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Branchenmeldungen 26.02.2020

MIH-Kinder erfolgreich therapieren – Lösungen für die Praxis

MIH-Kinder erfolgreich therapieren – Lösungen für die Praxis

Die Ursachen der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) sind nach wie vor nicht geklärt. In Sachen Therapie hat sich in den letzten zehn Jahren allerdings viel getan. Ab Mitte März 2020 steht mit dem MIH Kit erstmals ein umfassendes Paket an Lösungen für die Behandlung aller Formen der Strukturanomalie zur Verfügung.

Schmelzdefekte, Karies und Überempfindlichkeiten

In Deutschland sind laut der fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) etwa 10 bis 15 Prozent aller Grundschulkinder und knapp 30 Prozent der 12-jährigen Kinder von MIH betroffen.1 Ziel einer MIH-Therapie ist zunächst die Kontrolle und das Nehmen der Schmerzen sowie die Vitalerhaltung der betroffenen Zähne mit Hilfe einer defektkonformen Versiegelung. Dabei werden die Patienten engmaschig begleitet sowie betreut und je nach Ausprägung präventive und auch restaurative Maßnahmen ergriffen. Zahnärzte stehen dann immer wieder vor einer therapeutischen Herausforderung: Sie müssen zunächst diagnostizieren und anschließend entscheiden, mit welchem Material und zu welchem Zeitpunkt die von dem Schmelzdefekt betroffenen Zähne versorgt werden sollen.

EAPD-Fahrplan für MIH

Eine einheitliche Leitlinie für die Behandlung der MIH gibt es bislang noch nicht. Wissenschaftler der European Academy of Paediatric Dentistry (EAPD) haben jedoch 2010 einen klinischen Fahrplan zur Behandlung der MIH präsentiert,2 demzufolge zunächst geklärt werden sollte, ob es sich um eine milde oder schwere Ausprägung handelt. Im zweiten Schritt werden die Hypersensitivitäten betrachtet.

Behandlung der leichten MIH

Bei der leichten Form der MIH reichen regelmäßige, ggf. engmaschige Präventionsmaßnahmen in der Zahnarztpraxis oder zu Hause in der Regel aus. Für die häusliche Anwendung eignet sich MI Paste Plus®. Es enthält den Wirkstoff Recaldent™, das die Remineralisierung der Zähne fördert, und 900ppm Fluorid.

Typisch für MIH sind die gelblich-braunen Verfärbungen der Molaren – hier in milder Ausprägung. © Mohemed-Salim Doueiri, Charité Berlin

Betroffene Zähne werden damit morgens und abends ergänzend zum Zähneputzen behandelt. Mit dem Fluoridlack MI Varnish™ können sowohl bei milder als auch schwerer MIH die Zähne in der Zahnarztpraxis nach der Prophylaxe fluoridiert werden. Beide Maßnahmen in der Praxis und zu Hause können die Empfindlichkeit der MIH-Zähne spürbar reduzieren, nachhaltig stabilisieren und remineralisieren. Für den Behandlungserfolg ist die Therapietreue bei der Anwendung der remineralisierenden Materialien entscheidend.

Defekte versorgen bei schwerer MIH

Bei MIH können kleinere Fissuren einfach und schnell mit dem flüssigen Glasionomer-Oberflächenschutzmaterial GC Fuji Triage® zum Schutz und zur Stabilisierung restauriert werden. Das Verfahren ist minimalinvasiv und sehr schnell. Bereits eingetretene, größere Defekte können mit den Füllungsmaterialien Fuji II LC und EQUIA Forte™ HT versorgt werden.

Regelmäßiger Recall

Wichtig für den Therapieerfolg ist ein (engmaschiger) Recall, denn MIH-Patienten sollten u.a. aufgrund der höheren Kariesanfälligkeit intensiver kontrolliert und nachbehandelt werden. Dazu zählen sowohl die regelmäßige Kontrolle der Restaurationen als auch die sorgfältige häusliche Mundhygiene.

Für präventive und restaurative Therapie

Eine umfassende Lösung für diese Problematik bietet GC in Kürze mit dem MIH Kit. Es beinhaltet Produkte für die Therapie der milden bis schweren Ausprägung der Erkrankung und ist ab Mitte März 2020 verfügbar. Sie möchten mehr über das MIH Kit erfahren? Kontaktieren Sie uns über Ihre persönliche Fachberatung oder unter info.germany@gc.dental sowie telefonisch unter 06172-995960.

Weitere Informationen

Für die erfolgreiche Therapie der MIH-Patienten hat GC eine Gesamtlösung entwickelt: das MIH Kit inklusive MIH Flowchart (Behandlungsleitfaden). Es ist ab Mitte März 2020 erhältlich.

1 Rainer Jordan, Wolfgang Micheelis (Gesamtbearbeitung), Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V), Herausgeber: Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ), Köln, 2016.

2 Lygidakis NA, Wong F, Jälevik B, Vierrou AM, Alaluusua S, Espelid I. Best Clinical Practice Guidance for clinicians dealing with children presenting with Molar-Incisor-Hypomineralisation (MIH): An EAPD Policy Document. Eur Arch Paediatr Dent. 2010 Apr;11(2):75-81.

Quelle: GC

Foto Teaserbild: Mohemed-Salim Doueiri, Charité Berlin

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