Eis zu spät oder gar nicht in die Arbeit gekommen sind, ist diese Entlassung unberechtigt. Wichtig ist allerdings immer, dass Sie alles Zumutbare unternommen haben, um es (zeitgerecht) in die Arbeit zu schaffen.

Weniger Geld wegen Dienstverhinderung?

Sowohl Angestellte als auch Arbeiter müssen auch für die Zeit der Dienstverhinderung ihr Entgelt bekommen.

Die Arbeitsrechtsexperten der AK Tirol informieren und helfen unter Tel. 0800/22 55 22 – 1414.

Quelle: AK Tirol

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