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Branchenmeldungen 16.09.2019

Mehr als ein gesundes Lächeln – CP GABA Symposium 2019

Nadja Reichert
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Mehr als ein gesundes Lächeln – CP GABA Symposium 2019

Prophylaxe ist und bleibt ein hochaktuelles Thema der Zahnmedizin, nicht zuletzt auch deshalb, weil Zahnarzt und Praxisteam ihre Patienten regelmäßig für eine gute Mundhygiene motivieren müssen. Nur so können Karies und Parodontitis langfristig erfolgreich bekämpft werden. Genau zu diesen Themen bot CP GABA am 13. und 14. September ein Symposium im Steigenberger Hotel Köln an. In Vorträgen und Workshops bekamen die Teilnehmer ein umfangreiches Update und hatten zudem Gelegenheit, direkt mit den Referenten ins Gespräch zu kommen.

Parodontitis, Karies, Rezession – dies sind die täglichen Herausforderungen in der Zahnarztpraxis. Deshalb ist es für Behandler wie Assistenz wichtig, auf dem neusten Stand zu bleiben. CP GABA bot im Rahmen seines diesjährigen Symposiums in Köln ein umfangreiches Update.

Zahnerkrankung – Übel und Schönheit zugleich?

Unter der Leitung von Marianne Gräfin von Schmettow, Leiterin Scientific Affairs bei CP GABA, wurde den rund 190 Teilnehmern ein hochkarätig besetztes Vortragsprogramm geboten, welches die zentralen Themen oraler Erkrankungen aufgriff. Was haben z.B. Karies und Parodontitis gemeinsam? Dieser Frage ging Prof. Dr. Dr. Søren Jepsen (Bonn) zu Beginn des ersten Vortragsblocks nach. Er brachte dafür die Ergebnisse der Arbeitsgruppen der European Federation of Periodontology (EFP) und der European Organisation for Caries Research (ORCA) mit, welche zeigen konnten, dass beide Erkrankungen plaqueinduziert sind, nicht zu den klassischen Infektionserkrankungen gehören, sondern zu den nicht übertragbaren chronischen Leiden und von verschiedenen Faktoren wie Genetik, Alter und Ernährung (hier spielt vor allem der Zuckerkonsum eine entscheidende Rolle) beeinflusst werden.

Im zweiten Vortrag ging Prof. Dr. Adrian Lussi (Bern, Schweiz) weiter auf orale Erkrankungen ein, allerdings betrachtete er sie unter einem ganz anderen Gesichtspunkt. Unter dem Thema „Der Zahn zwischen Krankheit und Schönheit“ stellte er verschiedene mikroskopische Aufnahmen von z.B. Schmelzperlen, Schmelzbüscheln oder Wurzelkaries vor, welche unter verschiedenen Einfärbungen in richtige Kunstwerke verwandelt werden können. Dabei durfte das Publikum auch immer wieder raten, welche Erkrankung bei welchem „Gemälde“ vorlag.

Zum Abschluss des ersten Vortragsblocks widmete sich Assoz.-Prof. Priv-Doz. Dr. Ines Kapferer-Seebacher (Innsbruck, Österreich) der gingivalen Rezession und betrachtete anhand verschiedener Fallbeispiele Ursachen, Auslöser sowie Behandlungsmethoden. Im Anschluss hatten die Teilnehmer Gelegenheit, verschiedene Workshops zu weiterführenden Themen zu besuchen. Dr. Corinna Bruckmann (Wien, Österreich) stellte dabei die Zusammenhänge zwischen systemischen und oralen Erkrankungen heraus. Dr. Christian Bittner (Salzgitter) erklärte in seinem Workshop dagegen, wie man mit Angstpatienten am besten umgehen kann, während Dr. Julia Kitzmann (Hamburg) und Priv.-Doz. Dr. Christoph Ramseier (Bern, Schweiz), unterstützt von Schauspieltrainerin Manuela Klaube (Freiburg im Breisgau), verschiedene Möglichkeiten für eine langfristige Patientenmotivation in der Prophylaxe demonstrierte. Dr. Fabian Cieplik (Regensburg) widmete sich dagegen speziell dem Thema Zahnpasta und erklärte anhand der verschiedenen Wirkstoffe, welche Produkte sich besonders gut für das häusliche Biofilmmanagement eignen.

Was wissen wir in der Prävention wirklich?

Damit die Workshops auch für alle Teilnehmer ergiebig sind, wurden sie an beiden Symposiumstagen abgehalten. In regelmäßigem Wechsel konnten so nicht nur alle Themen intensiv besprochen werden, es gab auch ausreichend Gelegenheit, mit den Referenten ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und Diskussionen anzustoßen.

Der zweite Vortragsblock am Ende des Symposiums beschäftigte sich abschließend mit den Themen White Spots und Kariesprävention. Prof. Dr. Anahita Jablonski-Momeni (Bonn) betrachtete White-Spot-Läsionen vor allem unter dem Aspekt der Brackets, da besonders Jugendliche, welche diese zur Korrektur der Zahnstellung tragen, häufig von diesen Läsionen betroffen sind. Sie gab hierbei nicht nur einen Überblick über die Ursachen, sondern stellte auch verschiedene Therapiemöglichkeiten vor und sprach Empfehlungen z.B. für Zahnpasten aus.

Im letzten Vortrag widmete sich Prof. Dr. Elmar Hellwig (Freiburg im Breisgau) den „Good News, Bad News und Fake News“ der Kariesprävention. Speziell ging er dabei auch noch einmal auf Zahnpasten ein, stellte verschiedene Produkte vor und erklärte, warum einige nicht das halten, was sie den Patienten versprechen.

Feedback ist wichtig

Während des gesamten Symposiums hatten die Teilnehmer immer wieder Gelegenheit, mithilfe eines interaktiven Tools Fragen der Referenten zu beantworten sowie Feedback zur Fortbildungsveranstaltung zu geben. CP GABA war es wichtig, nicht nur ein reines Vortragsprogramm zu bieten, sondern eine möglichst aktive Beteiligung der Teilnehmer zu gewährleisten. Das Feedback fiel daher entsprechend positiv aus und man darf schon jetzt auf das Symposium 2020 gespannt sein.

Foto: OEMUS MEDIA AG

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