Branchenmeldungen 11.05.2021

Gum Health Day am 12. Mai: Mit einem Lächeln gegen Parodontitis

Gum Health Day am 12. Mai: Mit einem Lächeln gegen Parodontitis

Foto: Proxima Studio – stock.adobe.com/ÖGP

Am 12. Mai ist der alljährliche Gum Health Day (GHD), eine Initiative der Europäischen Föderation für Parodontologie (EFP) zur öffentlichen Bewusstseinsschärfung für Parodontitis, eine der häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit.

Parodontitis betrifft in ihrer mittelschweren bis schweren Form schätzungsweise 1 Million Österreicher:innen und führt unbehandelt zu Zahnverlust. Dass Parodontitistherapie durch Zahnärzt:innen die Erkrankung stoppen kann, ist den meisten Patient:innen nicht bewusst – viele glauben, Mundhygiene allein reiche aus.

Die EFP und die Österreichische Gesellschaft für Parodontologie (ÖGP) möchten die Awareness unter der Bevölkerung heben und rücken jährlich am 12. Mai die Mundgesundheit mit einer speziellen Initiative in den Vordergrund. Die diesjährige Kampagne zeigt auf, welche negativen Auswirkungen Parodontitis – so sie nicht erkannt und behandelt wird – im Alltag haben kann:

  • Lockere Zähne, Verlust des Ästhetik
  • Mundgeruch
  • Schmerzempfindliche Zähne
  • Durch Rauchen zerstörte Gebisse

Diese vier „Symptome“ der Parodontitis können von den Patient:innen selbst wahrgenommen werden und benötigen keine großartigen, zahnmedizinischen Diagnosen. Mit humorvollen Cartoon-Videos anlässlich des GHD 2021 soll darauf aufmerksam gemacht werden.

„Obwohl Parodontitis nichts ist, worüber man lächeln sollte – es sieht nicht sehr schön aus und man hat vielleicht Mundgeruch - haben wir uns entschieden, etwas zu machen, das mit guten Gefühlen verbunden ist, etwas Lustiges,“ erklärt Prof. Dommisch von der Charité, der diese Videos mitgestaltet hat. „Wir wollen die Leute zum Lächeln bringen, anstatt zu sagen: 'Hey, du musst zum Zahnarzt gehen, weil du vielleicht eine Zahnfleischerkrankung hast.‘

Die Botschaft des GHD 2021 ist, dass Mundgesundheit einen Einfluss auf unsere Lebensqualität hat und Zahnfleischerkrankungen vermeidbar sind. „Das ist für alle Betroffenen die gute Nachricht“ unterstreicht die Präsidentin der ÖGP, Dr. Corinna Bruckmann, MSc.

Fakten

Gingivitis, Parodontitis und Periimplantitis sind chronische, entzündliche Erkrankungen, von denen weltweit hunderte Millionen Erwachsene betroffen sind. Leider sind Zahnfleischerkrankungen in der Öffentlichkeit immer noch wenig bekannt, obwohl wissenschaftliche Beweise zeigen, dass sie eine Gefahr für die allgemeine Gesundheit darstellen können, da sie mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, chronischen Nierenerkrankungen, rheumatoider Arthritis, bestimmten Formen von Krebs, Schwangerschaftskomplikationen, erektiler Dysfunktion und anderen schweren oder chronischen Krankheiten in Verbindung gebracht werden. Sogar schwerere COVID-19 Verläufe stehen mit Parodontitis in Zusammenhang!

Die EFP (www.efp.org) ist eine gemeinnützige Organisation, die sich der Förderung des Bewusstseins für die Parodontologie und die Bedeutung der Zahnfleischgesundheit widmet. Ihre Leitvision lautet „Parodontalgesundheit für ein besseres Leben.“ Sie EFP wurde 1991 gegründet und ist ein Zusammenschluss von 37 nationalen Parodontologie-Gesellschaften, der weltweit mehr als 16.000 Parodontolog:innen, Zahnärzt:innen, Forscher:innen und Mundgesundheitsexpert:innen vertritt. Sie unterstützt die evidenzbasierte Wissenschaft im Bereich Parodontologie und Mundgesundheit und fördert Veranstaltungen und Kampagnen, die sich sowohl an Fachleute als auch an die Öffentlichkeit richten.

Die ÖGP (www.oegp.at) ist als gemeinnützige Organisation die größte zahnärztliche Fachgesellschaft in Österreich mit 600 Mitgliedern. Sie ist engagiert, die Ziele der EFP in Österreich umzusetzen, sich für die Förderung der Mundgesundheit der Bevölkerung einzusetzen und damit die Verbesserung der allgemeinen Gesundheit zu fördern.

Quelle: ÖGP

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