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Branchenmeldungen 01.09.2017

Monat der Mundgesundheit – Dentinhypersensibilität im Fokus

Monat der Mundgesundheit – Dentinhypersensibilität im Fokus

Schmerzempfindliche Zähne sind in der Bevölkerung weit verbreitet. Ausgelöst wird der kurze, stechende Schmerz durch einen chemischen, mechanischen oder thermischen Reiz. Sogar das Zähneputzen kann zur täglichen Überwindung werden. Rund ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung in Europa ist von sogenannter Dentinhypersensibilität betroffen. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Eine Befragung unter Österreichs Zahnärzten1 anlässlich des Monats der Mundgesundheit bestätigt: Neun von zehn Zahnärzten schätzen den Patientenanteil mit schmerzempfindlichen Zähnen auf bis zu 50 Prozent ein.

Anlässlich des Monats der Mundgesundheit im September klären die Österreichische Gesellschaft für Parodontologie (ÖGP), die Zahnärztekammer Österreich und eine leitende Instruktorin für Prophylaxeausbildung, Cornelia Bernhardt, auf Initiative von Colgate-Palmolive über mögliche Ursachen und Therapien auf.

Wenn weiche Teile des Zahnes, genauer des Dentins, freiliegen, können mechanische, thermische oder chemische Reize zu Schmerzen führen. Der Grund dafür sind offene Dentintubuli, winzig kleine Reizleiterkanälchen, die direkt zum Zahnnerv führen, weil der schützende Zahnschmelz fehlt. Jede Berührung mit Süßem, Kaltem oder Heißem kann unangenehme Schmerzen verursachen. Auch die Mundhygiene kann darunter leiden, wenn sie unter Schmerzen durchgeführt werden soll.

Dr. Wolfgang Kopp, Prophylaxereferent der Zahnärztekammer Österreich, erklärt: „Klagt ein Patient über schmerzempfindliche Zähne bzw. Schmerzen auf Temperatur oder beim Genuss von sauren und süßen Lebensmitteln, ist primär vom behandelnden Zahnarzt eine klinische und radiologische Untersuchung vorzunehmen, um etwaige Ursachen ausschließen zu können.“ Ursachen für Schmerz können zum Beispiel Karies, Frakturen, endodontische Probleme, parodontologische Probleme, Überempfindlichkeiten nach Behandlungen, auch nach Zahnaufhellung, und traumatische Okklusionen sein. Können diese Diagnosen ausgeschlossen werden, liegt in den häufigsten Fällen eine Dentinhypersensibilität vor.

„Um herauszufinden, was Zähne schmerzempfindlich macht, ist detektivisches Vorgehen notwendig“, meint ÖGP-Generalsekretärin Dr. Corinna Bruckmann, MSc. „Häufig sind parodontale Erkrankungen die Ursache für Zahnempfindlichkeit.“ Ungenügende Plaqueentfernung führt zu Anlagerung von bakteriellen Belägen. Diese reizen einerseits durch Säureeinwirkung das empfindliche Dentin und verursachen Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) oder sogar Parodontitis. Eine häufige Folge von Parodontitis ist wiederum Zahnfleischrückgang, der zu freiliegenden Zahnhälsen führt. Gerade am Zahnhals ist jedoch kein Schmelz vorhanden, sodass die Empfindlichkeit gesteigert ist. Parodontale Therapie kann auch helfen, Zahnhalsempfindlichkeit zu verringern.

35 Prozent der österreichischen Zahnärzte sehen übrigens die Hauptursache für schmerzempfindliche Zähne in einer falschen Putztechnik. 21 Prozent meinen, die Zahnbürste wäre zu hart und 20 Prozent begründen die Problematik mit einem Rückgang des Zahnfleisches im Alter. 15 Prozent meinen, dass Zahnfleisch- und Zahnbettentzündungen nicht zu vernachlässigen wären. Aber auch die Ernährung spiele eine Rolle, wenngleich dieser Faktor mit vier Prozent relativ niedrig bewertet wird.

Cornelia Bernhardt bekräftigt: „Dieses Thema begleitet uns Prophylaxeassistentinnen täglich in der Praxis, fast jeder Zweite klagt über Schmerzen bei Kälte, Saurem oder bei Berührung.“ Bernhardt ist leitende Instruktorin in der Ausbildung zur Prophylaxeassistentin in Tirol. „Die Patienten sollten über die richtige Zahnputztechnik und die Verwendung einer dementsprechenden Zahnpaste von der Prophylaxeassistentin informiert und instruiert werden. Zahnpasten tragen einen wesentlichen Teil zur Verbesserung der Schmerzempfindlichkeit bei.“

Colgate-Palmolive General Manager, Ulrich Gröger, hebt die Wirksamkeit von Zahnpflegeprodukten für sensible Zähne hervor. Dabei stehen Zahnpflegeprodukte mit speziellen desensibilisierenden Wirkstoffen, wie zum Beispiel Pro-Argin®, im Vordergrund. Die Zahnpasta elmex® SENSITIVE PROFESSIONAL(TM) Repair & Prevent enthält beispielsweise neben Pro-Argin® zusätzlich noch Zink, um Zahnfleischentzündungen effektiv vorzubeugen – einer der Hauptursachen für schmerzempfindliche Zähne. Ergänzend dazu brachte Colgate-Palmolive heuer eine Zahnbürste mit einem integrierten Schmerzlinderungsstift auf den Markt. Zahlreiche Studien konnten eine sofortige2, 3, 4 als auch langanhaltende Schmerzlinderung5, 6 durch Anwendung von Pro-Argin® belegen.

Für die häusliche Pflege empfehlen ein Drittel der befragten Zahnärzte die Verwendung einer fluoridierten Zahnpasta, ein weiteres Drittel gibt Tipps für das richtige Zähneputzen und rund ein Viertel empfiehlt den Gebrauch spezieller Zahnbürsten.

Zur Abklärung von Ursachen bei Zahnempfindlichkeit empfehlen die Österreichische Zahnärztekammer und die ÖGP auch eine rasche Screeningmethode, die Parodontale Grunduntersuchung (PGU).

Ratgeber „Gesundes Zahnfleisch“

Hilfreiche Informationen und Tipps für PatientInnen hat die ÖGP gemeinsam mit der Österreichischen Zahnärztekammer im neu aufgelegten Ratgeber „Gesundes Zahnfleisch“ zusammengestellt. Die Broschüre kann zur Auflage in der Praxis ab sofort kostenlos über die ÖGP bezogen werden.

Quellennachweis

(1) Befragung der Österreichischen Zahnärzte anlässlich des Monats der Mundgesundheit 2017. Durchführungszeitraum Juni, Juli 2017, N=300.

(2) Für sofortige Schmerzlinderung Zahnpasta bis zu 2x täglich mit der Fingerspitze auf den empfindlichen Zahn auftragen und für 1 Minute sanft einmassieren.

(3) Ayad F et al.: Comparing the Efficacy in Providing Instant Relief of Dentin Hypersensitivity of a New Toothpaste Containing 8.0% Arginine, Calcium Carbonate, and 1450 ppm Fluoride to a Benchmark Desensitizing Toothpaste Containing 2% Potassium Ion and 1450 ppm Fluoride, and to a Control Toothpaste with 1450 ppm Fluoride: A Three-Day Clinical Study in Mississauga, Canada. J Clin Dent 20 (Spec Iss): 115–122, 2009.

(4) Schiff T et al. The Clinical Effect of a Single Direct Topical Application of a Dentifrice Containing 8.0% Arginine, Calcium Carbonate, and 1450 ppm Fluoride on Dentin Hypersensitivity: The Use of a Cotton Swab Applicator Versus the Use of a Fingertip. J Clin Dent 20 (Spec Iss):131–136, 2009.

(5) Cummins D. The Efficacy of a New Dentifrice Containing 8.0% Arginine, Calcium Carbonate, and 1450 ppm Fluoride in Delivering Instant and Lasting Relief of Dentin Hypersensitivity. J Clin Dent 20 (Spec Iss): 109–114, 2009.

(6) Docimo R et al. Comparing the Efficacy in Reducing Dentin Hypersensitivity of a New Toothpaste Containing 8.0% Arginine, Calcium Carbonate, and 1450 ppm Fluoride to a Benchmark Commercial Desensitizing Toothpaste Containing 2% Potassium Ion: An Eight-Week Clinical Study in Rome, Italy. J Clin Dent 20 (Spec Iss):137–143, 2009.

Quelle: ÖGP

Auf dem Foto: Ulrich Gröger & Dr. Corinna Bruckmann, MSc

Foto: Zsolt Marton – ZMART
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