Branchenmeldungen 19.10.2021

Prävention statt Kuration – Neue Chancen für die Zahnarztpraxis

Prävention statt Kuration – Neue Chancen für die Zahnarztpraxis

Foto: stock.adobe.com – tomertu

Gesunde Zähne sind nicht nur für den Zustand des Mundes von großer Bedeutung, sondern bilden zudem einen zentralen Faktor für die Allgemeingesundheit. Das bestätigt unlängst auch eine Resolution der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Demnach spiele die Förderung und Prävention der Mundgesundheit eine wichtige Rolle. Diese sollte in allgemeine Maßnahmen gegen nichtübertragbare Krankheiten eingebunden sein, da oralen und nichtübertragbaren Krankheiten gemeinsame Risikofaktoren (z.B. mangelhafte Mundhygiene, ungesunde Ernährung, Tabakkonsum) zugrunde liegen. Die verstärkte Präventionsorientierung in der Zahnmedizin ermöglicht neue Chancen für die Zahnarztpraxis und ihre Patient:innen.

Durch eine mangelnde Mundhygiene und das Verbleiben von potenziell schädlicher Plaque auf den Zähnen kann eine Vielzahl parodontaler Erkrankungen entstehen. Diese schädigen nicht nur Mund und Zähne, sondern können den gesamten Körper negativ beeinflussen. Auch die WHO bestätigt in einer in 2021 verabschiedeten Resolution, dass Mund- und Allgemeingesundheit untrennbar miteinander verbunden sind. Orale Erkrankungen sind weltweit stark verbreitet: Bei rund 2,3 Milliarden Menschen tritt unbehandelte Karies an bleibenden Zähnen auf.1 Zudem sind 796 Millionen Menschen von Parodontalerkrankungen betroffen.1 Oftmals gehen diese mit anderen, nichtübertragbaren, chronischen Krankheiten, wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher und sorgen des Weiteren weltweit für direkte und indirekte Kosten von 545 Milliarden US-Dollar.1 Der Exekutivrat der Weltgesundheitsorganisation fordert daher die WHO-Mitgliedsstaaten auf, Maßnahmen für eine verbesserte Zahn- und Mundgesundheit zu etablieren, um diese weltweit zu optimieren und gefährlichen Krankheiten vorzubeugen.1 Zudem empfiehlt die WHO in ihrer Resolution zur Mundgesundheit einen Wechsel von kurativen hin zu präventiven Maßnahmen. Dazu gehören die Förderung der Mundgesundheit in der Familie, der Schule und auf der Arbeit sowie eine rechtzeitige und umfassende inklusive Versorgung innerhalb des primären Gesundheitssystems.1

Effiziente häusliche Prophylaxe

Die hohe Anzahl Betroffener von parodontalen Erkrankungen lässt auf noch immer bestehende Mängel in der Zahn- und Mundpflege schließen. Ein wichtiger Bestandteil einer guten Dentalhygiene ist die regelmäßige und gründliche Entfernung des dentalen Biofilms. Da Zähne nur etwa 25% des gesamten Mundraumes ausmachen, erreicht die mechanische Mundreinigung mit einer Zahnbürste und das Pflegen der Interdentalräume mit speziellen Bürstchen oder Zahnseide häufig nicht das Niveau, welches notwendig ist, um parodontalen Erkrankungen vorzubeugen.2 Ergänzend empfiehlt sich deshalb die Verwendung von Mundspülungen mit antibakterieller Wirkung wie z.B. Listerine®. Die einzigartige Formel mit bis zu vier ätherischen Ölen (Thymol, Menthol, Eukalyptol und Methylsalicylat) trägt – zweimal täglich ergänzend zur mechanischen Reinigung angewendet – zur Bekämpfung des dentalen Biofilms bei, indem sie zusätzlich Plaque reduzieren kann.3 Diese Prophylaxestrategie, bestehend aus Zähneputzen, Interdentalreinigung und Mundspülungen, ist auch als 3-fach-Prophylaxe bekannt und sollte idealerweise bei allen Patient:innen zur täglichen häuslichen Mundhygiene gehören.

[1] zm-online. Ein Meilenstein in der Geschichte der Mundgesundheit. https://www.zm-online.de/archiv/2021/04/politik/ein-meilenstein-in-der-geschichte-dermundgesundheit/?utm_source=+CleverReach+GmbH+%26%E2%80%A6
[2] DG PARO, DGZMK. S3-Leitlinie (Langversion): Häusliches chemisches Biofilmmanagement in der Prävention und Therapie der Gingivitis. AWMF-Registernummer: 083-016. Stand: November 2018. Gültig bis: November 2023.
[3] Sharma N et. al: JADA 2004; 135: 496-504.

Quelle: Listerine / Johnson& Johnson

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