Branchenmeldungen 10.06.2016

paroknowledge© 2016 in Kitzbühel

paroknowledge© 2016 in Kitzbühel

Foto: © OEMUS MEDIA AG

„Implantologie im Fokus der Parodontologie“ hieß es zu den 23. Parodontologie Experten Tagen.

Rund 380 Teilnehmer waren vom 9. bis 11. Juni 2016 der Einladung der Österreichischen Gesellschaft für Parodontologie (ÖGP) zum bedeutendsten österreichischen Fachkongress gefolgt, um sich in Urlaubsatmosphäre von ausgewiesenen und internationalen Experten parodontologische Problemfelder und deren Lösungsmöglichkeiten aufzeigen zu lassen.

In Workshops und Vorträgen für Zahnärzte, Assistentinnen sowie in expliziten Teamveranstaltungen wurden die verschiedenen Aspekte der Parodontologie profund beleuchtet. Erstmals wurde auch die Implantologie aus parodontologischer Sicht mit einbezogen. Weiteres Novum war die eigene Vortragsreihe der ÖGP-Youngsters.

Während der Vortragspausen diente die Industrieausstellung der Information über neue Materialien, Technologien und Produkte; weitere Gelegenheiten zum fachlichen Austausch boten Round Tables, Diskussionsrunden oder die Alm Lounge Party, die am Freitagabend stattfand. 

Praktische Workshops für Zahnärzte und Assistentinnen

Der Donnerstag startete als klassischer Workshop-Tag. Den Auftakt für Zahnärzte gestalteten u.a. Prof. Dr. Christian Stappert (Freiburg) und PD Dr. Stefan Fickl (Würzburg) mit einer interaktiven Podiumsdiskussion zum Thema „Ein Frontzahn muss raus – was tun?“. In einem anwenderorientierten Kurs stellte sich PD Dr. Clemens Walter (Basel) der Frage „Was tun, wenn mir der Knochen ausgeht?“ mit dem Ansatz der regenerativen parodontologischen Therapie. Weiterhin erörterte PD Dr. Adrian Kasaj (Mainz) die Deckung von multiplen Rezessionen mit praktischen Übungen am Schweinekiefer. Nicht zuletzt wurden die Workshops für Zahnärzte abgerundet durch den wissenschaftlichen Leiter des Kongresses Dr. Michael Müller-Kern (Wien), der sich der lokalen antiinfektiösen/antibiotischen Therapie widmete.

Die Workshops für Assistentinnen wurden mit einem Update der Instrumentenkunde für die Praxis gestaltet sowie „Innovationen und Zukunftstechnologien in der parodontalen Instrumentierung“ für Fortgeschrittene.

Umfassendes wissenschaftliches Haupt- und Parallelprogramm

Nach der offiziellen Eröffnungsansprache am Freitag durch ÖGP-Präsident PD Dr. Werner Lill (Wien) und Dr. Klaus Winkler, Bürgermeister von Kitzbühel, folgte das wissenschaftliche Hauptprogramm für Zahnärzte in drei thematischen Blöcken: Die Prävention von Parodontitis und Periimplantitis fokussierten am Freitagvormittag beispielsweise Univ.-Prof. Dr. Katrin Bekes (Wien), die das Wann und Wie der Prophylaxe bei Kindern in den Mittelpunkt stellte oder DDr. Markus Laky, M.Sc. (Wien). Unter dem Blickwinkel des „Biofilm: Die Ursache allen Übels und chemische Interaktion“ standen die Vorträge am Freitagnachmittag; nachfolgende Referate hatten den Schwerpunkt „Der Zahn, seine Wurzeln und Alveolen“.

Am Samstag waren die Referate des wissenschaftlichen Hauptprogramms für Zahnärzte nach den Themen „Periimplantitis und Implantate im parodontal geschädigten Gebiss“ gegliedert, „Implantat und  Ästhetik“ oder „Hartgewebsmanagement“, das u.a. Univ.-Prof. DDr. Christian Ulm und PD Dr. Georg D. Strbac (beide Wien) erörterten.

Im wissenschaftlichen Parallelprogramm stand am Freitag die ÖGP Special Youngsters Session auf der Agenda zu „Six Hot-Topics in der Parodontologie“ sowie eine Diskussionsrunde mit Univ.-Prof. Dr. Andreas Stavropoulos, bei der der Professor höchstpersönlich einschenkte. Am Samstag beinhaltete das Paralellprogramm die Intensiv-Seminare für das gesamte Team. Dabei ging es um konkrete Behandlungsempfehlungen für Parodontitis und Periimplantitis, um Tools für die genaue Patientenansprache oder Psysiotherapeutische Maßnahmen im Praxisalltag.

Für die Assistentinnen hatte das Hauptprogramm am Freitagvormittag bereits mit einem Round-Table begonnen. Es folgten Vorträge über die Untersuchung der Mundhöhle u.a. von Dr. Corinna Bruckmann, M.Sc. (Wien). Weiter ging es mit den Themenschwerpunkten „Ernährung und Auswirkung auf die Mundhöhle“ (u.a. Univ.-Prof. Dr. Nicole Arweiler, Marburg) sowie dem Thema „Von der Prophylaxe zur Therapie“.

Aus der Praxis für die Praxis

Mit der Themensetzung und Zielgruppenansprache gelang es der ÖGP, „paroknowledge“ in seinem besten Wortsinn zu vermitteln – immer up to date, facettenreich, hinterfragend und absolut praxisnah – für Youngsters genauso wie für langjährig parodontologisch tätige Zahnärzte und das gesamte Team.

Die kommende paroknowledge© 2017 findet vom 18. bis 20. Mai wieder in Kitzbühel statt.

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