Anzeige
Branchenmeldungen 28.02.2011

Kurs zur Alterszahnheilkunde vermittelte solide Grundlagen und praxisorientierten Rat

Kurs zur Alterszahnheilkunde vermittelte solide Grundlagen und praxisorientierten Rat

Zwar schrumpft die Bevölkerung hierzulande insgesamt, doch verzeichnen wir gleichzeitig eine Explosion bei den Senioren. Die Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie (DGZI) hat bereits darauf reagiert und am 25./26. September 2009 in Bonn erstmalig das neue Kurs-Modul „Alterszahnheilkunde/Alters­implantologie mit Prothetik“ durchgeführt. Mit rund 20 Teilnehmern erfreute sich die Fortbildung im Rahmen des bewährten Curriculums Implantologie einer regen Beteiligung.

An zwei Tagen erhielten die Besucher einen umfassenden Überblick über die Thematik – von den biologischen Grundlagen des Alterns über Aspekte von Ernährung und Medikation bis zur Implantation im konkreten Patientenfall. Prof. Dr. Werner Götz, Bonn, übernahm dabei den allgemeinmedizinischen Part. Er erläuterte gemäß dem Stand der Wissenschaft, warum Menschen und einzelne Zellen altern, wie dies die Flexibilität der Organe beeinträchtigt und insbesondere generell zu Problemen mit der Durchblutung führen kann. Interessant erscheint dabei auch, inwiefern Medikamente einerseits die allgemeine Gesundheit eines älteren Patienten verbessern und andererseits eine Zahnbehandlung, speziell eine Implantation, erschweren können.

Sehr praxisnah – fast möchte man sagen: aus dem Leben gegriffen – zeigte Dr. Peter Minderjahn, Stolberg, auf, wie sich schon durch recht geringe Ernährungsumstellungen die Lebensqualität von Senioren positiv beeinflussen lässt. So ist es relativ gleich, welches Mineralwasser man trinkt, aber ein Glas Milch kann sehr nützlich sein. Es enthält unter anderem das für den Zahn- und Knochenstoffwechsel unentbehrliche Vitamin D und darüber hinaus Vitamin B6, das im Proteinstoffwechsel eine Rolle spielt. Und schon etwas weniger tierische Eiweiße in der Ernährung können zu hohem Blutdruck wirksam vorbeugen. Einmal mehr zeigte sich, wie untrennbar Allgemeinmedizin und Zahnmedizin miteinander zusammenhängen.

Die im engeren Sinne dentalen und insbesondere implantologischen Aspekte beleuchtete Prof. Dr. Helmut Stark, Bonn. Eine wesentliche Rolle spielte dabei die Frage: herausnehmbarer oder festsitzender Zahnersatz? Dieser bietet zwar in der Regel die besseren Voraus­setzungen zur Wiederherstellung der Kaufunktion; herausnehmbare Konstruktionen jedoch kann gerade der ältere Patient meist besser handeln. Neben der rein technischen Stabilität stellt schließlich die Reinigungsfähigkeit für die Tragedauer einen wesentlichen Aspekt dar.

Summa summarum empfanden die Teilnehmer die zweitätige Fortbildung „Alterszahnheilkunde/Altersimplantologie mit Prothetik“ als eine gelungene Synopse von wissenschaftlichen Grundlagen und Ratschlägen für die eigene implantologische Praxis. Wer anschließend im Einzelnen – etwa für spezielle Patientenfälle – noch tiefer einsteigen möchte, bekam hier eine solide Basis vermittelt.

Nähere Informationen zum Kurs-Modul „Alterszahnheilkunde/Alters­implantologie mit Prothetik“ ebenso wie zum gesamten Curriculum sind bei der folgenden Adresse zu erhalten:

Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie e.V.
Feldstr. 80.
40479 Düsseldorf
Tel.: 0211-16970-77
Fax: 0211-16970-66
Tel. 0800-DGZITEL (0800-33494835)
sekretariat@dgzi-info.de

Quelle: DGZI, 19.11.2009

Foto: © Shutterstock.com

Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige