Branchenmeldungen 20.06.2026

paroknowledge 2026: Von Prävention bis KI – drei Tage im Zeichen gesunder Implantate



Mit einem breiten wissenschaftlichen Programm rund um Implantatgesundheit und periimplantäre Erkrankungen ist am Samstag die paroknowledge 2026 der Österreichischen Gesellschaft für Parodontologie (ÖGP) zu Ende gegangen. Unter dem Motto „Implantate und periimplantäre Erkrankungen – State of the Art Therapie 2026“ diskutierten nationale und internationale Expertinnen und Experten drei Tage lang aktuelle Entwicklungen aus Forschung und Praxis.

paroknowledge 2026: Von Prävention bis KI – drei Tage im Zeichen gesunder Implantate

Foto: OEMUS MEDIA AG

Bereits zum Auftakt am Donnerstag standen Prävention und Langzeitstabilität im Fokus. Im Rahmen des CP-GABA-Forums befassten sich Corinna Bruckmann und Alexandra Stähli mit der Frage, wie Parodontitis verhindert und langfristige Therapieerfolge gesichert werden können. Damit wurde ein Thema gesetzt, das sich wie ein roter Faden durch die gesamte Veranstaltung zog.

Der Freitag bildete den wissenschaftlichen Schwerpunkt des Kongresses. Nach der Eröffnung durch die wissenschaftliche Kongressleitung, PD Dr. Kristina Bertl, PhD, MSc und Univ.-Prof. Dr. Hady Haririan, PhD, MSc, standen unterschiedliche Aspekte der periimplantären Gesundheit im Mittelpunkt. Diskutiert wurden unter anderem Risikofaktoren für Implantatverluste, die Bedeutung der Mundhygiene, moderne Konzepte der nichtchirurgischen und chirurgischen Periimplantitistherapie sowie Fragen der implantatgetragenen Prothetik. 

Vorträge von Prof. Dr. Andreas Stavropoulos, PhD, odont. dr., Prof. Dr. Nicola U. Zitzmann, PhD, Ausra Ramanauskaite, PD Dr. med. dent. Alexandra Stähli, Dr. Corinna Bruckmann, M.Sc. oder Prof. Dr. Ines Kapferer-Seebacher, MSc. und weiteren Referierenden verdeutlichten, dass erfolgreiche Implantattherapie weit über den chirurgischen Eingriff hinausgeht. Themen wie Weichgewebsmanagement, keratinisierte Mukosa, Ästhetik, Nachsorge und langfristige Therapiekonzepte nahmen entsprechend breiten Raum ein. Auch systemische Einflussfaktoren wurden beleuchtet. So beschäftigten sich einzelne Beiträge mit den Auswirkungen von Diabetes auf den Implantaterfolg sowie mit den Risiken des Rauchens und deren Bedeutung für Prävention und Patientenberatung.

Der Samstag ergänzte das wissenschaftliche Programm um Zukunftsthemen. Im ÖGP Youngsters Forum präsentierte der zahnmedizinische Nachwuchs praxisnahe Fälle auf dem Weg zum stabilen Implantat. Darüber hinaus rückte die Künstliche Intelligenz in den Fokus. Diskutiert wurden unter anderem Möglichkeiten zur Workflowoptimierung zur Planung oralchirurgischer Eingriffe sowie potenzielle Anwendungen bei komplexen periimplantären Fragestellungen. Über alle Kongresstage hinweg wurde deutlich, dass der langfristige Erfolg von Implantaten auf mehreren Säulen beruht: einer stabilen parodontalen Ausgangssituation, konsequenter Prävention, frühzeitiger Diagnostik, individueller Risikobewertung und einer strukturierten Nachsorge. 

Fazit

Fachlicher Austausch, hochkarätige Referierende, praxisrelevante Erkenntnisse und die beeindruckende Kulisse der Kitzbüheler Alpen machten die paroknowledge 2026 einmal mehr zu einem besonderen Treffpunkt der österreichischen Parodontologie-Community. Während am Freitagabend über den Bergen dunkle Wolken aufzogen und Blitz und Donner die Alm Lounge Party begleiteten, ließen sich die Teilnehmenden die gute Stimmung nicht nehmen. Mit zahlreichen Impulsen für die tägliche Praxis, aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und vielen Gesprächen über die Zukunft des Fachgebiets endeten drei intensive Kongresstage in Kitzbühel. Der Blick richtet sich nun bereits auf das kommende Jahr. 2027 feiert die paroknowledge ihre 30. Ausgabe und damit ein ganz besonderes Jubiläum.

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