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Branchenmeldungen 29.05.2019

Durchgerasselt: Zahnärztin fordert von Uni 75.000 Euro

Durchgerasselt: Zahnärztin fordert von Uni 75.000 Euro

Eine Zahnärztin aus dem Landkreis Landshut verklagt das Universitätsklinikum Regensburg sowie den Freistaat Bayern und fordert die Erstattung eines halbjährlichen Verdienstausfalls. Grund: Sie wurde – ihrer Ansicht nach – zu spät zum Examen zugelassen.

Der Fall ist gleich aus zwei Gründen etwas außergewöhnlich: Zum einen, weil er vor dem Landesgericht Regensburg verhandelt wird und nicht wie im Normalfall, wenn es um Klagen durchgefallener Studenten geht, am Verwaltungsgericht. Zum anderen handelt es sich hierbei nicht um eine gewöhnliche Prüfungsanfechtung. Die Klägerin fordert stattdessen einen Verdienstausfall in Höhe von knapp 75.000 Euro, wie die Passauer Neue Presse berichtete. Damit will sie das halbe Jahr, welches sie durch die spätere Examenszulassung verloren hat, geltend machen.

Hintergrund der Verzögerung ist, dass der Prüfer des „Prothetik II“-Kurses die damalige Zahnmedizinstudentin durchfallen ließ. Ihre Arbeit soll mangelhaft gewesen sein – unter anderem, weil sie abgelaufenen Lack für die Prothesen verwendete, die somit zu Komplikationen bei den Patienten führten.

Das Gericht muss nun entscheiden, ob die Klage und insbesondere die Summe gerechtfertigt sind. Schließlich geht die Zahnärztin von einem Jahresgehalt von ca. 150.000 Euro aus. Kommt es zu keiner Einigung zwischen den Parteien, wird das Verfahren Mitte Juni am Landesgericht Regensburg fortgesetzt.

Foto: rcfotostock – stock.adobe.com

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