Branchenmeldungen 07.05.2014

ITI gibt Gewinnerin des André Schroeder Forschungspreises bekannt

ITI gibt Gewinnerin des André Schroeder Forschungspreises bekannt

Foto: © ITI

Dr. Jia-Hui Fu und ihre Ko-Autoren gewinnen mit ihrem Artikel zur Wirksamkeit der „Sandwich“-Knochenaufbautechnik.

Das Internationale Team für Implantologie (ITI), eine führende akademische Organisation auf dem Gebiet der dentalen Implantologie, die sich der Förderung von evidenzbasierter Ausbildung und Forschung verschrieben hat, verleiht Dr. Jia-Hui Fu aus Singapur den 19. André Schroeder Forschungspreis für ihren Artikel „A Randomized Clinical Trial Evaluating the Efficacy of the Sandwich Bone Augmentation Technique in Increasing Buccal Bone Thickness During Implant Placement Surgery. I. Clinical and Radiographic Parameters“. Dr. Fu, eine Assistenzprofessorin und Forscherin an der National University of Singapore, erhielt die Auszeichnung am 26. April 2014 von ITI Präsident Prof. Dr. David Cochran im Rahmen des diesjährigen ITI World Symposiums in Genf. Der jährlich verliehene Preis ist mit 20.000 Schweizer Franken dotiert.

Dr. Fu und ihre Mitautorinnen und -autoren T.-J. Oh, E. Benavides, I. Rudek and H.-L. Wang führten eine randomisierte klinische Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit der „Sandwich“-Knochenaufbautechnik bei der Vergrösserung der bukkalen Knochendicke während der Implantation durch. Der erste Teil ihrer Studie, für den sie den Preis erhielt, befasst sich dabei im Rahmen der oben genannten Fragestellung mit der Erhebung klinischer und röntgenologischer Parameter. Nach Abschluss ihres Bachelorstudiums in dentaler Chirurgie an der National University of Singapore absolvierte Dr. Fu ein Masterstudium an der University of Michigan und schloss mit einem Master of Science sowie einem Zertifikat in Parodontologie ab. Neben dem Nachdiplomstudium in Parodontologie arbeitete sie als klinische Dozentin in der Abteilung für Parodontologie und orale Medizin an der University of Michigan.

„Es ist eine grosse Ehre, diesen bedeutenden Preis zu gewinnen und Teil einer solch angesehenen Forschungsgemeinschaft zu werden,“ sagte Dr. Fu. „Diese offizielle Anerkennung unserer Arbeit bestärkt uns in unserer Motivation und Begeisterung, weitere Forschungsarbeit auf diesem Gebiet zu betreiben.“

Fokusthemen für Forschungprojekte

Jedes Jahr unterstützt die ITI Stiftung Forschungsprojekte im Bereich der dentalen Implantolo-gie mit 2,2 Millionen Schweizer Franken. Das ITI Research Committee gab bekannt, dass ab 2014 ein beträchtlicher Teil der jährlich zu vergebenden Gelder an Forschungsprojekte in spezifischen Interessensgebieten vergeben wird. Damit unterstützt das ITI die nachhaltige Entwicklung ausgewählter Forschungsbereiche über eine längere Zeitspanne. Die aktuellen Fokusthemen wurden für die Jahre 2014 bis 2017 bestimmt:

  • Einfluss von Oberflächenmaterial und Oberflächenstruktur auf verbesserte Weichgewebe-Anlagerung
  • Minimal invasive Implantattherapie. Wie viel Osseointegration ist notwendig? Wie kurz und schmal dürfen Implantate sein?
  • Gebrauch und Validierung von digitalen Daten für Planung, Herstellung und Behandlung

Das ITI betonte jedoch, dass auch in Zukunft Anträge für Forschungsgelder in allen Bereichen der dentalen Implantologie berücksichtigt werden.

Über das ITI

Das Internationale Team für Implantologie (ITI) vereint Experten aus aller Welt und aus allen Fachgebieten der dentalen Implantologie und der damit verbundenen Geweberegeneration. Als unabhängige akademische Organisation fördert das ITI aktiv die Vernetzung und den Informationsaustausch unter seinen Mitgliedern. Die über 17.000 ITI-Mitglieder – Fellows und Members – tauschen regelmässig auf Tagungen, Fortbildungsveranstaltungen und Kongressen ihr in Forschung und klinischer Praxis erworbenes Wissen aus. Ziel ist es, Behandlungsmethoden und -ergebnisse zum Wohl der Patienten kontinuierlich zu verbessern.

In den 34 Jahren seines Bestehens hat sich das ITI eine Reputation für wissenschaftliche Sorgfalt, verbunden mit Verantwortung für die Patienten, erarbeitet. Die Organisation setzt sich aktiv für die Aufstellung und Verbreitung genau dokumentierter Behandlungsrichtlinien ein, die auf umfassenden klinischen Untersuchungen und der Erfassung von Langzeitergebnissen basieren. Das ITI vergibt Forschungsgelder sowie Stipendien für junge Kliniker, veranstaltet Kongresse und Fortbildungsveranstaltungen und betreibt mehr als 600 Study Clubs auf der ganzen Welt. Weiterhin publiziert das ITI auch Fachbücher wie die ITI Treatment Guide-Buchreihe. www.iti.org.

Quelle: ITI

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