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Branchenmeldungen 04.02.2015

Neue Wege der Implantologie in Unna

Neue Wege der Implantologie in Unna

Unter der Themenstellung „Kurze und durchmesserreduzierte Implantate vs. Knochenaufbau“ fanden am ersten Februar-Wochenende im Mercure Hotel Kamen/Unna bereits zum 14. Mal die Unnaer Implantologietage statt. Mehr als 150 Teilnehmer konnten begrüßt werden.

Implantationen bei stark kompromittiertem Knochenangebot gehören zu den großen Herausforderungen in der Implantologie. Sowohl im Hinblick auf die Erfolgsaussichten umfangreicher augmentativer Maßnahmen als auch in Bezug auf die damit einhergehenden Belastungen für den Patienten, stellt sich immer wieder die Frage nach alternativen Möglichkeiten. Unter der Themenstellung „Kurze und durchmesserreduzierte Implantate vs. Knochenaufbau“ versuchten in Unna Referenten von Universitäten und aus der Praxis neue Wege aufzuzeigen.

Impressionen der 14. Unnaer Implantologietage

Prof. Dr. Christoph Peter Bourauel/Bonn und Priv.-Doz. Dr. Friedhelm Heinemann/Morsbach lieferten in ihrem Einführungsvortrag zunächst wissenschaftliche Grundlagen und klinische Ergebnisse für den Einsatz von kurzen und durchmesserreduzierten Implantaten. Anschließend referierte Prof. Dr. Rainer Buchmann/Düsseldorf zu den sich durch den Einsatz von kurzen Implantaten eröffnenden Möglichkeiten in der minimalinvasiven Implantatchirurgie.

Dr. Stefan König/Bochum und Dr. Helmut Steveling/Gernsbach wandten sich ganz konkreten Fragen des Einsatzes von kurzen Implantaten sowie deren Langzeiterfolg zu. Ob kurze und durchmesserreduzierte Implantate grundsätzlich eine Alternative zur Augmentation sein können, diese Frage versuchte Prof. Dr. Fouad Khoury/Olsberg in seinem Vortrag sehr anschaulich zu beantworten. Im sich daran anschließenden Vortragsblock ging es um Fragen der Wundheilung und Osseointegration mittels Plasmatherapie (Dr. Uwe Steinhaus/Krefeld), Optionen der Periimplantitisdiagnostik und -therapie (Prof. Dr. Gerd Volland/Heilsbronn; Prof. Dr. Wolf-Dieter Grimm/Witten-Herdecke) sowie Konzepte der Sofortimplantation und Sofortversorgung als Alternative zu augmentativen Maßnahmen (Dr. Dominik Nischwitz/Tübingen).

Die erstmals 2001 von der Privatzahnklinik Unna unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Klaus Schumacher und Dr. Christof Becker veranstalteten Implantologietage stoßen seit Jahren auf reges Interesse unter den implantologisch tätigen Zahnärzten der Region und darüber hinaus. Mit der zwischenzeitlich erfolgten Erweiterung des Kongresskonzeptes durch Seminare für Helferinnen sowie Spezialistenkurse haben sich die Implantologietage zunehmend zu einem Fortbildungsevent für das ganze Praxisteam entwickelt. Neben den zahnärztlichen Seminaren zu den Themen Endodontologie, Parodontologie und Biologische Zahnmedizin wurden auch diesmal wieder die beliebten Seminare für die zahnärztliche Assistenz – Hygiene, Qualitätsmanagement und GOZ – angeboten.

zum Programm

Unter dem Thema „Implantologie interdisziplinär – Das Implantat vs. Zahnerhalt“ jährt sich die Veranstaltung am 19./20. Februar 2016 zum 15. Mal.

Foto: © OEMUS MEDIA AG
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