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Branchenmeldungen 11.05.2018

Nach erfolgreicher Premiere geht GOZmasters 2020 in die zweite Runde

Nach erfolgreicher Premiere geht GOZmasters 2020 in die zweite Runde

Innovatives Fortbildungsformat

Anlässlich ihres 30-jährigen Jubiläums veranstaltete DIE ZA mit GOZmasters ein innovatives Fortbildungsformat. In spannenden Diskussionen brachten namhafte Experten Streitfragen zur zahnärztlichen Gebührenordnung auf den Punkt. Aufgrund des großen Erfolges bei seiner Premiere geht GOZmasters 2020 weiter.

Seit mittlerweile 30 Jahren gibt es die GOZ, genauso lang wie DIE ZA. Das sind 30 Jahre Diskussion um die korrekte Auslegung der Gebührenordnung. Dies nahm DIE ZA zum Anlass, ein neues Fortbildungsformat aus der Taufe zu heben: das GOZmasters, das am 10. März im Maritim Hotel Düsseldorf Premiere feierte. Elf aktuelle Streitfragen zur zahnärztlichen Gebührenordnung wurden von acht Fachleuten erörtert. Dabei nahmen die Experten bewusst gegensätzliche Standpunkte ein.

Ziel war es, die Teilnehmer mit zwei konträren Sichtweisen über die Spannbreite der Kommentierung zu informieren und das Publikum zum Abschluss der einzelnen Themenblöcke per symbolischem „Applausometer“ für ihren Favoriten abstimmen zu lassen. Durch das Programm führten ZA AG Vorstandsmitglied Dr. Daniel von Lennep und seine Vorstandskollegin der ZA eG Dr. Sarah Schrey. 250 Teilnehmer kamen zur GOZmasters-Premiere; in erster Linie Praxisinhaber und Verwaltungsfachkräfte, aber auch Vertreter aus Kammern, Verbänden und Versicherungen.

Elf hochrelevante Streitfragen

Eines der hochrelevanten Themen, das bei GOZmasters diskutiert wurde, war die Frage, ob und wie sinnvoll die fortschreitende Ausweitung analoger Leistungen für die Praxis ist. Mit dieser Fragestellung setzten sich Dr. Wolfgang Menke und Dr. Christian Öttl gleich zu Beginn des Veranstaltungstages auseinander. Mit der Neuregelung der GOZ im Jahre 2012 entstand mehr Freiheit in der Analogie. Menke begrüßt dies: „Die Freiheit der Analogie sollte politisch erhalten bleiben.“ Eine klare Benennung von festen Analogpositionen würde einen Stillstand in der Bewertung bringen. Öttl hielt dagegen und sprach sich für eine Sicherheit in der Erstattung aus. Zahnärzte hätten oft Mühe, Argumente für eine Analogie zu finden und diese den Patienten zu vermitteln. Auch täten sich Zahnmediziner schwer, ihre wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in die Kalkulation einzubringen. Das Fazit: Praxen müssen Analogleistungen deutlich kenntlich machen und Beschreibungen sorgfältig formulieren.

Zum Abschluss eines jeden Themenblocks diskutierten die beiden Referenten das Für und Wider ihrer Stellungnahmen, um aus beiden Standpunkten die beste Lösung für die Praxis zu erarbeiten. Dabei belebten auch die Fragen und kritischen Anmerkungen aus dem Publikum den Diskurs. Das Ergebnis waren spannende Diskussionen nach jedem der elf Vorträge zu Fragen wie: „Können neben direkten Provisorien nach den Nummern 2270, 5120, 5140 GOZ zahntechnische Leistungen anfallen?“ oder „Kann Nr. 2197 GOZ (adhäsive Befestigung) bei Komposit-Restaurationen angesetzt werden?“

„Ohne eine Punktwerterhöhung geht es nicht mehr“

In der Schlussrunde wurde es noch einmal besonders interessant für die Teilnehmer: Menke berichtete hier als Vorsitzender des Ausschusses für Gebührenrecht der Bundeszahnärztekammer kurz über den Stand der aktuellen Überarbeitung der GOZ als mögliche Vorbereitung für einen Einstieg in eine weitere GOZ-Novellierung. „Ohne eine Punktwerterhöhung geht es nicht mehr“, so Referent Dr. Wilfried Beckmann dazu. „Wir brauchen mehr Geld für unsere Leistungen, sonst stehen die Praxen am Ende ohne Mittel für notwendige Investitionen da.“ Die GOZ-Novellierung müsse zeitnah angestoßen werden, eine Punktwertentwicklung mit jährlicher Anpassung sei geboten.

Während der Pausen und beim Ausklang des Tages kamen die Teilnehmer ins Gespräch mit den Referenten. Dr. Esser, der als Referent auftrat und auch die Themen für die GOZmasters vorgeschlagen hatte, zeigte sich sehr angetan: „Bereits im Vorfeld war ich davon beeindruckt, wie intensiv sich die Kollegen auf die präzise Darstellung ihrer Positionen vorbereiteten. Das Ergebnis war ein ambitioniertes und fachorientiertes Ringen und ein Erlebnis für alle Teilnehmer.“ Zudem zeige die große, positive Resonanz der Teilnehmer, dass mit dem GOZmasters ein hoch interessanter Ansatz gefunden wurde. Da seine Premiere ein so großer Erfolg gewesen ist, wird GOZmasters im Jahr 2020 wieder das Fachpublikum nach Düsseldorf locken.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter www.gozmasters.de

Quelle: ZA AG

Foto: ZA
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