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Branchenmeldungen 30.08.2017

Ideale Kommunikation – digital vernetzt

Ideale Kommunikation – digital vernetzt

Vor knapp vier Jahren ist CAMLOG mit der Fertigungsdienstleistung DEDICAM® an den Start gegangen. Seitdem hat sich viel getan. Mit DEDICAM® hat sich der Implantatanbieter hervorragend positioniert und zu einem bedeutenden Anbieter im Bereich der CAD/CAM-Prothetik entwickelt. Im Interview mit Georg Isbaner, OEMUS MEDIA AG, spricht Martin Steiner, Bereichsleitung DEDICAM®, unter anderem über die Möglichkeiten mit DEDICAM®, die Entwicklung von analog zu digital sowie neue Materialien und Produkte.

Herr Steiner, mit DEDICAM® ist CAMLOG einer der führenden Anbieter individueller CAD/CAM-Prothetik in Deutschland. Was macht DEDICAM® aus und wie profitieren Ihre Kunden davon?

Wir sehen, dass computergestützte Verfahren im Praxis- und Laboralltag immer bedeutender werden. Mit der Produktvielfalt und dem Leistungsspektrum von DEDICAM® sehen wir uns als „verlängerte Werkbank“ im digitalen Arbeitsablauf. Die Kunden entscheiden selbst, wann und auf welche DEDICAM®-Leistungen sie in ihrem Arbeitsablauf zugreifen möchten. Wir unterstützen unsere Kunden, ihre bevorzugten Arbeitsprozesse mit ihrem bevorzugten Partner umzusetzen – und das hardware- und softwareübergreifend durch die offenen Schnittstellen. So bleiben die Dentallabore ungebunden und brauchen neben ihrer vorhandenen Infrastruktur keine weiteren Investitionen zu tätigen. Die Konstruktionsdaten können als offene STL-Dateien von 3Shape®, exocad® und Dental Wings® verarbeitet werden. Auch Labore ohne eine CAD-Infrastruktur profitieren von DEDICAM®. Unsere Spezialisten des Scan & Design Services können eingesendete Modelle und Aufträge digitalisieren und nach der Freigabe der Konstruktionsvorschläge die Produktion starten.

Was sind die Spezialitäten, die über DEDICAM® angeboten werden?

Unser Leistungsspektrum umfasst neben den Rekonstruktionen für die Implantatsysteme von CAMLOG auch die Systeme weiterer führender Hersteller wie beispielsweise Nobel Biocare® oder Straumann®. Egal, ob individualisierte Abutments und Gingivaformer aus Titanlegierung oder Hybridabutments und Hybridabutmentkronen auf Titanbasen CAD/CAM, das Konstruieren von direkt im Implantat verschraubten Brücken und Stegen ist ebenso möglich. Über DEDICAM® können wir verschraubte Brücken und Stege auf den CAD/CAM Titanbasen für Brücken sowie den Stegaufbauten des COMFOUR® Systems fertigen. Für einteilige Abutments, direktverschraubte Implantatbrücken und -stege für prothetische Versorgungen, die kompatibel mit weiteren Implantatsystemen sind, sind die entsprechenden CAD-Bibliotheken von 3Shape®, exocad® und Dental Wings® kostenlos verfügbar. Für diese Systeme bietet CAMLOG eigene Scankörper und Bibliotheken an. Mit den gängigsten CAD-Softwares können Abutments mit Gerüsten oder vollanatomischen Kronen in einem Arbeitsschritt mittels „File-Splitting“ konstruiert werden.

Die Digitalisierung schreitet weiter voran, wodurch sich auch die Marktbedingungen verändern. Was sind Ihre Ziele für die Zukunft?

Wir möchten die Behandlerteams, sprich die chirurgisch und prothetisch tätigen Zahnärzte sowie Zahntechniker, künftig noch besser vernetzen und zusammenführen. Im Hinblick darauf haben wir das DEDICAM®-Angebot entsprechend erweitert. Denn der technische Fortschritt und insbesondere die Digitalisierung eröffnen hinsichtlich des „Backward Planning“ ganz neue Möglichkeiten. Richtig eingesetzt, sparen die Anwender mit einem modernen Versorgungskonzept nicht nur Zeit und Ressourcen, es werden zusätzlich die Arbeitsprozesse optimiert und die Ergebnisse vorhersagbarer sowie reproduzierbar. Um all dies unseren Kunden zu ermöglichen, haben wir mit Henry Schein ConnectDental eine Kooperation gestartet. Diese Plattform reflektiert die Vernetzung der digitalen Technologie in der Zahnheilkunde und verlinkt jeden Schritt innerhalb des klinischen Workflows.

Wie sieht diese Zusammenarbeit aus und welche Vorteile ergeben sich für die Behandlerteams daraus?

Es handelt sich um ein sehr modernes Vertriebsmodell, das es wohl in dieser Form bisher in Deutschland nicht gibt und für einen nahtlosen Übergang bei den Arbeitsabläufen sorgt. Henry Schein ConnectDental unterstützt mit digitalen Lösungen Zahnärzte und Labore beim einfachen und sicheren Weg in und durch die Welt der digitalen Zahnheilkunde – durch Beratung, die Integration der Technologien in den klinischen Workflow sowie Fort- und Weiterbildungen in Bezug auf alle relevanten Bereiche der digitalen Zahnheilkunde. Durch die Kooperation können wir nun individuell zugeschnittene Lösungen für den digitalen Workflow anbieten. Im besonderen Fokus stehen innovative Systeme für digitale intraorale Abformungen, wie zum Beispiel Trios von 3Shape®.

Dadurch sind Implantatplanungen ohne konventionelle Abformung sowie Modellherstellung möglich. Eine digitale Abformung intraoperativ lässt moderne Versorgungskonzepte gängige Praxis werden. Selbst ohne Implantatplanung ist der Intraoralscanner für die prothetische, digital erstellte Rekonstruktion sinnvoll. Die Behandlungsabläufe sind ohne physischen Abdruck patientenfreundlich und die digitale Informationsübertragung zum Dentallabor einfach, schnell und sauber abgewickelt. Besonders großen Wert legen wir darauf, dass die Anwender in enger Zusammenarbeit sowohl von den DEDICAM®-Produktspezialisten als auch vom Henry Schein ConnectDentalTeam betreut werden.

Auf welche weiteren Dienstleistungen und Services dürfen sich Ihre Kunden freuen?

Der DEDICAM® Scan & Design Service kann künftig die intraoralen oder laborseitig vom Modell durchgeführten Oberflächenscans für prothetische Design- und Fertigungsaufträge verwenden bzw. in der 3D-Planung für die Implantatpositionierung berücksichtigen. Das bedeutet, die Kunden müssen kein physisches Modell mehr einsenden, was die Zusammenarbeit mit dem DEDICAM®-Designteam einfacher macht. Damit das Behandlerteam untereinander ideal kommunizieren kann, ermöglichen wir ebenfalls über den DEDICAM® Scan & Design Service die Verarbeitung von Sirona CEREC-Scandaten. Dabei werden die Scandatensätze in STL-Daten konvertiert, sodass die DEDICAM®-Kunden mit ihrer CAD-Software von 3Shape®, exocad® oder Dental Wings® die prothetische Restauration designen können. Alternativ können sie das gewünschte Produkt auch über den Scan & Design Service konstruieren lassen und die Fertigung beauftragen. Neben der chirurgischen und prothetischen Planung bieten wir auch individuell gedruckte 3D-Modelle sowie Implantatbohrschablonen an. Die Implantatplanung wird anhand von DICOM-Daten und der Überlagerung mit STL-Scandaten umgesetzt. Derartige und moderne Implantatversorgungskonzepte ermöglichen es, den Arbeitsablauf so zu gestalten, dass zum OP-Termin neben den Bohrschablonen, Guide-Implantaten und Bohrer-Sets auch individuelle Gingivaformer sowie Provisorien vorbereitet und angeliefert werden können.

Gerade die Kombination aus Oberflächenscans, digitaler Planung und dem 3D-Druck in Verbindung mit DEDICAM® als offene Plattform, machen den Full-Digital-Workflow in jeder Teamkonstellation möglich. DEDICAM® fungiert als Bindeglied zwischen Chirurg, Prothetiker und Zahntechniker zur bedarfsorientierten Vervollständigung der Prozesskette.

CAMLOG ist Anfang dieses Jahres mit dem CERALOG® Implantatsystem in den Markt für Keramikimplantate eingetreten. Was hat Sie dazu motiviert?

Wir beschäftigen uns permanent mit der Frage, was unsere Kunden benötigen, um noch erfolgreicher zu werden. Deshalb haben wir uns den Markt für Keramikimplantate genauer angeschaut. Denn die Nachfrage ist nicht nur unter ästhetischen Gesichtspunkten gestiegen, auch unter medizinischen Aspekten kann eine metallfreie Versorgung erforderlich sein. Die CERALOG®-Implantate sind biokompatibel, ausgereift und seit einigen Jahren im klinischen Einsatz. Sie bieten eine hohe Vorhersagbarkeit und weisen außergewöhnliche ästhetische Eigenschaften auf. Wir vertreiben sowohl die einteiligen Monobloc als auch die zweiteiligen, reversibel verschraubbaren CERALOG® Hexalobe Implantate. Die Herausforderungen eines zweiteiligen Keramikimplantats konnten bis jetzt erst wenige Hersteller erfolgreich meistern. AXIS biodental SA, das für die Entwicklung sowie Herstellung von metallfreien Dentalimplantatlösungen aus Hochleistungskeramik spezialisiert ist und CERALOG® herstellt, war das erste Unternehmen, das reversibel verschraubbare Implantate einführte. Damit kommen wir in der Anwendung nahe an den gewohnten Standard der Titanimplantate heran.

Als einer der Vorreiter bieten Sie seit Mai 2017 individuelle einteilige Zirkonoxidabutments für das CERALOG® Hexalobe Implantat an. Welche Vorteile bieten diese?

Neben der Versorgung auf standardisierten PEKK-Abutments, bieten wir den Anwendern die Möglichkeit einer hochästhetischen Vollzirkonlösung. Die individuelle Ausformung des subgingivalen Kronendurchtrittprofils unterstützt eine optimale Rot-Weiß-Ästhetik. Besonders hervorzuheben ist die polierte Oberflächenstruktur des Zirkonoxidabutments im subgingivalen Bereich, die die Adaption des Weichgewebes unterstützt. Für die optimale Stabilität des Abutments und zum langfristigen Erhalt des krestalen Knochens wird das Abutment mit integriertem Platform-Switch gefertigt. Wir bieten das Vollzirkonoxidabutment in zwei Farben an: BL und A1/A2. Je nach Präferenz wird es mit einer Gold- oder Titanschraube geliefert. Das individuelle Zirkonoxidabutment ist über die DEDICAM®-Fertigungsdienstleistung oder den Scan & Design Service erhältlich.

Das sehr breite DEDICAM®-Angebot macht fast alles möglich und unser Fokus liegt darauf, offene und lösungsorientierte Konzepte anzubieten. Diesen Weg werden wir mit DEDICAM® weitergehen und sukzessive neue Dienstleistungen und Services anbieten. Dabei werden wir vor allem auch die Wünsche und Bedürfnisse der Patienten berücksichtigen.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Steiner.

Foto: CAMLOG
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