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Branchenmeldungen 19.10.2016

Nur noch wenige Kinder erhalten Zahnversiegelungen

Nur noch wenige Kinder erhalten Zahnversiegelungen

Eine erschreckende Zahl hat jetzt das Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention in den USA herausgegeben: Demnach haben nur noch 40 Prozent der Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren Versiegelungen an den Backenzähnen. Ohne eine solche Versiegelung steigt das Kariesrisiko um das Dreifache an.

Zahnärzte empfehlen, im Alter von sechs Jahren die erste Zahnversiegelung der hinteren Molaren vorzunehmen, eine Wiederholung sollte dann wieder mit zwölf Jahren erfolgen. Die schützende Schicht verhindert, dass sich Bakterien auf den Zähnen ansetzen und Löcher bilden. In Deutschland wird diese Kariesprophylaxe der großen Backenzähne für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre von der Krankenkasse übernommen und sollte deshalb immer in Anspruch genommen werden. Laut eines neuen Berichts können so bis zu 80 Prozent der Kariesfälle bei Schülern abgewehrt werden. Dennoch fehlt aktuell bei 60 Prozent der Kinder diese Versiegelung. Wie die aktuelle Studie aus den USA zeigt, sind besonders Kinder aus ärmeren Familien betroffen. Ein weiterer Grund, warum Eltern der Zahnversiegelung eher skeptisch gegenüberstehen, ist das enthaltene Bisphenol A (BPA). Diese Chemikalie wird auch in der Plastikherstellung verwendet und ist bekannt dafür, in größeren Mengen gesundheitsschädigend zu sein. Da sich der Wert von BPA in den Versiegelungen aktuell aber nur auf 0,001 Prozent beläuft, haben diese keine gefährlichen Auswirkungen. Dr. Mary Hayes, Kinderzahnärztin aus Chicago, rät daher zu einem drastischen Umdenken zugunsten der Schutzschicht. In Zukunft sollen auch Schulen mit einem entsprechenden Programm involviert werden, um allen Kindern die Möglichkeit einer Zahnversiegelung zu geben.

Quelle: cbsnews.com

Foto: © jbrown – fotolia.com
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