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Branchenmeldungen 22.03.2016

Orale Ultraschallchirurgie

Orale Ultraschallchirurgie

YourDentalExperts stellen im Rahmen der Artikelserie „Expertentipp“ ihre Fälle aus der Praxis vor. ZWP online-Leser erhalten auf der Plattform yourdentalexpert.com die Möglichkeit, von der Expertise ausgewählter Fachkollegen zu profitieren

Intralift™– minimal invasive Sinusbodenelevation, Nervlateralisation und beschleunigte KFO (Piezocision)

Mit der Ultraschallchirurgie ergeben sich für den Behandler neue Möglichkeiten in minimalinvasiven chirurgischen Verfahren. Minimalinvasivität ist keine Modeerscheinung, sondern ein Patientenanspruch, der auf maximale Minimierung von Schmerzen, Behandlungszeit und postoperativer Downtime fußt (nihil nocere). Mit der Ultraschallchirurgie kann die Sinusbodenaugmentation über einen krestalen Zugang (2.8 mm) mit beliebigen Volumina durchgeführt werden. Der vor 8 Jahren entwickelte Intralift™ (Trödhan, Kurrek, Wainwright) mit tausenden erfolgreich durchgeführter Eingriffe ermöglicht es dem Patienten, am nächsten Tag ohne Schwellung, Schmerzen oder Hämatome dem Alltagsgeschehen nachzugehen. Weltweit wurden mehr als 25.000 Eingriffe nach dem Verfahren erfolgreich durchgeführt, zahlreiche Studien belegen die Effektivität dieses ultraschallbasierten Kavitationsverfahren. Auf den Einsatz von autologem Knochen bei der Sinusbodenelevation kann verzichtet werden, zumal die Studienlage auch den alleinigen Gebrauch von autologem Knochen im Sinus maxillaris verbietet, hier gibt es zahlreiche (synthetische) Alternativen, die sich bestens im Sinus bewährt haben. Gleichzeitig ermöglicht es dem Chirurgen vertikal und lateral augmentieren zu können, was bei der klassischen Technik nach Tatum durch das Anlegen eines fazialen Kieferhöhlenfensters nicht möglich ist.

 

Nervlateralisation mit dem Ultraschallchirurgiegerät

Nervlateralisationen, die mit rotierenden Instrumenten nur einer kleiner Anzahl versierter und wagemutiger Kollegen vorbehalten sind, können mit dem Ultraschallchirurgiegerät schonend durchgeführt werden, ohne den Mandibularnerven dauerhaft zu schädigen. Mit runden, diamantierten Aufsätzen kann selbst im leichten Kontakt mit dem Nerven dieser nicht dauerhaft geschädigt werden und es macht den Eingriff ungleich sicherer, als mit rotierenden Instrumenten.

Piezocision – beschleunigte KFO durch einen 10 minütigen Eingriff

Kieferorthopädie, insbesondere die Erwachsenen-KFO, ist ein fester Baustein der zahnärztlichen Behandlung. Ein Manko für viele Patienten ist die oft langwierige Behandlungzeit. Mit dem Piezocision-Verfahren wird die kortikale Lamelle interradikulär nach Mikro-Inzision mit speziellen Aufsätzen perforiert und auf diese Weise der Prozess der Hyalinisation (Verknorperlung zwischen den Wurzeln) beschleunigt. Dies konnte in den Studien von Dibart et al. (Boston, USA) und der Univerisität Lüttich bewiesen werden. Die Verkürzung der Behandlungszeit liegt zwischen 50 und 60% der regulären Behandlungszeit und ist mit jeder kieferorthopädischen Therapie durchführbar. Der schnelle, unkomplizierte Eingriff erfolgt unter Lokalanästhesie, Schmerzen und Schwellungen treten nicht auf und Narben werden durch Mikronähte (7-0) auf ein Minimum reduziert.

 

Foto: © Autor
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