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Branchenmeldungen 18.07.2013

Facettenreiche DGDH-Tagung in Ludwigsburg

Facettenreiche DGDH-Tagung in Ludwigsburg

Im Rahmen der 19. DGDH-Tagung informierten sich am 4. und 5. Juli in Ludwigsburg über 160 Dentalhygienikerinnen zur Therapie von parodontalen Erkrankungen zwischen Strategie und Stressbewältigung. Auch in diesem Jahr konnte die Tagung ihrem Anspruch, gleichzeitig hochwertige Fortbildung und freudiges Wiedersehen von DHs aus ganz Deutschland zu sein, ganz und gar gerecht werden.

Als erste Referentin der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Dentalhygieniker/-innen e.V. (DGDH) beantwortete Prof. Dr. Petra Ratka-Krüger von der Universität Freiburg die Frage, wann der parodontal erkrankte Patient Antibiotika benötigt. So sei bei schweren Erkrankungen mit subgingivalen Parodontalpathogenen die Gabe eines Antibiotikums empfehlenswert. Lokale Antibiotika befürwortete Prof. Dr. Ratka-Krüger bei Patienten, die nach abgeschlossener Parodontitistherapie noch einzelne vertiefte Taschen aufweisen. Die gängigere Methode der parodontalen Therapie beschrieb Prof. Dr. Christof Dörfer von der Universität Kiel in seinem in zwei Blöcke geteilten Vortrag zur optimalen Strategie bei der Biofilmkontrolle. Er vermittelte den aktuellen Kenntnisstand in der Prävention oraler Erkrankungen, zeigte neue Entwicklungen auf und analysierte die Praxistauglichkeit derzeitiger Empfehlungen kritisch anhand der vorhandenen Evidenz.

Der zweite Fortbildungstag startete mit einer kleinen Überraschung: DGDH-Vorsitzende Sylvia Fresmann stellte den Teilnehmern mit Annika Göttermann eine zukünftige Kollegin vor. Sie erhielt von der DKV für ihre Weiterbildungsmaßnahme zur DH im ZFZ Stuttgart ein Qualifizierungsstipendium.

Astrid Böttger, Dozentin an der Universität Göttingen und Trainerin für Stress- und Zeitmanagement, gab den Teilnehmerinnen hilfreiche Tipps zum professionellen Stressmanagement an die Hand. Neben einer praktischen Stressanalyse erfuhren die DHs, wie man vor, während und nach Belastungssituationen am besten mit Stress umgehen kann. Als letztes Tagungsthema stand Kariesmanagement auf dem Programm. Zahnärztin Friederike Söchtig von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) präsentierte den Zuhörerinnen mit der Nahinfrarotlicht-Methode mit DIAGNOCam (KaVo) eine strahlungsarme Alternative für die Kariesdiagnostik. Die diagnostischen Übereinstimmungen mit Bissflügelaufnahmen betrugen bei den Untersuchungen der LMU 98 %, so Frau Söchtig.

Schulung von Studienpraxen in Tagung integriert

Die DGDH hat gemeinsam mit dem ZFZ Stuttgart und der Universität Göttingen die erste klinische prospektive Multizenterstudie zur Prophylaxe periimplantärer Erkrankungen initiiert, deren Datenerhebung durch Dentalhygienikerinnen durchgeführt wird. Vor dem offiziellen Start der DGDH-Jahrestagung widmeten sich Gastgeberin Sylvia Fresmann und Prof. Dr. Johannes Einwag (Direktor des ZFZ Stuttgart) deshalb gemeinsam mit den etwa 30 DHs, die diese Studie in ihren Praxen betreuen, diesem Vorzeigeprojekt für die Implantatprophylaxe. Sylvia Fresmann wies in diesem Zusammenhang auch auf die Kooperation der DGDH mit dem Aktionsbündnis gesundes Implantat hin. Die Patientenbroschüre „Implantate brauchen Pflege“ und der „ImplantatPass für Sicherheit & Pflege“ des Bündnisses waren auf der DGDH-Tagung frei verfügbar.

Tendenz steigend

Bei den Dentalhygienikerinnen wird die DGDH-Tagung immer beliebter, wie die jedes Jahr steigenden Teilnehmerzahlen deutlich zeigen. Im kommenden Jahr erwartet die DGDH weiteren Zuwachs, denn das 20. Jubiläum der DentalhygienikerInnen in Deutschland am 10. und 11. Juli 2014 werden sich nur wenige DHs entgehen lassen wollen.

Kontakt

Sylvia Fresmann

Deutsche Gesellschaft für Dentalhygienikerinnen e.V.

Fasanenweg 14

48249 Dülmen

Fax:   +49 (0)2590/946530

Mail:   Fresmann@dgdh.de

Web:  www.dgdh.de

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