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Branchenmeldungen 25.02.2020

GKV: Ausgaben für zahnärztliche Behandlungen erneut gestiegen

GKV: Ausgaben für zahnärztliche Behandlungen erneut gestiegen

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat mit den ungebrochen steigenden Kosten in allen Leistungsbereichen des Gesundheitswesens zu kämpfen. Die Ausgaben für die Zahnmedizin sind davon nicht ausgenommen.

Aktuellen Statistiken zufolge, in denen die Quartale 1 bis 3 von 2019 mit 2018 verglichen wurden, zeichnet sich ab, dass der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre fortbesteht. So ist davon auszugehen, dass der Rekordwert der Gesamtausgaben von 226 Milliarden Euro (2018) zum Ende des vergangenen Jahres erneut gebrochen wurde. Zahnärztliche Behandlungen sowie Zahnersatz machten zusammen ca. sechs bis sieben Prozent der Kosten aus.

Im Vergleich zu den anderen Leistungsbereichen ist der Zuwachs bei zahnmedizinischen Behandlungen (exklusive Zahnersatz) in den ersten drei Quartalen 2019 mit 2,9 Prozent am geringsten. Im Bereich der Arzneimittel hatten die Aufwendungen um 5,16 Prozent und damit am stärksten zugenommen.

Während zahnärztliche Behandlungen (ohne Zahnersatz) in den Quartalen 1 bis 3 2018 noch 8,3 Milliarden Euro kosteten, waren ein Jahr später im gleichen Zeitraum 8,58 Milliarden Euro nötig. Ähnliche Entwicklung zeigen Leistungen für Zahnersatz. Hier stieg die Summe von 2,47 Milliarden Euro auf 2,61 Milliarden Euro.

Nach eigenen Angaben haben sich die Kosten der GKV im Laufe des vergangenen Jahres in dem Maße entwickelt, dass die Krankenkassen derzeit mehr ausgeben als einnehmen. Politische Entscheidungen – Stichwort: ab 2020 Reserven stärker abbauen – würden sie zudem daran hindern, ein langfristig stabiles Finanzkonzept auf den Weg zu bringen.

Foto: makistock – stock.adobe.com

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