Branchenmeldungen 24.07.2026

Neuer Report: Mundgesundheit verdient im Sport deutlich mehr Aufmerksamkeit



Die Studie „Winning margins: The impact of oral health on athlete performance“ untersucht, wie die Mundgesundheit die sportliche Leistung durch eine Reihe biologischer, ernährungsphysiologischer und psychologischer Mechanismen beeinflussen kann.

 
Neuer Report: Mundgesundheit verdient im Sport deutlich mehr Aufmerksamkeit

Foto: Malambo20/peopleimages.com – stock.adobe.com

Im Spitzensport entscheiden oft minimale Nuancen über den Sieg oder eine Niederlage. Trainingssteuerung, Ernährung und Regeneration werden deshalb bis ins Detail optimiert. Die Mundgesundheit bleibt dabei häufig außen vor. Ein neuer Bericht von Economist Enterprise im Auftrag der European Federation of Periodontology (EFP) geht der Frage nach, welchen Einfluss Zähne, Zahnfleisch und orale Entzündungen auf die Leistungsfähigkeit von Athleten haben könnten.

Der kürzlich vorgestellte Bericht fasst die aktuelle Evidenz zu den Zusammenhängen zwischen Mundgesundheit und sportlicher Leistung zusammen. Demnach können orale Erkrankungen nicht nur Schmerzen verursachen, sondern auch Entzündungsprozesse, Schlaf, Ernährung und Regeneration beeinflussen sowie möglicherweise Auswirkungen auf Kraft, Balance und Belastbarkeit haben. Besondere Aufmerksamkeit widmet die Analyse entzündlichen Erkrankungen wie Gingivitis und Parodontitis. Sie könnten zu systemischen Entzündungsreaktionen beitragen, die sich auf Erholung und Leistungsfähigkeit auswirken. Darüber hinaus beschreibt der Bericht sportartspezifische Risiken, etwa Zahnerosionen durch Sportgetränke oder Belastungen im Schwimmsport. Auch Karies, Zahnschmerzen oder Kiefergelenkbeschwerden könnten Training und Wettkampf beeinträchtigen.

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„Das Bewusstsein für die Bedeutung der Mundgesundheit im Sport ist noch immer sehr gering. Mannschaften und Sportverbände müssen ihr Priorität einräumen und die Sportzahnmedizin genauso in den Teamalltag integrieren wie die Sportmedizin“, sagt Prof. Moritz Kebschull, ehemaliger Präsident der EFP.

Nach Angaben der EFP können Sportzahnärzte Karies, Zahnerosionen, Zahnfleischerkrankungen, Zahnfehlstellungen oder Kiefergelenkbeschwerden vorbeugen, erkennen und behandeln sowie geeignete Mundschutze empfehlen. Elizabeth Sukkar, leitende Forschungsmanagerin bei Economist Enterprise und Leiterin des Berichts, betont die Rolle der Sportverbände: „Indem sie die Mundgesundheit in die Routineversorgung, Aufklärung und Präventionsprogramme integrieren, können sie Athleten dabei helfen, Höchstleistungen zu erbringen und sich effektiver zu erholen.“ Der Bericht wirbt deshalb für eine engere Zusammenarbeit von Sportorganisationen, Trainern sowie medizinischen und zahnmedizinischen Fachkräften. Zugleich verweisen die Autoren auf den Bedarf an weiteren Langzeitstudien und besseren Instrumenten, um den Einfluss der Mundgesundheit auf die sportliche Leistung genauer zu erfassen.

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„Die Nutzung guter Mundgesundheit zur Verbesserung der sportlichen Leistung erfordert Maßnahmen auf allen Ebenen – von einzelnen Athleten über Teams und Organisationen bis hin zur Gesellschaft als Ganzes“, betont EFP-Generalsekretär Prof. Anton Sculean. EFP-Präsidentin Prof. Mia Rakić verweist zudem auf die Bedeutung der Prävention über den Leistungssport hinaus: „Auch wenn Sportler besonders von optimaler Mundgesundheit profitieren, sind diese Prinzipien für alle relevant.“

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Quelle: EFP European Federation of Periodontology

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