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Branchenmeldungen 18.06.2015

Moderne Lasertherapie gegen Periimplantitis und Paro-Defekte

Moderne Lasertherapie gegen Periimplantitis und Paro-Defekte

Die Europerio, eine der wichtigsten Fortbildungsveranstaltungen im parodontologischen Bereich, fand dieses Jahr vom 3. bis 6. Juni in London statt. In der mittlerweile 8. Auflage des erstrangigen Kongresses kamen Forscher, Anwender und Hersteller zusammen, um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu präsentieren und über innovative Maßnahmen in der parodontologischen Behandlung zu diskutieren.

Das japanische Traditionsunternehmen Morita veranstaltete als Gold-Sponsor auf der Europerio 8 ein exklusives Satelliten-Symposium zu den Themen Parodontologie und Periimplantitis und stellte den Besuchern dabei unter anderem seinen neuen Er:YAG-Laser AdvErL EVO als hochmoderne Therapielösung vor.

Parodontologische Eingriffe sind häufig Standard während eines Zahnarztbesuchs, wobei insbesondere die weit verbreitete Parodontitis mittlerweile als Volkskrankheit gilt: In Deutschland sind von ihr laut KZVB gut 80 % aller über 35-Jährigen betroffen. Sie beginnt häufig mit einer Gingivitis und kann unter bestimmten Umständen außerdem das Risiko allgemeinmedizinischer Krankheiten deutlich steigern. Auch bei implantatgestützten Versorgungen kann eine Entzündung des Implantatbetts auftreten: Wenn sich der pathogene Biofilm dauerhaft am Implantathals anlagert, können ausgeprägte entzündliche Reaktionen der benachbarten (Weich-)Gewebe die Folge sein – dabei handelt sich um die sogenannte Periimplantitis, eine Krankheit, von der vor allem viele ältere Menschen mit entsprechender prothetischer Versorgung betroffen sind.

Als wichtigster Kongress im parodontologischen Fachbereich widmet sich die Europerio regelmäßig aktuellen wissenschaftlichen Entwicklungen und daraus resultierenden Lösungsansätzen gegen Parodontitis und Periimplantitis. Auf der mittlerweile 8. Europerio-Veranstaltung, die dieses Jahr vom 3. bis 6. Juni in London stattfand, hielt Morita als Europerio-Goldsponsor ein exklusives Symposium für Parodontologen und Implantologen ab, in dessen Rahmen ausgewiesene Experten die Periimplantitis-Therapie aus verschiedenen Winkeln beleuchteten.

So schilderte Dr. Michael R. Norton aus London in seinem Vortrag „Periimplantitis – Definition, Diagnose & Management“ die Herausforderungen und Schwierigkeiten einer Periimplantitis-Behandlung und erörterte außerdem die Frage, ob Periimplantitis primärer infektiöser Natur oder eine opportunistische Sekundärinfektion im Zuge von Knochenverlust durch andere Krankheitsursachen sei. Dabei präsentierte er neben anderen Behandlungsoptionen Moritas neuen AdvErL EVO Laser, den das japanische Familienunternehmen bereits im März auf der IDS in Köln der Fachwelt vorstellte, als innovative und schonende Lösung. Ein wesentlicher Vorteil liege nach Dr. Norton in der Technologie des Laserstahls: Dieser vergrößert das Volumen von Wasser um das 800–1.000-fache; die daraus resultierenden Mikroexplosionen sorgten dafür, dass die Implantatoberfläche nicht nur desinfiziert, sondern praktisch sterilisiert werde und das Débridement – etwa im Vergleich zum Gebrauch von Titanbürsten – keine Metallpartikel hinterlasse.

Welche entscheidenden Aspekte Laser in der Therapie von Entzündungen des Zahnhalteapparates bzw. Implantatbettes bieten können, verdeutlichte auch Prof. Anton Sculean, Direktor der Klinik für Parodontologie an der Universität Bern, in seinem Vortrag „Erbium:YAG Laser in der Behandlung von parodontalen und periimplantologischen Infektionen“. So erlaubt etwa Moritas AdvErL EVO als Er:YAG-Laser der 3. Generation einen schonenden, komfortablen und vor allem hochpräzisen Eingriff, der sich ohne gewebetiefe Hitzeentwicklung, Vibration und darüber hinaus nahezu schmerzfrei durchführen lässt. Damit eignet er sich zur effektiven, aber gleichzeitig substanzschonenden Hart- und Weichgewebsbehandlung, wie z. B. für das  Entfernen von entzündetem Gewebe in der Zahnfleischtasche, von Abszessen und Granulomen oder von supra- oder subgingivalem Zahnstein.

In der parodontologischen Therapie bewirkt der AdvErL EVO Laser neben der Beseitigung des entzündeten Gewebes auch, dass die darin enthaltenen Bakterien hoch effizient bekämpft werden, was das Risiko einer Bakteriämie nahezu ausschließt. Dieser wesentliche Vorteil des Er:YAG-Lasers lässt sich auch für eine effektive Periimplantitis-Therapie nutzen, wie Morita bereits im Jahr 2012 anlässlich der Europerio 7 in Wien demonstrierte1: Mithilfe der dort präsentierten Behandlungsmethode deckt die Anwendung von AdvErL EVO auch Fälle der CIST-Klasse „D“ ab, während die etablierten Verfahren eine erfolgreiche Periimplantitis-Behandlung lediglich bis zu Fällen der Klasse „C“ ermöglichen. Die Besucher der Europerio 8 konnten sich nicht nur in den spannenden und lehrreichen Vorträgen von den Aspekten einer Er:YAG-Laserbehandlung überzeugen, sondern diese auch live simulieren – im Zuge der beliebten „Egg-tion“, bei der Interessierte am Morita-Stand die Präzision und Handhabung des AdvErL EVO Lasers persönlich testen konnten, indem sie ein lachendes Gesicht auf die Schale eines rohen Hühnereis gravierten.

Außerdem waren dort weitere Lösungen speziell für implantologische Eingriffe ausgestellt, wie etwa die Behandlungseinheit Soaric, die kürzlich um das Soaric Implant Motor System erweitert wurde: Dessen leistungsstarke Motorregelung steuert Drehmoment und -zahl eines Bien-Air MX-i oder MX-i LED Mikromotors auch in niedrigen Drehzahlbereichen äußerst präzise. Gleichzeitig leitet das Bedienpanel mithilfe des Gerätemonitors den Anwender intuitiv durch die einzelnen Arbeitsschritte und zeigt jede vorprogrammierte Behandlungssequenz von der Vorbereitung der Implantatstelle bis zum Verschrauben des Implantats an.

Für die Befunderstellung empfiehlt sich Moritas Veraviewepocs 3D R100, ein Kombinationssystem für Panorama-, Cephalometrie- und 3-D-Aufnahmen. Es verfügt über ein einzigartiges, innovatives Sichtfeld in Form eines Reuleaux-Dreiecks und wurde kürzlich um zwei weitere Fields of View (FOV) mit je R100 x 40 mm und 80 x 40 mm erweitert, die eine individuellere Höhenanpassung für eine einfachere Aufnahme von Ober- oder Unterkiefer ermöglichen. Die Vorteile sind eine noch exaktere Ausrichtung am Patienten in höchster Auflösung bei geringstmöglicher Strahlung. Somit verfügt Veraviewepocs 3D R100 über acht verschiedene FOV und ist als Diagnosegerät für eine Vielzahl an Indikationen einsetzbar: von der exakten Lokalisierung von Wurzelkanälen im endodontischen Bereich bis hin zur Planung und Durchführung von implantologischen Eingriffen.

Weitere Informationen zu Moritas Aktivitäten bei der Europerio 8, zum innovativen AdvErL EVO -Laser sowie zu allen weiteren Produktlösungen sind unter www.morita.com/europe abrufbar.


1 ZMK (2012). Wegweisende Behandlung bei Periimplantitis auf der Europerio 7. Online: http://www.zmk-aktuell.de/dentalindustrie/messe-highlights/product/wegweisende-behandlung-bei-periimplantitis-auf-der-europerio-7.html

Quelle: J. Morita

Foto: © J. Morita
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