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Branchenmeldungen 27.11.2018

exocad Insights 2018: Die Digitalwelt zu Besuch in Darmstadt

Carolin Gersin
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exocad Insights 2018: Die Digitalwelt zu Besuch in Darmstadt

„Hello, digital experts“ hieß es am 19. und 20. November 2018, als exocad zu seinem globalen Event nach Darmstadt, in die Heimatstadt des Unternehmens, einlud. In das ausverkaufte darmstadtium kamen an diesen beiden Tagen 570 Anwender aus 42 Ländern – von Island, über die Vereinigten Staaten bis hin zu Ecuador – und machten exocad Insights 2018 mit den exzellenten Gastrednern, Software-Experten und 24 Partnerunternehmen zu einem großen Erfolg.

Mit einer Video-Reise durch das Unternehmen exocad begann das Event am Montagnachmittag. Tillmann Steinbrecher, CEO exocad, und Novica Savic, CCO exocad, begrüßten herzlich die Teilnehmer aus mehr als 40 Ländern, die ihnen mit einem tosenden Applaus antworteten. Anschließend sprach Tillmann Steinbrecher zunächst über die Anfänge des Unternehmens, welches in 2020 zehnjähriges Jubiläum feiert, und gab einen unterhaltsamen Abriss über die Historie. Aus dem Fraunhofer Institut heraus gründeten Tillmann Steinbrecher und Maik Gerth im Jahr 2010 das Unternehmen, welches heute global aufgestellt ist und seine Softwarelösungen als Original Equipment Manufacturer (OEM) über starke Partnerunternehmen wie Amann Girrbach, BEGO, Zirkonzahn und weitere Hersteller international vertreibt. Mit mehr als 32.000 Installationen in 120 Ländern ist exocad weltweit führender OEM-Hersteller für dentale CAD-Software. 

Im Folgenden kam Larry Bodony, President exocad America, zu Wort. Er ging näher auf das Thema „offene Software-Architektur“ und „offene Systeme“ ein und demonstrierte damit einmal mehr, in welchem Umfang die Philosophie „Your freedom is our passion“ im Unternehmen gelebt wird. Bodony stellte außerdem die exocad-Softwarelösungen für Labor (DentalCAD) und Praxis (ChairsideCAD) kurz vor. Mit exoplan hat exocad auch eine Software für die Implantatplanung im Portfolio, deren neues Modul Guide Creator für die individuelle Gestaltung der Bohrschablonenfertigung – nach Wahl inhouse oder in einem externen Fertigungszentrum – vorgestellt wurde: Tillmann Steinbrecher und Maik Gerth, CTO, unterschrieben live vor dem Auditorium die „Konformitätserklärung“ und gaben damit den Startschuss für das Modul Guide Creator, das ab sofort zunächst in Deutschland, Österreich und einigen weiteren europäischen Märkten verfügbar ist.

Informative Fachvorträge der digital experts

Waldo Zarco Nosti, Zahntechnikermeister aus Spanien, referierte im Anschluss zum Thema DentalCAD und Smile Creator – ein Modul, welches in naher Zukunft verfügbar sein wird. Er demonstrierte dieses Modul anhand von drei Patientenfällen aus seinem Laboralltag. Nosti ist zudem Gründer der Facebook-Gruppe „exocad Experts“, welche mit 29.000 Mitgliedern eine der größten dentalen Communities ist. Er rief diese vor einigen Jahren ins Leben, um die exocad-Fans zusammenzubringen. Ein großer Teil der User nutzt sie heute täglich. Uli Hauschild, Zahntechniker in Italien, machte im Folgenden einen Abstecher in das Feld der Implantologie und zeigte im Speziellen, wie die navigierte Implantologie mit exoplan funktioniert. Er zeigte detailliert einige virtuell geplante Patientenfälle mit Guided Surgery und betonte die vielen Herausforderungen, denen sich Behandler und Techniker täglich stellen müssen, um den Patienten glücklich zu machen, und sprach zugleich die Wichtigkeit der Planung an.

Die Gestaltung hochwertiger Modellgussprothesen war Thema von ZTM Michael Anger, Remagen. Anger zeigte das kürzlich eingeführte Add-on PartialCAD, nachdem er zunächst allgemeine Vorteile für die Nutzung von digitalen Technologien aufzeigte. Sowohl die aktuelle Arbeitsmarktsituation hinsichtlich mangelnder Fachkräfte als auch die hohe Kundennachfrage nach günstigen, schnellen, aber zudem selbstverständlich präzisen Lösungen sprechen für eine Digitalisierung im Labor. Dr. Jan Hajtó, München, brachte im Folgenden einen weiteren Blickwinkel – die zahnärztliche Sichtweise – in den Nachmittag ein. Er verdeutlichte, welche Faktoren für die Anschaffung neuer Hard- und Software in der Praxis – und auch adaptierbar auf das Labor – zu beachten sind. So sollte zunächst unbedingt unterschieden werden, ob die Neuanschaffung nur einen Vorteil oder einen wahren Wert in Form von Zeit, Geld und auch Service und Qualität für den Alltag bringt. Dies demonstrierte er anhand von Beispielen in der Praxis.

Den Abschluss des ersten Tages bildete ein besonderer Vortrag aus einer anderen wissenschaftlichen Disziplin. Dr. Henning Beck, Biochemiker und Neurobiologe aus Frankfurt am Main, demonstrierte den Teilnehmern unterhaltsam, wie das menschliche Gehirn im Vergleich zu künstlicher Intelligenz arbeitet. Er zeigte zudem den Weg zu einer neuen Idee auf und stand den Fragen des Publikums Rede und Antwort. Fragen konnten während des kompletten Tages ebenfalls digital und live per Nachricht gestellt werden und wurden im Anschluss an jeden Vortrag beantwortet und diskutiert.

Zum Networken mit Kollegen aus allen Teilen der Welt sowie Partnerunternehmen und Experten von exocad bot sich bei einer Abendveranstaltung mit Livemusik und gutem Essen ausgiebig die Gelegenheit.

Vertiefende Vorträge am zweiten Kongresstag

Am Dienstag standen die Softwareanwendungen im Detail auf dem Programm. Zunächst begrüßte Novica Savic die Teilnehmer noch einmal im Tagungssaal und erläuterte den Tagesablauf. Der Vormittag bestand aus neun 30-minütigen Sessions der internationalen exocad-Partner, aus denen die Teilnehmer fünf Themen auswählen konnten. Zunächst stellten sich die einzelnen Partner für einen besseren Überblick vor. So stand das Full Denture System und dessen Workflow im Fokus der Session mit Thomas Gienger von Amann Girrbach, während Dr. Ingo Baresel, praktizierender Zahnarzt in Cadolzburg und Gründer der Deutschen Gesellschaft für digitale orale Abformung (DGDOA) die Vorteile des Intraoralscans, im Einzelnen des iTero von Align Technology, aufzeigte. Vanik Kaufmann, Liestal/Schweiz, hingegen zeigte in seiner Session in Kooperation mit dem südkoreanischen Hersteller Medit zunächst ein beeindruckendes Video von François Duret aus den 1980er-Jahren und den Anfängen der Digitalisierung in der Zahnmedizin. Auf die Entwicklung des Intraoralscans und des 3D-Drucks bis hin zu den Chancen für das Labor ging er im Folgenden weiter ein.

Der Nachmittag bestand weiterhin aus vertiefenden Workshop-Angeboten. Das Publikum konnte sich in fünf Sprachen zu den unterschiedlichen laborspezifischen Softwareanwendungen DentalCAD, PartialCAD und exoplan weiterbilden, während die anwesenden Zahnärzte die klinischen Vorträge u. a. zum Intaoralscan besuchen konnten. Den Abschluss der Kongresstage bildete der Vortrag von Vanik Kaufmann, der die Anwender digitaler Technologien über Mythen und Realität des 3D-Drucks aufklärte.

Begleitet wurden beide Kongresstage von einer Ausstellung mit 24 Partnerunternehmen, die ihre Produktpaletten präsentierten und den Teilnehmern Rede und Antwort standen. In der Ausstellung wurden auch spezielle T-Shirts an die Kongressbesucher verkauft, deren vollständiger Erlös an die Hilfsorganisation „Overland for smile“ von exocad gespendet wird.

Die hohe Internationalität der Fangemeinde des jungen Software-Unternehmens und zugleich die Kollegialität und familiäre Atmosphäre machten exocad Insights 2018 zu einem ganz besonderen Event, der deutlich machte: Digitale Technologien ermöglichen ihren Anwendern in Praxen und Laboren die bestmögliche Versorgung ihrer Patienten – zeitsparend sowie wirtschaftlich. Offene Systeme in den Bereichen Scanner, Fräs- und Schleifmaschinen sowie 3D-Drucker lassen sich über die offene Plattformarchitektur von exocad maximal flexibel miteinander kombinieren. Und: Den offenen Systemen gehört die Zukunft. Das nächste exocad Insights Event findet am 12. und 13. März 2020 wieder in Darmstadt statt.

Foto: OEMUS MEDIA AG
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